Beaujolais

Chablis, Auxerre und Umgebung, Côte de Nuits, Côte de Beaune, Châlonnais, Maconnais, Beaujolais und Lyonnais
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octopussy
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Re: Beaujolais

Beitrag von octopussy »

Burzuko hat geschrieben:Ole, Stephan
da ihr gerade über Chateau des Jacques spracht... glaubt ihr dass ein 2002er !!! (http://tinyurl.com/ofy2q79) Moulin à Vent Clos du Grand Carquelin noch "lebendig" ist?
Hallo George,

lebendig ist der sicher noch. Ob er wirklich gut ist, ist eine andere Frage. Ich hatte bislang glaube ich erst einen 2002er Beaujolais. Aber der Jahrgang soll sich qualitativ eher an der nördlichen Rhône als am Burgund orientieren. Naja, für knapp über 20 Euro ist der vielleicht mal einen Versuch wert.
Burzuko hat geschrieben:Übrigens, der Champ de Cour von R. Rottiers gefiel mir am nächsten Tag beim Nachverkosten :D deutlich besser! Wie soll ich sagen, die Beaujo-Typizität die mir etwas fehlte als wir ihn zusammen bei Stephan tranken, kam deutlicher durch und das Holz verschwand ein wenig bzw. war etwas besser eingebunden. Diese "Erdigkeit" macht diesen Moulin a Vent einfach verführerisch wie Stephan treffend schreibt! Einfach klasse dieses Gesamtpaket von Frucht, Holz, Finesse und Komplexität.
Meiner Meinung nach sollte man sich mit dem Wein ausreichend eindecken...
Das freut mich zu hören. Selbst der einfache Villages hat sich über drei Tage hinweg eher verbessert als verschlechtert, der "Dernier Souffle" auch ein bisschen verbessert. Ich habe schon nachgelegt :). Es gibt übrigens mit dem Gutschein-Code "FB5000" noch bis morgen 5% Rabatt auf Alles bei Pinard-de-Picard.
Beste Grüße, Stephan
Ole
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Re: Beaujolais

Beitrag von Ole »

Aha, interssant: Den "Champs de Cour" hat man mir bei meinen Besuchen vor Ort immer vorenthalten, der stand nie auf der Liste. Von den anderen 2011ern hab ich was bekommen, sogar in Subscription. Warum war da der "CdC" nicht dabei?
George: Ich glaub, ich hab auch noch ’ne Flasche von einem 2002er Jadot, die sollten wir uns demnächst mal vorknöpfen!
Ole
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octopussy
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Re: Beaujolais

Beitrag von octopussy »

Ole hat geschrieben:George: Ich glaub, ich hab auch noch ’ne Flasche von einem 2002er Jadot, die sollten wir uns demnächst mal vorknöpfen!
Ole, weißt du, welchen du hast? Ich wüsste nämlich, wo man zum guten Preis auch noch einen Ch. des Jacques 2002 Clos des Rochegrès herbekommt. Drei gereifte Lagen Moulin-à-Vents vom gleichen Erzeuger wären ja durchaus interessant.
Beste Grüße, Stephan
Ole
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Re: Beaujolais

Beitrag von Ole »

Jawoll! Richtig erinnert – und nach einigem Wühlen auch gefunden! Es ist der 2002er "Clos du Grand Carquelin"!
Ole
Burzuko
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Re: Beaujolais

Beitrag von Burzuko »

Jawoll! Richtig erinnert – und nach einigem Wühlen auch gefunden! Es ist der 2002er "Clos du Grand Carquelin"!
Ole
Dann wäre das ja der gleiche wie der, den ich in Lübeck gefunden habe... könnte mir vorstellen dass deine Flasche jedoch eine bessere Lagerung gesehen hat!
Also wird das nix mit den 3 verschiedenen Lagenweinen?! Was machen wir nun? Bei einem namhaften Online-Händler habe ich auch noch einen 2005er "Clos de Rochegres" entdeckt, zwar wesentlich teurer aber bestimmt auch nicht uninteressant.
Einen guten Beaujo in D zu finden ist schon nicht einfach (auch wenn sich da deutlich was getan hat!) aber dann auch noch einen guten gereiften, das wird schwierig.

