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Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Sa 4. Feb 2017, 15:01
von ledexter
Gerald hat geschrieben:
Geschätzt 95% der bisher probierten Rotweine in dieser Preisklasse geben mehr her. Ich warte immer noch auf den Bordeaux bis ca. 30 oder 40 Euro, der mich überzeugt - so es diesen gibt ...
2009 Clos Puy Arnaud (26,50 Eur) - Der Wein ist fast tintig schwarz, opulente reife schwarze Früchte im Überfluss, tolle Harmonie. Das ist wie mit einem gut gemachtem Burger, du weißt genau, dass das was sich am Gaumen präsentiert sicher nicht sonderlich kompliziert zu verstehen ist, aber es ist tolle Qualität und einfach richtig lecker. Eine charmante Fruchtbombe zum annehmbaren Preis. 92P
Wenn du es klassischer magst würde ich dir ansonsten auch Sociando Mallet empfehlen, mit etwas Suchen könntest du zB den 1998er Jahrgang für ca 40 Eur finden, und der ist grad an seinem Höhepunkt.
Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Sa 4. Feb 2017, 16:33
von Frankie Wilberforce
Gerald hat geschrieben:Bisher konnte ich leider (oder zum Glück für mein Konto

) keinen rechten Zugang zu Bordeaux finden.
Ich warte immer noch auf den Bordeaux bis ca. 30 oder 40 Euro, der mich überzeugt - so es diesen gibt ...
Grüße,
Gerald
Hallo Gerald,
versuch es mal mit dem
Chateau Belle-Vue, Ht. Medoc, 2005 oder falls nicht mehr erhältlich, dann 2009 
hat eine sehr überzeugende Qualität und die Typizität eines großen Bordeaux. Erfreulich ist, dass er dabei weniger als 20€ kostet ...
Du kannst aber auch in der gleichen Preisklasse wie Belle-Vue den
Chateau Rollan de By, Medoc,2003 oder 2005 
ins Auge fassen, wenn dieser dich auch nicht überzeugt, versuch es mit einer neuen Nase und einen neuen Gaumen....

Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Sa 4. Feb 2017, 17:02
von harti
Gerald hat geschrieben:Bisher konnte ich leider (oder zum Glück für mein Konto

) keinen rechten Zugang zu Bordeaux finden. Der zuletzt getrunkene Le Boscq 2005 hat daran aber auch nichts geändert, eher im Gegenteil:
Dabei sollte er laut diversen VKN im Web gut gelungen und auch derzeit schon trinkreif sein. Für mich hingegen nur nette, wenn auch schlichte Aromatik, dazu recht unsauber am Gaumen. Geschätzt 95% der bisher probierten Rotweine in dieser Preisklasse geben mehr her. Ich warte immer noch auf den Bordeaux bis ca. 30 oder 40 Euro, der mich überzeugt - so es diesen gibt ...
Grüße,
Gerald
Hallo Gerald,
vielleicht solltest Du vorher genauer prüfen, ob das Produkt den üblichen Qualitätsstandards genügt

. Wenn man winesearchers Zusammenfassung der Bewertungen aufruft, erkennt man auf den ersten Blick, dass es sich um einen kleinen Wein handelt, für den man keine 30 Euro hinblättern sollte:
http://www.wine-searcher.com/wine-35023 ... phe-france
Ich empfehle den 2009er Meyney, der für (inzwischen) 35 € (ehemals 27 €) sehr gute Qualität liefert:
http://www.cellartracker.com/notes.asp?iWine=874558
http://www.wine-searcher.com/wine-383-2 ... phe-france
Grüße
Hartmut
Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Fr 10. Feb 2017, 00:06
von SaschaT
Hallo,
Gestern und heute im Glas Château La Croix Pomerol 2005
Sehr schöne Nase mit dunklem Pfeffer und Kirsche, ein wenig Süße aber nicht störend. Rund und fein Tag 3 wird er nicht mehr überleben

