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Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 13:05
von Bradetti
albarello hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 12:57
Bradetti hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 09:22 Die 2025er Sub ist seit der 2019er mal wieder eine, die für mich ziemlich reizvoll ist.

....

Und wenn jeder einzelne EURO höherer Preis = 1 Punkt Abzug bedeutet, dann ist die abschließende Liste:
1. Batailley
2. Brane Cantenac
3. de Pressac
4. La Gaffeliere
5. Larcis Ducasse
6. Meyney & Pavie Macquin
7. Beausejour Becot
8. Cantenac Brown
9. Grand Puy Lacoste
10. TrotteVieille

...
Haha, ich liebe solche Zahlenspiele :D
Da es doch einige Weine im mittleren Preisbereich (+/- 50CHF) sehr gut abschneiden, würde ich mich in dieser Subs für das Modell
" jeder einzelne EURO höherer Preis = 1 Punkt Abzug" entscheiden.
Und damit bist du der Erste, der auf meine Frage geantwortet hat :lol: ;)
Hab vielen Dank!

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 13:19
von TroisLacs
Bradetti hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 13:05
albarello hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 12:57
Bradetti hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 09:22
Haha, ich liebe solche Zahlenspiele :D
Da es doch einige Weine im mittleren Preisbereich (+/- 50CHF) sehr gut abschneiden, würde ich mich in dieser Subs für das Modell
" jeder einzelne EURO höherer Preis = 1 Punkt Abzug" entscheiden.
Und damit bist du der Erste, der auf meine Frage geantwortet hat :lol: ;)
Hab vielen Dank!
ich würde mich für eine Zusammenfassung deines Zahlenspiels entscheiden: Larcis Ducasse, Bécot und Brane Cantenac sind immer dabei, gut vertreten auch Haut Bailly und Les Carmes. Das diese immer dabei sind, ist auch schon eine Aussage :-)
Umso mehr weil ich drei von diesen 5 geordert habe :-D

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 13:25
von bergerOUS
Bradetti hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 12:48 Hi Ollie,
diese Liste setzt sich zusammen aus Weinen, die ich kenne und auch aus anderen Jahrgängen im Keller habe (Meyney, de Pressac, Batailley, LCHB, Pavie Macquin) sowie aus (allen restlichen) Weinen, die ich seit Jahren beobachte ob der stetig sehr guten Bewertungen, unter dem Motto „Den Wein möchte ich mal im Glas gehabt haben.“
Nachdem ich bei der 2019er Sub hierfür schlichtweg keine Finanzmittel mehr frei hatte damals, sehe ich diese Weine nun wieder in „Reichweite“, gerade wegen des attraktiven Preisniveau´s im Vergleich zu den Vorjahren – und ja – in Verbindung mit der recht hohen Bepunktung….
Ah jetzt sehe ich auch etwas klarer - zwischenzeitlich dachte ich es ginge nur um irgendeinen Bordeaux.
In dem Zusammenhang würde ich auch die 1-Euro Variante wählen. (schon allein weil mit Batailley und Brane-Cantenac die beiden von mir gesetzten Weine ganz oben stehen)

Aber was spräche dagegen sich von den Weinen je eine (Halb)Flasche eines älteren gut bewerteten Jahrgangs zu besorgen und erst einmal zuerschmecken ob mir der Stil des Chateaus gefällt? - Eventuell gibt es dann sofort ein paar Streichergebnisse und später keine große Enttäuschung wenn die Kiste im Keller nicht leerer wird. :mrgreen:

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 13:35
von Bradetti
bergerOUS hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 13:25 Aber was spräche dagegen sich von den Weinen je eine (Halb)Flasche eines älteren gut bewerteten Jahrgangs zu besorgen und erst einmal zuerschmecken ob mir der Stil des Chateaus gefällt? - Eventuell gibt es dann sofort ein paar Streichergebnisse und später keine große Enttäuschung wenn die Kiste im Keller nicht leerer wird. :mrgreen:
Ja das wäre eine gute Variante. Ich schaue mal was es in der Halbflasche noch so gibt.....

danke euch allen!

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Mi 10. Jun 2026, 22:41
von albarello
Zaccetti hat geschrieben: Mi 10. Jun 2026, 12:55 Hey Bradetti da du dir die Mühe gemacht hast gehe ich davon aus du kennst das jährliche Sheet aus dem Berserkerforum nicht, in der mappe "Best VFM" findest du genau das was du versuchts abzubilden, Preis/Punkte relation. In den "Trimmean" mappen noch die Einordnung in der Achse.

Da es im Wineberserker Forum öffentlich zugeänglich gemacht wird denke ich sollte nichts dagegensprechen wenn ich es hier verlinke (ansonsten bitte löschen Mod)

https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... =560131845
Das Spreadsheet kannte ich auch noch nicht - ganz interessant; vielen Dank für den Link.

Spasseshalber hab ich mir mal die Kritikerbewertungen angeschaut und ein paar Korrelationsanalysen dazu durchgeführt. Die Charts etc. werde ich hier nicht posten – die müsste ich erst aufbereiten und dazu fehlt mir die Zeit, v.a. aber die Lust. Trotzdem hier ein paar Einsichten:
Schaut man sich die 40 Weine an, die von (fast) allen Kritikern bewertet wurden (die Gruppe wird natürlich dominiert von den klassierten Gewächsen), so zeigt sich eine relativ hohe Korrelation zwischen den meisten Kritikern, was natürlich zu erwarten ist. Obenauf schwingt Jeff Leve, der am wenigsten von den Meinungen anderer Kritiker abweicht. Die Ausreisser auf mit den grössten Divergenzen zu anderen Kritikern sind dagegen James Suckling und Jancis Robinson – was keinen der hier Mitlesenden verwundern dürfte. Interessanter fand ich da, dass auch Jane Anson eine verhältnismässig geringe Kohäränz zu anderen Kritikern aufweist.

