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Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Verfasst: Sa 4. Apr 2026, 19:36
von UlliB
Taunus Südhang hat geschrieben: Sa 4. Apr 2026, 19:19 Mache ich jetzt besser, trotz der Zulassung in vielen Lebensmittel, einen Bogen um die Weine mit CMC?
Das ist jedem selbst überlassen. Wer kein Problem damit hat, dass einem Wein ein Produkt zugesetzt wird, das mit knallharter Synthesechemie hergestellt wird, in der Natur nicht vorkommt, und damit ein Problem gelöst wird, das eigentlich gar keines ist, braucht sich darum nicht zu kümmern.
Bei Bioweinen ist CMC nicht zugelassen?
Nein, die Verwendung von CMC ist bei Bioweinen nicht erlaubt.
Welche Rolle spielt bei dieser Diskussion der Einsatz von Metaweinsäuren?
Singular, nicht Plural. Und direkt hat das mit der CMC-Diskussion nichts zu tun, nur indirekt - nämlich mit der Frage, inwieweit man den natürlichen Weinsteinausfall durch Zusatzstoffe unterbindet. Aber immerhin zerfällt die Metaweinsäure im Wein zu etwas, was ohnehin darin enthalten ist, nämlich Weinsäure. Das berührt dann eher schon die Frage, wie man zum Aufsäuern steht.

Gruß
Ulli

Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Verfasst: Sa 4. Apr 2026, 19:51
von Ollie
Aaach, keine Sorge, bestimmt hat der VDP seinen Naturweinversteigerern den Einsatz von CMC ("dirty, mean and mighty unclean") untersagt.

Cheers,
Ollie

Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Verfasst: Sa 4. Apr 2026, 20:34
von Bernd Schulz
UlliB hat geschrieben: Sa 4. Apr 2026, 19:36 Wer kein Problem damit hat, dass einem Wein ein Produkt zugesetzt wird, das mit knallharter Synthesechemie hergestellt wird, in der Natur nicht vorkommt, und damit ein Problem gelöst wird, das eigentlich gar keines ist....
Genau da liegt für mich der springende Punkt: CMC muss nicht in den Wein hinein, um dessen Qualität zu verbessern, sondern bringt unter rein qualitativen Aspekten überhaupt nichts. Und ich möchte kein chemisch hergestelltes Produkt im Wein haben, dessen Zusatz eigentlich nicht erforderlich ist. Deshalb ist die Verwendung von CMC für mich mittlerweile ein Auschlusskriterium geworden. Zumindest dann, wenn ich sehen kann, dass es zugesetzt wurde, was ja nach wie vor nicht bei allen Erzeugern/allen Weinen der Fall ist.

Ich möchte übrigens auch keinen Hopfenextrakt im Bier haben. Biere, auf deren Etikett er deklariert ist, kaufe ich normalerweise nicht.

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Verfasst: Sa 4. Apr 2026, 20:36
von UlliB
Ollie hat geschrieben: Sa 4. Apr 2026, 19:51 Aaach, keine Sorge, bestimmt hat der VDP seinen Naturweinversteigerern den Einsatz von CMC ("dirty, mean and mighty unclean") untersagt.
Nö. Es gibt VDP-Betriebe wie z.B. das Würzburger Bürgerspital, die CMC verwenden.

Nur die VDP-Winzer, die auch Bio-zertifiziert sind, können das nicht.

Gruß
Ulli

Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Verfasst: Sa 4. Apr 2026, 21:17
von EThC
Taunus Südhang hat geschrieben: Sa 4. Apr 2026, 19:19 Mache ich jetzt besser, trotz der Zulassung in vielen Lebensmittel, einen Bogen um die Weine mit CMC?
...Du wirst vermutlich von CMC selbst keinen erkennbaren Schaden erleiden, es ist halt nach wie vor die Frage bei vielen zugelassenen Stoffen, ob sie nicht doch bei bestimmten Personen mit bestimmten Sensibilitäten, Unverträglichkeiten etc. unerwünschte Wirkungen haben und ob sich ggf. Wechselwirkungen mit anderen Stoffen ergeben, die keiner vorhergesehen bzw. bis dato getestet oder erkannt hat.
Deshalb bin ich persönlich da eher konservativ und stelle Produkte im Zweifelsfall wieder zurück, wenn sich mir einzelne Stoffe hinsichtlich ihrer Notwendigkeit und / oder Unbedenklichkeit nicht erschließen.
Und solchen Stoffen wie CMC, die nach meinem bisherigen Kenntnisstand die Produkte nur "convenient" machen sollen (wie z.B. auch Carrageen in den meisten non-bio-Schlagsahnen) stehe ich doch eher skeptisch gegenüber...

Re: Inhaltsangaben für Wein werden ab Ende 2023 obligatorisch

Verfasst: Sa 4. Apr 2026, 21:21
von Bernd Schulz
UlliB hat geschrieben: Sa 4. Apr 2026, 20:36 Es gibt VDP-Betriebe wie z.B. das Würzburger Bürgerspital, die CMC verwenden.
Neben dem Bürgerspital gibt es noch etliche andere VDP-Erzeuger, bei denen CMC zum Einsatz kommt: Juliusspital, Staatlicher Hofkeller Würzburg, Dr. Hermann, Dr. Loosen, Reichsgraf von Kesselstatt, Breuer, Leitz, Spreitzer, Knipser, Schloss Johannisberg, Künstler, Gut Hermannsberg, Diel, Fürst Löwenstein....

Herzliche Grüße

Bernd