90 Punkte
Denke hat noch Potential die nächste Flasche öffne ich erst in ein paar Jahren
Tschau
Sascha
Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Fr 10. Feb 2017, 19:12
von Herr S.
Einzelflaschenfreund hat geschrieben:Tronquoy-Lalande 2005
Viele Grüße
Guido
SaschaT hat geschrieben:Hallo,
Gestern und heute im Glas Château La Croix Pomerol 2005
Sascha
Moin Guido & Sascha,
danke für die Wasserstansmeldung, beide Weine hatte ich eigentlich auf Erstvorlage, jetzt kann ich mir das erstmal sparen.
Viele Grüße,
Björn
Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Sa 11. Feb 2017, 15:36
von nono
2005 La Grande Clotte rouge, Lussac St. Emilion
Das Weingut gehört Michel Rolland und mich hatte interessiert , was der macht, wenn er einmal sich nicht nach Kundenwünschen richten muss: Hmmh, auch nichts anderes:
Offensichtlich bzw. eindeutig schmeckbar aus überreifem Lesegut, gekochte Früchte- leicht gezehrt, erinnert mich an den Faizeau Vieilles Vignes, in der Fruchtphase mag das noch angehen, aber nach zwölf Jahren fällt der auseinander und das in einem Jahrgang, wo fast noch nichts über den Jordan gegangen ist...(Hätte zur CNdP 2007 Diskussion gepasst

)
Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Sa 11. Feb 2017, 21:42
von innauen
Hallo,
wenn die Zutaten für 2005 Holz, Toasting und viel reife Frucht sind, dann ist das für einige Weine durchaus passend. Diesen
Clos Les Lunelles 2005 hat Parker weiland in der Nachbewertung stark hochgerankt. Ganz so hoch würde ich nicht in die Punktekiste greifen, zumal der Wein noch etwas Zeit braucht. Aber schlecht ist keineswegs.
Grüße,
wolf
Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Do 23. Feb 2017, 11:56
von Weinschlumpf
Hallo zusammen,
die letzten beiden Tage hatte ich Clos de Marquis" 2005, den Zweitwein von Leoville las Cases im Glas.
Leider sehr enttäuschend. Total, vernagelt. Etwas Sauerkirsche und Rumtopf in der Nase. Am Gaumen nur Sauerkirsche, d.h. dünn eindimensional und zudem wässrig in der MItte. Schade. Bei Lobenberg im Abverkauf hatte ich mal zwei Flaschen zu je 28€ gekauft, mal sehen wie sich die zweite Flasche in 5 Jahren so macht.
Derzeit ein klares : FINGER WEG!
Viele Grüße
Niko
Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Di 28. Feb 2017, 10:59
von nono
D Escurac
Animierende Nase mit reifen Früchten, Zedernholz und Tabak, setzt sich auch im Mund so fort, die Frucht angenehm vollreif ohne ein Hauch von Überreife, danach reichlich Säure und Gerbstoff, steht ganz am Anfang ein bisschen nacheinander, nach zwei Stunden verbindet sich das besser - verliert aber an Frucht.
Gleich nach dem Öffnen hat er mir am besten geschmeckt, allerdings muss man noch leicht kratzige Gerbstoffe schon vertragen.
Für mich ein archetypischer klassischer kleiner 2005er von der linken Seite, für damals 14 € auch tolles Preis-Genuss-Verhältnis
Re: Bordeaux 2005
Verfasst: Sa 11. Mär 2017, 16:17
von duhart09
Bordeaux 2005 - twelve years after
Farr Vintners lud vor einigen Tagen zur Nachverkostung.
Jancis Robinson (was immer man von ihr hält) schreibt in der heutigen FT:
"The general feeling was that, although the best wines are truly glorious, some of them tasted as though they will not shed their tannic load until after the fruit has faded". Und bisher haben sich die Weine bei vielen Verkostungsversuchen ja auch als störrisch langsam reifend erwiesen
Interessant ist auch der FarrVintners Blogbeitrag dazu:
https://www.farrvintners.com/blog.php
Da ich seinerzeit selber ordentlich subskribiert habe, hoffe ich das Beste...
Gruß