Saar- Diverse Winzer

gallus_cantans
Beiträge: 64
Registriert: So 17. Apr 2016, 10:09

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von gallus_cantans »

Michl
Beiträge: 1248
Registriert: Di 22. Okt 2013, 19:04

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von Michl »

Dass mir ein doppelt so teurer Wein desselben Winzers weniger schmeckt, ist mir schon lange nicht mehr passiert. Jetzt aber mit den Alten Reben von Schloss Saastein, die zumindest im Vergleich mit meiner VKN zum einfachen Gutsriesling nicht mithalten kann. Diesen habe ich aber zugegebenermaßen vor über einem Jahr getrunken und vielleicht brauchen die Alten Reben einfach noch. Mir fehlen hier aber Leichtigkeit und Schwung, zumindest aktuell, und ich bin auch skeptisch, was die weitere Entwicklung angeht.

Bild
Viele Grüße

Michl
Ralf Gundlach
Beiträge: 2468
Registriert: So 30. Jan 2011, 23:13

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von Ralf Gundlach »

gallus_cantans hat geschrieben:Interessehalber poste ich mal Links zu eigenen Artikeln:
https://dieandereseitedereifel.wordpres ... /#comments

https://dieandereseitedereifel.wordpres ... mpliziert/

https://dieandereseitedereifel.wordpres ... er-zeiten/

Möge das Saar-Forum wieder auferstehen!

Hallo Herr Hahn,

schön in diesem Forum von Ihnen zu hören, wir kennen uns ja schon etwas länger. Vielleicht, damit andere Forumsmitglieder sie kennenlernen können, stellen Sie sich doch einfach vor auf dem vorgesehenen Thread.

Gruss

Ralf
port_ellen
Beiträge: 564
Registriert: Fr 2. Dez 2011, 15:45

Re: BerlinKabinettCup - Kabinett 2015

Beitrag von port_ellen »

das mit den jungen (süßen) saarrieslingen könnte sein; ich hatte vom 2012er hoevel ein paar flaschen von der hütte und vom scharzhofberger eingekellert, beide schmeckten am anfang unharmonisch krautig, manche flaschen auch muffig (flaschenvarianz?), das hat sich aber gegeben; die letzte buddel von der hütte war fein und transparent in der frucht, dabei süße und säure abgemildert. der scharzhofberger ist inzwischen (für mich) als besserer wein erkennbar, hat etwas mehr aromenspiel.
gerade auch den scharzhofberger 2013 getrunken, der ist immer noch schwierig, sehr krautig, fast unreif und hinten raus etwas dünn (im körper, nicht in der säure).
also: richtig überzeugt bin ich von den hoevels aktuell auch nicht, aber der 2012 kommt nochmal.
hab auch 1 oder 2 buddeln der spätlesen, aber das dürfte aktuell auch nicht besser aussehen...

gruss, matthias
Zuletzt geändert von port_ellen am Do 16. Aug 2018, 23:28, insgesamt 1-mal geändert.
...and you may ask yourself - well...how did I get here ?
niers_runner
Beiträge: 1269
Registriert: Sa 18. Dez 2010, 18:36
Wohnort: Niederrhein

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von niers_runner »

wie kommt denn der BKC - Kabi Thread in den Saar - Div. Winzer Thread?
any way, verdammt gut sind auch die jungen Jahrgänge vom Hofgut Falkenstein.

Beste Grüße

Peter
Es entspricht dem Wesen des Genießens, dass der Erlebnisraum der Form einer Pyramide verwandt ist: es gibt viele Basisqualitäten, aber im strengen Sinne nur eine Spitze, und man steigt nicht freiwillig die Pyramide herab
(Matthias Hilse)
port_ellen
Beiträge: 564
Registriert: Fr 2. Dez 2011, 15:45

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von port_ellen »

ich nehme an, der chef hat verschoben - passt schon.
ich hab die nicht-saar-notizen rausgenommen, gehen in die passenden threads.
gruss, m
...and you may ask yourself - well...how did I get here ?
Ollie
Beiträge: 2335
Registriert: Mo 6. Jun 2011, 12:54

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von Ollie »

port_ellen,

interessante Parallelen, die Hoevel-Weine fand ich ja auch immer etwas dumpf und muffig, aber wenn sie sich mit der Zeit fangen, umso schoener. Hmmm. Vielleicht halte ich mich ja doch an einigen 2017ern von denen fest, nur um zu sehen, wohin die Reise geht.

Die anderen Erzeuger sind mit in der juengster Jugend zu simpel (Lauer, Othegraven) oder zu suess gewesen (ZIlliken), es ist also wirklich von Hoevel, wo ich gar nicht weiterweiss.

Cheers,
Ollie
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.

Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.

"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)
niers_runner
Beiträge: 1269
Registriert: Sa 18. Dez 2010, 18:36
Wohnort: Niederrhein

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von niers_runner »

Die Merkmale dumpf und muffig hatte ich bisher nur bei einem 16er Jung Riesling von der Saar, Ockfener Bockstein Kabinett von Nik Weis.

Beste Grüße

Peter
Es entspricht dem Wesen des Genießens, dass der Erlebnisraum der Form einer Pyramide verwandt ist: es gibt viele Basisqualitäten, aber im strengen Sinne nur eine Spitze, und man steigt nicht freiwillig die Pyramide herab
(Matthias Hilse)
Ralf Gundlach
Beiträge: 2468
Registriert: So 30. Jan 2011, 23:13

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von Ralf Gundlach »

Im Glas:
2018 Riesling Kabinett feinherb Niedermenniger Herrenberg Weingut Stefan Müller
Nase eher zurückhaltend. Am Gaumen das Gegenteil, obwohl der Wein nicht mit Fruchtnoten (Pfirsich) protzt. Mineralisch. Sehr druckvoll und dicht. Und trotzdem könnte ich nicht behaupten, das dies stilistisch kein Kabinett ist ( ich halte das eher für eine perfekte Jahrgangsinterpretation). Vibrierende Säure. Wirkt noch unfertig. Man schmeckt heraus: Stefan Müller ist ein ambitionierter Winzer. Und es ist ein typischer Saar-Riesling.
90+ Punkte. Kostet 10 Euro.

Gruß

Ralf
Bernd Schulz
Beiträge: 7481
Registriert: Sa 11. Dez 2010, 23:55

Re: Saar- Diverse Winzer

Beitrag von Bernd Schulz »

Den Kabinett feinherb von Stefan Müller, den Ralf dankenswerterweise für mich mitbestellt hat, habe ich jetzt auch gerade im Glas:

Bild

Die Nase finde ich nicht zurückhaltend, aber insgesamt bin ich mir in der Beurteilung einig mit Ralf. Und ich freue mich darüber, jetzt noch vier weitere Produkte des Weinguts Müller im Keller zu haben, denn der klassische Rieslingstil, in dem dieser Kabi feinherb gehalten ist, kommt mir sehr entgegen. Die hohen Vinum-Bewertungen, die etliche von Stefan Müllers Weinen zuletzt erhielten, scheinen auf soliden Gründen zu beruhen....

Eine vergleichbar rassige Säure habe ich bei einem 2018er bislang noch nicht erlebt. Nun gut - es handelt sich um einen typischen Saarriesling :twisted:, aber am Rande würde mich hier schon interessieren, ob aufgesäuert wurde oder nicht.....

Herzliche Grüße

Bernd
Antworten

Zurück zu „Mosel“