Den hatte ich jetzt auch im Glas. Ich tue mich immer schwer damit, von anderen Leuten ausgemachte Aromakomponenten im Wein wiederzufinden, Mango oder Mandarine hatte ich z.B. gar nicht. Aber dem Grundtenor der Notiz kann ich voll und ganz zustimmen: das ist für die Sorte, die ja gerne zum Breiten und Trägen tendiert, ein ungewöhnlich lebendiger und schwungvoller Wein, der hohe Konzentration mit hohem Trinkfluss verbindet und trotzdem stets als Grauburgunder erkennbar bleibt. Gekonnt!amateur des vins hat geschrieben: ↑Di 18. Nov 2025, 19:38 Franz Hirtzberger, Grauburgunder Smaragd 2024
Aus der mir bisher unbekannten Riede Pluris, die im Spitzer Graben am "donauabgewandtesten" ist. Hoher Anteil an Löß/Lößlehm.
Hellgoldene Robe.
In der Nase gelbes Kernobst (vorwiegend Birne), Mango, Mandarine, Honig, Kräuter (Thymian, Oregano), Walnuß. Komplex, voll und dicht, aber ohne Schwere.
Am Gaumen sehr stoffig/schmelzig, aber mit unaufgeregt frischer/kühler Säure, die alles lebhaft erhält.
Im Abgang wieder etwas "süße" Mango/Mandarine, Thymian, dann Nußhaut. Animiernd herb. Lang!
Das ist richtig klasse und ohne jeden Zweifel ein würdiger Smaragd. Steinelutschern könnte der Stil etwas zu barock erscheinen, aber andererseits erzeugt dies einen soghaften Trinkfluß: Die Flasche "verdunstet" im nu!
Gruß
Ulli