Danke, spannendes Thema.Nora hat geschrieben: ↑Di 30. Dez 2025, 11:23Pyrazine, die für die grünen und grasigen Noten verantwortlich sind, werden früh in der Beere gebildet und bauen sich bei Reife und ausreichend Licht ab.EThC hat geschrieben: ↑Mo 29. Dez 2025, 19:50...also nur für mich erstmal (basierend auf meinen Erfahrungen) gilt, daß richtig guter Loire-SB diese Aromen nur im Oberschwingungsbereich zeigt, gerade noch so, daß die Sorte erkennbar bleibt. Wer oder was da nun die Typizität vorgibt, sei mal dahingestellt...amateur des vins hat geschrieben: ↑Mo 29. Dez 2025, 18:44 Man könnte also kritisieren, daß dieser Wein untypisch wenige, ja: fast keine Aromen von Stachelbeere/Maracuja/Cassis zeigt.
Thiole (typische Assoziationen sind Maracuja, Stachelbeere, Grapefruit, Holunderblüte) dagegen, liegen als Vorstufen in der Traube vor, werden erst während der Gärung freigesetzt und sind extrem oxidationsempfindlich.
Der Erhalt dieser primären Aromatik ist ja stilbildend gewesen für die Sauvignon Blancs aus Neuseeland. Erforderlich dafür ist, dass früh gelesen und konsequent reduktiv ausgebaut wird. Will man diese Aromen nicht so präsent, muss reif gelesen werden, was in 2018 nicht das Problem gewesen sein soll, und oxidativ ausgebaut werden. So wie ich lese, benutzt Boulay Holzfässer.
Beides Sauvignon Blanc und auch beide Stile typisch.
VG Nora
Da zeigt sich, es ist ab und zu doch hilfreich die Weinwissenschaften zu bemühen, denn über SB-Aromen habe ich oft gerätselt.
Gruß, Kle