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Re: Mittelburgenland

Verfasst: Fr 27. Feb 2026, 22:17
von Bernd Schulz
Nach der Doppio Passo-Riserva (ich habe den restlichen Inhalt der Flasche soeben dem Abfluss überantwortet) musste jetzt unbedingt noch ein frischer Weißwein ins Glas. Im Keller bin ich über den 23er Donauriesling von Reumann gestoßen, der mich nicht enttäuscht hat:

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Dieser wunderbar würzige Weiße beweist einmal mehr, dass sich aus PiWi-Sorten durchaus etwas Erfreuliches machen lässt. Was er im Sommer 2025 gekostet hat, weiß ich leider nicht mehr genau, aber es muss irgendetwas zwischen 9,90 und 12,90 gewesen sein. Und dafür würde ich ihn durchaus noch einmal nachkaufen, wenn es ihn im Shop des Weinguts noch geben würde, was leider nicht der Fall ist. Sprich: Nachkauf = 3 von 3 auf der Erich-Skala.

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Mittelburgenland

Verfasst: Fr 10. Apr 2026, 20:30
von Bernd Schulz
Gestern hat mich Ralf besucht; im Gepäck hatte er zwei hervorragende 21er Rotweine aus dem Burgenland. Das hier war das erste Exemplar:

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Ein sehr sortentypischer (blind von mir schnell als Blaufränkisch identifizierter) Mittelburgenländer, bei dem einfach alles passt! Minimal getoppt wurde er allerdings vom zweiten Exemplar, auf welches ich gleich noch im passenden Thread zu sprechen kommen werde.

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Mittelburgenland

Verfasst: Do 30. Jul 2026, 22:39
von Bernd Schulz
Ralf hat mir heute einen ganzen Schwung burgenländischer Pullen vorbeigebracht, so dass ich jetzt erst mal eine größere Auswahl habe. Mehr oder minder zufällig wurde dieser mittelburgenländische Blaufränkisch der Wein des heutigen Abends :

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Das ist ganz meine Kragenweite: Schöne, überhaupt nicht plakative Frucht, solide Tanninstruktur, hervorragende Balance zwischen herben und leicht süß wirkenden Elementen, authentischer Charakter. Und dann auch noch mit Schraubverschluss.... ;)

Bei Bauer-Pöltl kann man was! Nachkauf = 3 von 3.

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Mittelburgenland

Verfasst: Do 30. Jul 2026, 22:57
von Ralf Gundlach
Bernd Schulz hat geschrieben: Do 30. Jul 2026, 22:39 Ralf hat mir heute einen ganzen Schwung burgenländischer Pullen vorbeigebracht, so dass ich jetzt erst mal eine größere Auswahl habe. Mehr oder minder zufällig wurde dieser mittelburgenländische Blaufränkisch der Wein des heutigen Abend :

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Das ist ganz meine Kragenweite: Schöne, überhaupt nicht plakative Frucht, solide Tanninstruktur, hervorragende Balance zwischen herben und leicht süß wirkenden Elementen, authentischer Charakter. Und dann auch noch mit Schraubverschluss.... ;)

Bei Bauer-Pöltl kann man was! Nachkauf = 3 von 3.

Herzliche Grüße

Bernd
Hallo Bernd,

das freut mich doch sehr, dass der Classic dir schmeckt. Der Winzer ist ein ganz sympathischer, eher ruhiger Typ. Und ihm setzt die derzeitige „Rotweinallergie“ ziemlich zu. Im Gegensatz zu Josef Reumann einen Ort weiter, der sich ziemlich gut vermarkten kann.
Selbst Chrysostomus , a la Markus aus dem Burgenland hatte das Weingut nicht wirklich auf dem Schirm. Josef Reumann natürlich schon. Von dem hast du ja auch ein paar Pullen.

Gruß

Ralf

Re: Mittelburgenland

Verfasst: Fr 31. Jul 2026, 21:51
von Ralf Gundlach
Bernd Schulz hat geschrieben: Mi 2. Jul 2025, 22:49 In meinem Glas befindet sich gerade dieser Blaufränkisch vom Weingut Reumann:

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Weine mit 14% kaufe ich mittlerweile eigentlich nicht mehr, aber in diesem Fall bin ich froh darüber, dass Ralf Gundlach mir die Pulle besorgt hat, denn hier halten sich wirklich alle Komponenten auf eine sehr erfreuliche Art die Waage. Um viel Freude an diesem Roten zu haben, muss man keineswegs tief in irgendwelche intellektuellen Abgründe tauchen, aber trotzdem wirkt wirkt er überhaupt nicht plakativ und auf billige Wirkung hin gestrickt. Kurzum: Ein Alltagsrotwein par excellence, jedenfalls für meinen Geschmack.

