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Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Do 18. Mai 2017, 13:14
von ledexter
Segla hat geschrieben:Und das gleiche Spiel wie letztes Jahr mit Canon.... Montrose ist eben bei Millesima wieder "aufgetaucht"...
Nur der Preis ist gut 20,- teurer als gestern... :mrgreen:
Also bei Millesima Deutschland steht der Montrose bei 165 Eur, er kam raus mit 130 Eur

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Do 18. Mai 2017, 13:39
von Segla
Die 130,- waren wohl nur sehr kurz online, die habe ich nicht mal gesehen... :mrgreen:

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Do 18. Mai 2017, 14:17
von ledexter
C&D hatte ihn gefühlt 2 Minuten für 130 Eur :mrgreen:

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Do 18. Mai 2017, 14:28
von toska
Bei derweinmarkt gibt's ihn um 155€, den 14er übrigens um 113€...

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Do 18. Mai 2017, 19:26
von Bottlebinder
So richtig heiß scheint die Kampagne nicht zu laufen. Wenn Montrose & Co. mit homöopatischen ersten Tranchen meinen, einen Hype erzeugen zu können, weil diese sofort wieder verschwunden sind, dann erscheint das als untauglicher Versuch, denn es steht fest, dass a) eine sehr große Menge an Wein erzeugt wurde und b) die Nachfrage nicht dieselbe wie nach den 2005er oder 2009er Jahrgängen ist, in denen weniger erzeugt wurde, der aber trotzdem flächendeckend noch mit erträglichen Aufschlägen zu haben ist, obwohl z.B. 2009 Montrose von RP eine 100 erhielt. Ich nehme inzwischen lieber sogar saftige Aufschläge für die je 3 Flaschen einiger der Jahrgangsbesten in Kauf als das Risiko der Abwertung oder Insolvenz von Händlern (wie bei WWB und 1855.com selbst miterlebt). Irgendwann müssen auch größere Mengen am Markt auftauchen und das geht nicht zum Wunschpreis der Erzeuger oder Negos. Wenn nicht bleibt es bei einigen Kisten bezahlbarer PLV-Jahrgangswunder, die ich mir kaufe, wenn Ich selbst kosten kann. Es liegen dann genug große Weine aus 2005, 2006, 2008, 2009, 2010, 2012, 2014 und 2015 im Keller, an denen man sich ohnehin bislang nicht vergriffen hat und die man später erstmal schaffen muss. Vorsicht lasse ich jedenfalls walten bei den verkäufergehypten Weinen. Ich bin jedenfalls kaum erwärmt. :roll:

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Fr 19. Mai 2017, 09:48
von ledexter
Hier nochmal die Releases der letzten 2-3 Tage zusammengefasst, alles ex-nego

Saint Pierre 45,60 Eur +13,4%
Gloria 30 Eur +11,1%
La Gaffeliere 47 Eur +11,9%
Quinault l’Enclos 23,80 Eur +10,2%
Carruades Lafite 135 Eur +12,5%
Monbrison 24,90 Eur +13,2%
Talbot 42,00 Eur +9,4%
La Lagune 35,40 Eur +9,2%
Clos Marquis 39,60 Eur +10%
Duhart Milon 55,00 Eur +14,5%

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Fr 19. Mai 2017, 10:33
von harti
Gloria für über 40 € VK, wer kauft sowas en primeur :?: :roll:

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Fr 19. Mai 2017, 10:54
von innauen
harti hat geschrieben:Gloria für über 40 € VK, wer kauft sowas en primeur :?: :roll:
Hallo,

keiner von uns, die wir Gloria früher für unter 20 Euro und zuletzt mit etwas Bauchgrimmen zu höheren Preisen 2009/2010 gekauft haben. Das ist doch klar. Aus Sicht der alten Gloria Kunden, die sich diesem Wein als sehr gute Alternative zu dem damals auch schon immer teurer werdenden GCC aus St. Julien zugelegt hatten, ist ein VK von 40 Euro kein plausibler Preis. Also sind wir sauer :(

Doch unser Unbehagen sagt nichts darüber aus, ob der Wein am Markt funktioniert oder nicht. :| Natürlich kann man Zweifel äußern, ob diese Hochpreisstrategie der Chateau langfristig funktioniert. Allein. Die Zweifel an der Preisgestaltung sind so alt wie die Subskriptionsdebatten selbst. Vor mir liegt ein Händlerprospekt zur Subs 1985, wo es heißt "schon wieder sind die Preise gestiegen". :mrgreen: Auch da würde ich sagen, Der Markt entscheidet immer richtig Und wenn es eine Blase sein sollte, wissen wir es spätestens dann wenn sie platzt :twisted:

Für unser individuelles Kaufverhalten sind die "Ankerpreise" entscheidend, die wir kannten, als wir eingestiegen sind. Wenn jemand früher schrieb, er habe noch die Comtesse 1982 gesubst und zwar als Kiste, dann ist das so wie Opa, der vom Krieg erzählt. Ich habe die Comtesse nie billig subsen können, weil ich 2005 erstmals richtig eingesteigen bin. Der sicher köstliche Branaire Ducru 2006, vom dem Stephan weiter oben sprach, galt bei seiner Subs nicht als diskutabler Wein, denn über die Preise 2006 diskutierten ja die Leute, die es gewohnt waren, ihren Ducru Beaucaillou für 49 Euro zu kaufen (zuletzt wurde dieser Preis 2004 aufgerufen, während Branaire 2004 rund 22 Euro kostete). Will sagen: Wer 2009 erstmals über 30 Euro für den Gloria hinlegte, zahlt möglicherweise auch den neuen Tarif. Ich kann das nicht mehr. Es müssen halt immer neue Käufer nachwachsen. Darin liegt die Schwierigkeit für Bordeaux.

Grüße,

wolf

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Fr 19. Mai 2017, 10:56
von Matthias Hilse
harti hat geschrieben:Gloria für über 40 € VK, wer kauft sowas en primeur :?: :roll:
Vielleicht die Fürstin mit dem Taxiunternehmen :)

Re: Bordeaux 2016

Verfasst: Fr 19. Mai 2017, 11:26
von harti
Hallo Matthias,

an die habe ich gar nicht gedacht :lol: . Bei einer Jahresproduktion von 20.000 Kisten muss die aber ganz schön viele Parties geben :? .

Hallo Wolf,

auf diese Diskussion wollte ich gar nicht hinaus. Selbst ich alter Knacker habe mich an die neue Preisstruktur gewöhnt ;) . Aber in diesem konkreten Fall: Wo ist die Preisphantasie für ein solches Massenprodukt?

Grüße

Hartmut