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Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Di 9. Apr 2024, 20:48
von amateur des vins
Georg R. hat geschrieben:Die Betonung liegt auf "zu sehr"...was andere mögen oder zerreißen, nun, das kümmert mich eher wenig.
Der Gustibus hält für jeden einen eigenen Sitzplatz parat.
Was das Kümmern angeht, bin ich komplett bei Dir.
Es auf das "zu" zu verlagern, hilft mir aber leider bei der Einordnung nicht wirklich weiter.
Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Di 9. Apr 2024, 20:59
von Elah
amateur des vins hat geschrieben:Georg R. hat geschrieben:Die Betonung liegt auf "zu sehr"...was andere mögen oder zerreißen, nun, das kümmert mich eher wenig.
Der Gustibus hält für jeden einen eigenen Sitzplatz parat.
Was das Kümmern angeht, bin ich komplett bei Dir.
Es auf das "zu" zu verlagern, hilft mir aber leider bei der Einordnung nicht wirklich weiter.
Schließe mich Karsten an, die Erklärung macht es nicht leichter es zu verstehen.
Würde es gerne verstehen

- besonders vor dem Hintergrund, dass Chardonnay ja deutlich neutraler als Riesling ist.
Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Di 9. Apr 2024, 21:19
von Ollie
Ich würde es so verstehen, daß Georg zarte, zurückhaltende Aromen besser mag als expressive. Chardonnay kann schon auch "voll ins Gesicht", sogar Melon de Bourgogne kann das, oder Silvaner.
Wo die Grenze verläuft zwischen "gerade noch" und "zu", ist subjektiv. Und sollte keinen anderen kümmern, denn darum geht's ja schließlich beim Weintrinken.
Cheers,
Ollie
Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Di 9. Apr 2024, 21:26
von Kle
Georg R. hat geschrieben:Chardonnay Gips 1. Lage 2019
Das grundsätzliche Problem, welches ich mit Weisswein habe, ist folgendes:
Wenn z.B. Chardonnay zu sehr nach Chardonnay schmeckt oder Riesling zu sehr nach Riesling, dann ist es nicht mein Wein.
das kann ich vor allem in Bezug auf Chardonnay sehr gut nachvollziehen (auch bei Riesling, war mir nur weniger bewusst und hat nichts mit einer Abneigung gegen die Sorte zu tun).
Wobei ich in letzter Zeit einen irritierenden Verdacht hatte: Es ist garnicht dominantes Chardonnay-Aroma, das mich zurückstößt, sondern eine Verbindung von Holz und Chardonnay. Da im Stahl ausgebaute Weine mir anscheinend besser schmecken (so wie manche Leute Beaujolais eher mögen, wenn sie Gamay nicht schmecken). Noch irritierender: Ich schmecke manchmal in Weißweinen vermeintlich unangenehmen Chardonnay, obwohl sie die Rebsorte garnicht enthalten. Wohl aber Holz.
Gruß, Kle
Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Di 9. Apr 2024, 21:49
von Elah
Ollie hat geschrieben:Ich würde es so verstehen, daß Georg zarte, zurückhaltende Aromen besser mag als expressive. Chardonnay kann schon auch "voll ins Gesicht", sogar Melon de Bourgogne kann das, oder Silvaner.
Wo die Grenze verläuft zwischen "gerade noch" und "zu", ist subjektiv. Und sollte keinen anderen kümmern, denn darum geht's ja schließlich beim Weintrinken.
Cheers,
Ollie
Klingt sinnvoll.
Für zurückhaltenden Aromen empfehle ich Chablis von Bessin - jeweils Morgens & Abends 50 ml.
Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Di 9. Apr 2024, 22:07
von amateur des vins
Elah hat geschrieben:Für zurückhaltenden Aromen empfehle ich Chablis von Bessin - jeweils Morgens & Abends 50 ml.
IV?
Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Mi 10. Apr 2024, 16:12
von Elah
Die Empfehlung war ernst gemeint, habe einen Montmains 1er Cru mit Felix getrunken und hat uns beiden gut gefallen.
Meine Notiz damals:
Eher ein ruhiger Wein. In der Nase zunächst zurückhaltend, blumige Noten gemischt mit Zitrone, gelben Früchten und erkennbare Mineralität, umso mehr der Wein sich erwärmt. Ein Hauch von Honig im Abgang.
Gefällt mir, ein guter bis sehr guter Wein.
Nun aber zurück zu Aldinger

Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Mi 10. Apr 2024, 17:40
von Georg R.
Ollie hat geschrieben:Ich würde es so verstehen, daß Georg zarte, zurückhaltende Aromen besser mag als expressive. Chardonnay kann schon auch "voll ins Gesicht", sogar Melon de Bourgogne kann das, oder Silvaner.
Wo die Grenze verläuft zwischen "gerade noch" und "zu", ist subjektiv. Und sollte keinen anderen kümmern, denn darum geht's ja schließlich beim Weintrinken.
Cheers,
Ollie
Yep, genau so
Gruss
Georg
Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Mi 10. Apr 2024, 17:48
von Georg R.
Kle hat geschrieben:Georg R. hat geschrieben:Chardonnay Gips 1. Lage 2019
Das grundsätzliche Problem, welches ich mit Weisswein habe, ist folgendes:
Wenn z.B. Chardonnay zu sehr nach Chardonnay schmeckt oder Riesling zu sehr nach Riesling, dann ist es nicht mein Wein.
das kann ich vor allem in Bezug auf Chardonnay sehr gut nachvollziehen (auch bei Riesling, war mir nur weniger bewusst und hat nichts mit einer Abneigung gegen die Sorte zu tun).
Wobei ich in letzter Zeit einen irritierenden Verdacht hatte: Es ist garnicht dominantes Chardonnay-Aroma, das mich zurückstößt, sondern eine Verbindung von Holz und Chardonnay. Da im Stahl ausgebaute Weine mir anscheinend besser schmecken (so wie manche Leute Beaujolais eher mögen, wenn sie Gamay nicht schmecken). Noch irritierender: Ich schmecke manchmal in Weißweinen vermeintlich unangenehmen Chardonnay, obwohl sie die Rebsorte garnicht enthalten. Wohl aber Holz.
Gruß, Kle
Ja, kann ich nachvollziehen, mit dem Begründen wirds natürlich schwierig.
Da ich beim Riesling auch sehr empfindlich reagiere, kann es bei mir nicht das Holz sein.
Auch Aromarebsorten stossen mich meist ab, und beim Sauvignon Blanc bin ich der erste am Tisch der "Katzenpisse" ruft.
Gruss
Georg
Re: Gerhard Aldinger
Verfasst: Mi 10. Apr 2024, 18:52
von amateur des vins
Ollie hat geschrieben:Chardonnay kann schon auch "voll ins Gesicht", sogar Melon de Bourgogne kann das, oder Silvaner.
Echt, die Rebsorten? Chardonnay macht zwar viel mit, was man ihm antut, aber für sich ist er doch eher blaß. Silvaner dito. Bei Melon ist meine Erinnerung recht löchrig.
Hast Du Beispiele?