Herzliche Grüße

Bernd
Hallo Bernd,

der 2022er ist sehr ähnlich gestrickt. Sehr gut gemachter, unkomplizierter Blaufränkischer, der trotz der 14 Umdrehungen Spaß macht, mit dem gewissen Maß an Anspruch. Anders als die Eisenberger, mehrheitsfähiger und trotzdem gut. Die 88 Punkte passen. Kein Wunder, dass Josef Reumann stark in der Gastronomie vertreten ist, soweit ich das verstanden habe.

Gruß

Ralf

Re: Mittelburgenland

Verfasst: Fr 31. Jul 2026, 22:04
von Bernd Schulz
Hallo Ralf,

den 22er von Reumann habe ich ja dank dir jetzt auch im Keller, wobei ich den Wein wohl bei den häufiger vorkommenden Gelegenheiten, die einen qualitativ vernünftigen, aber gleichzeitig sehr mehrheitsfähigen Wein erfordern, zu Freunden mitnehmen werde. Wenn ich ganz ehrlich bin, kommt mir persönlich die Stilistik von Bauer-Pöltl jenseits aller Punkte dann doch stärker entgegen....

Nicht falsch verstehen: ich freue mich über jede Flasche, die du mir mitgebracht hast!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Mittelburgenland

Verfasst: Fr 31. Jul 2026, 22:16
von Ralf Gundlach
Bernd Schulz hat geschrieben: Fr 31. Jul 2026, 22:04 Hallo Ralf,

den 22er von Reumann habe ich ja dank dir jetzt auch im Keller, wobei ich den Wein wohl bei den häufiger vorkommenden Gelegenheiten, die einen qualitativ vernünftigen, aber gleichzeitig sehr mehrheitsfähigen Wein erfordern, zu Freunden mitnehmen werde. Wenn ich ganz ehrlich bin, kommt mir persönlich die Stilistik von Bauer-Pöltl jenseits aller Punkte dann doch stärker entgegen....

Nicht falsch verstehen: ich freue mich über jede Flasche, die du mir mitgebracht hast!

Herzliche Grüße

Bernd
Verstehe ich überhaupt nicht falsch. Und so sympathisch Josef Reumann ist, so ist mir die Philosophie von Bauer-Pöltl lieber. Und kommt mir damit auch mehr entgegen. Wenn sich das Weingut Bauer-Pöltl nur halb so gut vermarkten könnte wie das Weingut Reumann hätten sie wahrscheinlich wenig Absatzprobleme. Aber wenn selbst ein weinaffiner Südburgenländer wie Chrysostumus das Weingut nicht auf dem Bildschirm hat, und das bei dieser Qualität sagt das einiges aus. Ich hatte noch im Urlaub aus meinem Bestand den 2014 Blaufränkisch Natur von Bauer Pöltl mit und habe ihn aufgemacht. Der Korken ging kaputt. Selbst zwei Tage später ohne Korken aus dem Kühlschrank war der noch topp.

Gruß

Ralf

Re: Mittelburgenland

Verfasst: Mo 10. Aug 2026, 22:08
von Bernd Schulz
Im Glas befindet sich gerade dieser von Ralf mitgebrachte Rote aus der Demi-Flasche:

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Vierzehnender, die stilistisch in eine eher internationale Richtung tendieren, sind normalerweise nicht mein Fall, aber diese im Hinblick auf die enthaltenen Rebsorten ungewöhnliche Cuvée macht mir tatsächlich nicht wenig Freude. Dass der Jahrgangsnachfolger PHOENIX N°27 in diversen Weinführern ziemlich hoch bewertet wurde (siehe hier: https://weingut-reumann.at/produkt/phoenix-n27/ ), kann ich problemlos nachvollziehen. Der Josef Reumann hat schon eine Menge auf der Pfanne!

Herzliche Grüße

Bernd