Schaut man sich die 160 Weine an, die von den meisten – aber nicht allen – Kritikern bewertet wurden, zeigt sich ein etwas anderes Bild: Zwar repräsentiert Jeff Leve auch hier den Konsens aller Verkoster am besten (zusammen mit Falstaff). Nach wie vor das Schlusslicht bildet auch bei der erweiterten Weingruppe Jancis Robinson.
Spannend ist aber, dass Jane Anson bei dieser Gruppe im oberen Mittelfeld liegt, also gute Korrelationen zu den meisten Mitverkostern zeigt. Ich interpretiere das dahingehend, dass sie im grossen und ganzen den Meinungen der Mitverkostern folgt, in der 40er Spitzengruppe den Fokus / die Präferenz aber leicht anders setzt als ihre KollegInnen. Da stellt sich für mich die Frage, wie Jane Ansons Präferenzen hier im Forum beurteilt werden.
Spannend ist, dass Galloni in der erweiterten Gruppe komplett einbricht und auch zu seinem Vinous-Mitverkoster Neal Martin (der im Mittelfeld liegt) massive Divergenzen zeigt (5 bis 6 Punkte Unterschied im 90-100er Bereich sind keine Seltenheit). Da ich mich über die teilweise stark überzogenen Bewertunen Gallonis bei einigen Weinen schon in der Vergangenheit gewundert habe, erstaunt mich dieses Ergebnis nicht unbedingt.

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Do 11. Jun 2026, 09:00
von Zaccetti
Spannend! Danke dafür Albarello.
Das Sie (Jane Anson) im 40er Bereich zu den anderen abweicht überrascht mich nicht, eher das sie dann in der 160er Runde wieder im Mittelfeld ist. Ich verfolge Jane auf diversen Plattformen, Sie hat eine eigene Art der Dinge, ob wir geschmacklich auf gleicher Ebene sind kann ich noch nicht sagen.

Auf Galloni achte ich ehrlich gesagt nicht, dazu kann ich nichts sagen.

Was mich verwundert ist, das James Sucklin so aus der Reihe tanzt, mein Gefühl sagte mir immer das ist so "everybodys Darling", der hat keine Ausreiser, nicht nach oben, nicht nach unten, schaut mal auf die "JS score vs. Price" mappe im Link, da sieht man ja fast die Linie nicht weil alle Punkte drauf kleben :)

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Do 11. Jun 2026, 09:26
von pessac-léognan
Neben den (notorischen) Hoch- und Tiefbewertern gibt's natürlich ganz einfach auch Vorlieben (und das Gegenteil). JS z.B. benotet regelmäßig Figeac für seine (Hochbewerter-) Verhältnisse relativ tief. Das muss man wissen. Dann kann man die Sache etwas besser einordnen. Und dann gibt's noch Bewertungsequipen, die untereinander nicht kohärent sind, etwa bei RVF. Beim WA kann man das wenigstens zuordnen: WK und Yohan Castaing, die - so scheint es - jeweils ziemlich eigene, sehr individuelle Präferenzen haben.

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Do 11. Jun 2026, 09:55
von Zaccetti
pessac-léognan hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 09:26 JS z.B. benotet regelmäßig Figeac für seine (Hochbewerter-) Verhältnisse relativ tief.
JS ist allgemein kein Freund von St.Emilion (oder Merlot betonte Weine), die wenigen, glaub 3 im 2025, die 98 und mehr Punkte bekamen haben hohe CF Anteile.
Dafür mag er das Pessac sehr.

Sorry fürs abdriften, heute kam noch LLC für 129.- Fr / 151 Euro, damit 12% mehr wie 2024 jedoch noch 23% günstiger wie 2023


Morgen dann Montrose und La Conseillante und dann sind wir auch durch

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Do 11. Jun 2026, 10:09
von pessac-léognan
Zaccetti hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 09:55 Sorry fürs abdriften, heute kam noch LLC für 129.- Fr / 151 Euro, damit 12% mehr wie 2024 jedoch noch 23% günstiger wie 2023
Morgen dann Montrose und La Conseillante und dann sind wir auch durch
Könnte sein, dass man bei Montrose abgewartet hat, bis LLC herausgekommen ist, weil man sich preislich daran orientieren möchte...

Re: Bordeaux 2025

Verfasst: Do 11. Jun 2026, 10:22
von Matthias Hilse
pessac-léognan hat geschrieben: Do 11. Jun 2026, 10:09
Könnte sein, dass man bei Montrose abgewartet hat, bis LLC herausgekommen ist, weil man sich preislich daran orientieren möchte...
Da Pierre Graffeuille zuvor bei LLC gearbeitet hat, dürfte es einen guten Draht zwischen den beiden Häusern geben - so dass es keines Abwartens bedürft hätte. In den letzten Jahren ist Montrose der wichtigste "release" in Bordeaux gewesen, so dass man dort eines weiß: man kann es sich leisten, die anderen warten zu lassen.
Aber im Sinne Ihrer Vermutung könnte man ja annehmen, Montrose sehe jetzt ja, dass der "96-Euro-Spot", den LLC letztes Jahr zusammen mit Figeac okkupiert hatte, frei geworden ist. Das wäre mein "guess".

Montrose wird eher über die zugeteilte Menge agieren als über den Preis.

Herzliche Grüße,
Matthias Hilse