Bordeaux 2016

Medoc und seine Appellationen, Bourg und Umgebung, Fronsac, Pomerol, Saint Emilion und Umgebung, Entre Deux Mers, Graves und Pessac-Leognan, Sauternes und Co.
Matthias Hilse
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Matthias Hilse »

TOMLA hat geschrieben: Ich selbst habe letztes Jahr den 2010er probiert und war so angetan, dass ich eine ganze Kiste 2015er gesubst habe. Mittlerweile will Lobenberg aber stattliche 29 Eur. Habe auch gesehen, dass man beim Chateau selbst für 18 Eur subsen kann. Müsste man nur noch in 2019 Urlaub in Bordeaux machen, um den Wein abzuholen :-)
Und zu den 2015er und 2016er Seguin hat wirklich niemand eine Meinung?[/quote]

Chateau Seguin ist sowohl in 2015 als auch wieder in 2016 ein hervorragender Pessac, etwas moderner, aber für das Geld hervorragend gelungen. Meine Bewertung ist niedriger als bei den Kollegen, wer es etwas üppiger und opulenter mag, bekommt hier einen tollen Wein. Das Weingut schreibt den Wiederverkaufspreis von € 29,- fest und achtet sehr genau auf dessen Einhaltung. Alternativen in diesem Preissegment: Luchey Halde, Parde de Haut Bailly, Le Pape.

Herzliche Grüße,
Matthias Hilse
Olaf Nikolai
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Olaf Nikolai »

.......alternativ in der Preisklasse Haut Bergey.....war in 2009 seinerzeit um 25€ sehr schön......hatte den wer im Glas?
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innauen
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von innauen »

Olaf Nikolai hat geschrieben:.......alternativ in der Preisklasse Haut Bergey.....war in 2009 seinerzeit um 25€ sehr schön......hatte den wer im Glas?
ein schöner sehr moderner Pessac-Leognan. Habe ihn 2008 und 2009 gekauft. Mittlerweile bevorzuge ich aber den eleganten Stil von Luchey Halde.

Grüße,

Wolf
„Es war viel mehr.“

Johnny Depp dementiert, 30.000 Dollar im Monat für Alkohol ausgegeben zu haben. (Quelle: „B.Z.“)
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harti
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von harti »

Mir hat der Haut Bergey nie gefallen, hier wird einfach zuviel Holz eingesetzt. Deutlich mehr liegen mir in diesem Preisbereich - oder leicht darüber - Latour Martillac und Carbonnieux.
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ledexter
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von ledexter »

UlliB hat geschrieben:Clerc Milon @ 50,40 € ex nego, ca. 69 € EVP. Das sind +17% ggü. 2015, +5% ggü. 2010. Die Preissetzung für Clerc Milon hatte in der Vergangenheit immer einen gewissen Leitcharakter für den Rest der Kampagne, und das befürchtete Drama (Preise = 2010+x) nimmt nun ersten Anlauf.
Nachdem Armailhac günstiger als erwartet rauskam liegt Clerc Milon nun weit über seinem zu erwartenden Marktwert. Da kann ich getrost drauf verzichten. Wer möchte kann sich fast zum gleichen Preis die 2010er (92Pkt) und 2009er (93Pkt) von Clerc Milon in den Keller legen und spart sich 6-7 Jahre Lagerzeit und das Risiko der Subskription.

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UlliB
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von UlliB »

Auf Clerc Milon kann ich auch verzichten. Was mich beunruhigt, sind die Folgewirkungen: zur Wahrung der Hackordnung muss GPL mindestens 5 bis 6 Euro teurer werden als Clerc Milon; Lynch Bages muss sich genügend weit oberhalb von GPL positionieren; das beeinflusst dann natürlich die Preisstellung der beiden Pichons, was dann Auswirkungen auf die Preise der anderen Super-2èmes hat, etc. pp.

Gruß
Ulli
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octopussy
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von octopussy »

UlliB hat geschrieben:Auf Clerc Milon kann ich auch verzichten. Was mich beunruhigt, sind die Folgewirkungen: zur Wahrung der Hackordnung muss GPL mindestens 5 bis 6 Euro teurer werden als Clerc Milon; Lynch Bages muss sich genügend weit oberhalb von GPL positionieren; das beeinflusst dann natürlich die Preisstellung der beiden Pichons, was dann Auswirkungen auf die Preise der anderen Super-2èmes hat, etc. pp.
Genau so wird es leider kommen. Ich bin eigentlich gedanklich schon durch mit der 2016er Subskription (mit 0 Flaschen). Vielleicht gibt es ja noch positive Überraschungen, aber die preisliche Positionierung oberhalb der 2010er finde ich schon wirklich problematisch.
Beste Grüße, Stephan
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harti
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von harti »

octopussy hat geschrieben:
UlliB hat geschrieben:Auf Clerc Milon kann ich auch verzichten. Was mich beunruhigt, sind die Folgewirkungen: zur Wahrung der Hackordnung muss GPL mindestens 5 bis 6 Euro teurer werden als Clerc Milon; Lynch Bages muss sich genügend weit oberhalb von GPL positionieren; das beeinflusst dann natürlich die Preisstellung der beiden Pichons, was dann Auswirkungen auf die Preise der anderen Super-2èmes hat, etc. pp.
Genau so wird es leider kommen. Ich bin eigentlich gedanklich schon durch mit der 2016er Subskription (mit 0 Flaschen). Vielleicht gibt es ja noch positive Überraschungen, aber die preisliche Positionierung oberhalb der 2010er finde ich schon wirklich problematisch.
Hallo Stefan,

nicht jetzt schon schwarz malen. Möglicherweise möchten die Rothschilds Clerc in einem neuen Preissegment etablieren, das sich deutlich(er) von Armailhac abhebt. Natürlich setzt das voraus, dass es auch deutlichere Qualitätsunterschiede gibt.

Aus Neugier: Hast Du denn in den Vorjahren etwas gekauft?

Grüße

Hartmut
Fasano
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Fasano »

Früher übte die aktuelle Subskription immer einen gewissen Druck auf mich aus. Nach mehr als 15 Subskriptionen und genügend Reserven sehe ich die Sache etwas entspannter. Wer noch jung ist und im Aufbau seines Weinkellers ist sollte sehr genau überlegen was und wie viel er kauft. Ich rate jedem nicht nur auf einen Jahrgang zu setzen. Oft macht es mehr Sinn ältere Jahrgänge zu kaufen. Fortgeschrittene Reife, gleich mehr Genuss. Die meisten Bordeaux werden weiterhin zu jung getrunken.
Grüße
John
Olaf Nikolai
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Re: Bordeaux 2016

Beitrag von Olaf Nikolai »

Clerc Milon hatte mir 09 und 10 auch sehr gefallen. Habe seinerzeit reichlich gekauft und von 10er aktuell auch noch nachgekauft........
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