Gruß
George
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octopussy
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Re: Beaujolais

Beitrag von octopussy »

Ole hat geschrieben:Jawoll! Richtig erinnert – und nach einigem Wühlen auch gefunden! Es ist der 2002er "Clos du Grand Carquelin"!
Ole
Super. Ich werde mal den 2002er Clos du Rochegrès zum Vergleich besorgen. Ich hätte auch noch einen 2003er (leider keinen 2002er) Moulin-à-Vent "Rochegrès" von Chermette. Den gibt es jetzt nicht mehr als Einzellage, sondern nur noch in der Cuvée "Trois Roches".
Beste Grüße, Stephan
Ole
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Re: Beaujolais

Beitrag von Ole »

"Les Trois Roches" hab ich noch in der 2006er Version, ansonsten müßte aus MàV noch die ein oder andere Flasche aus 2005 da sein – und mit etwas Glück ein 2003er von Janin. Das könnte – wenn wir zusammenschmeißen – eine interessante Session werden!
Ole
Ole
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Re: Beaujolais

Beitrag von Ole »

Stephan schrieb: "laut Website von Louis Jadot/Château des Jacques gibt es einen Champ de Cour: http://www.chateau-des-jacques.fr/en/wi ... 009-11.php. Wenn der 2011er rauskommt, werde ich versuchen, ein paar Flaschen einzulagern, damit wir in 5-6 Jahren 2011 Champ de Cour von Jadot/Ch. Moulin-à-Vent und Rottiers nebeneinander probieren können."

Ja, die Website! Aber die Wirklichkeit? Erfahre gerade vom Ch. des Jaques, daß es ab 2010 keinen "Champ de Cour" mehr gibt!
Ole
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octopussy
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Re: Beaujolais

Beitrag von octopussy »

Heute mittag habe ich kurz bei einem kleinen Pläuschen bei Norbert Müller ein paar Weine probiert, u.a. den Domaine de Vissoux 2012 Beaujolais "Coeur de Vendanges". Für einen Beaujolais "Nicht-Cru" ist er mit 11 Euro sogar im oberen Preissegment, aber wo bekommt man einen Wein aus über 100 Jahre alten Reben für den Preis? Und dann noch so einen guten? Der Wein war schon drei Tage offen und einfach sooo gut, da fiel mir sogar das Spucken schwer.

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Zum Abendessen gab es dann heute einen Hubert Lapierre 2011 Chénas Cuvée Vielles Vignes. Der Cru Chénas kriegt im Vergleich zu Brouilly/Côte de Brouilly, Fleurie, Morgon und Moulin-à-Vent meist etwas weniger Öffentlichkeit, was daran liegen mag, dass er klein ist (ca. 280 ha). Der Wein kostet ab Hof 6,80 Euro, und ich bin mir nicht sicher, ob ich zu dem Preis jemals einen besseren Wein getrunken habe. Da ist so viel Substanz, so viel Klarheit im Glas. Als Beaujolais Fan bin ich für so einen Wein natürlich besonders zu begeistern, andere werden meine Begeisterung nicht teilen. Aber ernsthaft: dieser Wein ist wirklich unglaublich gut und würde mich auch zum dreifachen Preis nicht enttäuschen.

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Beste Grüße, Stephan
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octopussy
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Re: Beaujolais

Beitrag von octopussy »

Hallo zusammen,

gestern zu einem Wildschweinragout getrunken: 2010 Moulin-à-Vent "Les Trois Roches" von Chermette/Vissoux. Die 2010er seien sehr verschlossen derzeit, liest man recht häufig. Das trifft auf diesen M-à-V grundsätzlich auch zu, äußerst sich hier aber nicht in harschem Tannin, beißender Säure oder einem unharmonischen Mundgefühl, sondern in einer unglaublich beeindruckenden Kompaktheit. Der Wein steht wie ein Granitblock im Glas und gibt nur stückweise ein bisschen Frucht frei, das ist einfach wunderbar. Zum Essen passte der Wein auch gut.

Zudem beeindruckend: wir haben den Wein nach einem 2005 Nuits St. Georges getrunken, der wirklich ausgezeichnet war. Ich hatte die Befürchtung, dass das "Trinken nach unten" zu enttäuschenden Ergebnissen führt. Aber obwohl meine Mittrinker und ich den Nuits St. Georges einen Tick besser fanden, ging der Moulin-à-Vent keineswegs unter, und zwar nicht nur bei mir, dem Beaujolais-Liebhaber, sondern auch bei meinen beiden Mittrinkern.

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Beste Grüße, Stephan
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