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Re: Wahrnehmung von Säure

Verfasst: Mi 11. Mai 2016, 21:18
von thiloV
Hallo nochmal,

ich dachte, ich gebe nochmal Rückmeldung hierzu, nachdem ich noch etwas Erfahrung sammeln konnte. Mittlerweile habe ich einigermaßen raus, welche Weine mir zu sauer sind und welche ich bedenkenlos probieren kann. Es scheint nämlich nicht die Säure selbst zu sein, sondern eine Kombination aus verschiedenen Faktoren, die dazu führen, dass die Säure für mich einen Wein zu sehr dominiert. Nämlich

a) wenig Alkohol
b) wenig Zucker
c) wenig Tannin und
d) Vorhandensein von Säure.

Leider kommen diese Faktoren bei den meisten Basis-Nordrhone-Weinen (v.a. Crozes-Hermitage), die ich eigentlich sehr gerne mag, zusammen, sodass ich bei solchen Weinen vorsichtig geworden bin. Ich werde mich da jetzt an die etwas besseren Qualitäten (Preise) wagen, in der Hoffnung, dass diese etwas mehr Tannin haben werden. Andere Rotweine aus "leichteren" Regionen (Loire, Burgund, Beaujolais) probiere ich nur noch sporadisch, die begeistern mich (noch) nicht so, wie die Nordrhone-Weine. Ansonsten probiere ich jetzt halt kräftigere Weine aus. Zum Beispiel gibt es einige Weine aus dem Südwesten Frankreichs (z.B. aus Madiran, Cahors), die ähnlich wenig Alkohol haben, wie die oben genannten. Durch die kräftigen Tannine, haben die aber nie Probleme gemacht, im Gegenteil, gerade Madirans (sowohl die leichten, als auch die höherprozentigen) haben es mir sehr angetan.

Auch aus oben genannten Regionen (Montsant, Südrhone) habe ich einiges ausprobiert (auch eher Basisweine) und mutmaßlich durch den hohen Alkohol auch nie Weine gehabt, die mir zu sauer waren. Allerdings habe ich nie viel Freude gehabt an Weinen, die Grenache enthielten, daher habe ich mich dort auch nicht zu höheren Qualitäten (Preisen) gewagt.

Danke nochmal an all, die geholfen haben, mir hast was gebracht und vielleicht hilft der Thread ja auch noch anderen Wein-Anfängern :) Und wenn Ihr zu meinen neueren Erfahrungen noch Gedanken habt, immer her damit ;)

Viele Grüße, Thilo