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Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 19:32
von Ollie
Schwabinger hat geschrieben:Sorry Leute, aber ich verstehe nicht, was daran schlimm ist, wenn ich mein neues Haus mit einem Weinkeller ausstatte und anfange gute Weine zu sammeln.
Und ich glaube, dass 10 Kisten Pingus eine bessere Wertanlage sind als Dax-Zertifikate (besonders aktuell), und ich werde mindestens die Hälfte auch selber trinken...
Naja, wie man's nimmt. Passen die 10 Kisten denn in dein neues Auto? Falls nein, ist es ziemlich sicher eine bessere Wertanlage als der Pingus, wenn du es ueber den selben Zeitraum unbenutzt in deiner neuen Garage stehen laesst.
So von Assetmanager zu Assetmanager:
Ollie
Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 19:58
von Moulis
War von mir überhaupt nicht als persönliche Kritik gemeint.
Einfach meine Einstellung dazu.
Vllt. verkaufe ich meine SQN irgendwann doch

Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 20:25
von weingeist
Hallo Michi!
Sehe ich auch so, wie die drei Herrschaften vor mir. Im Prinzip haben hier - zu Deinem Einstieg - nur ein paar Leute, die sich vielleicht mit der Thematik Wein schon etwas länger beschäftigen, Ihre Ideen oder ihre Gedanken dazu formuliert (manchmal etwas pointiert, aber durchaus auch ernst, so sind wir halt).
Immerhin haben wir alle schon in etwa die selben Erfahrungen gemacht. O. K. vielleicht nicht gerade mit Pingus (aber da darfst Du ja gerne - in vielen Jahren einmal - dann davon berichten

). Habe ich übrigens schon ganz am Anfang geschrieben, dass nichts dagegen spricht, dass auch Du ruhig diese (unsere) Erfahrungen machen darfst. Man lernt daraus, wirklich....
Wie Du im Endeffekt Dein Geld "verbrennst"

, ist und bleibt trotzdem absolut Dir selbst überlassen.
Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 21:06
von graves
Moulis hat geschrieben:
Ich habe zwar auch einige Weine, die potentiell mal im Wert steigen können.
Aber deswegen verkauft habe ich bisher nur vor einigen Jahren Lafite nach China.
Ich freu mich doch viel mehr, wenn ich einen Wein trinke, für den ich 25€ im Angebot mal bezahlt habe, und der jetzt 80€ kostet.
Wein, den ich "jung" einlagere, lagere ich gemeinhin ein
a) weil er in seiner Jugend noch in Originalgebinden und manchmal verschiedenen Größen verfügbar ist
b) weil ich später seine Provenienz kenne und insbesondere weiß, wie er gelagert wurde
c) weil er in bspw. 10 Jahren voraussichtlich teurer ist als heute
Punkt c), die potentielle Wertsteigerung, ist also sehr wohl für mich ein Thema. Nicht, weil ich ihn später wieder verkaufen möchte, sondern, weil ich lieber heute "günstig" als später "teuer" kaufe. Insofern finde ich die Grundüberlegung nicht abwegig. Hätte ich mehr Platz, würde auch ich mehr einlagern.
Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Mo 18. Jan 2016, 21:23
von graves
Gerald hat geschrieben:Exit-Möglichkeit: klar, aber das ist ja normalerweise nicht die Absicht zum Zeitpunkt des Kaufes, oder? Wenn jemand z.B. wegen einer plötzlichen Erkrankung sein Auto verkaufen muss, ist das ja auch etwas Anderes als wenn man das Auto nur mit der Absicht kauft, es 30 Jahre später mit Gewinn als Oldtimer zu verkaufen.
Das sehe ich nicht so. Fungibilität und Werterhalt (bzw. ein möglichst geringer Wertverlust) sind sehr wichtige Kaufkriterien, insbesondere bei größeren Anschaffungen wie Autos, Kunst oder selbstgenutzten Immobilien. Natürlich spielt Emotion eine zentrale Rolle, aber deshalb muss man andere Kriterien nicht über Bord werfen, denke ich.
Gerade bei den von Dir erwähnten Autos ist das m.E. ausgesprochen wichtig und keinesfalls unüblich. Die Wahl von Marke, Karosserieform, Verbrauch, Extras und Farbe wird bei rationalen Käufern sehr wohl von Überlegungen des möglichen Wiederverkaufswerts beeinflusst...
Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Di 19. Jan 2016, 07:18
von Schwabinger
Ollie hat geschrieben:Schwabinger hat geschrieben:Sorry Leute, aber ich verstehe nicht, was daran schlimm ist, wenn ich mein neues Haus mit einem Weinkeller ausstatte und anfange gute Weine zu sammeln.
Und ich glaube, dass 10 Kisten Pingus eine bessere Wertanlage sind als Dax-Zertifikate (besonders aktuell), und ich werde mindestens die Hälfte auch selber trinken...
Naja, wie man's nimmt. Passen die 10 Kisten denn in dein neues Auto? Falls nein, ist es ziemlich sicher eine bessere Wertanlage als der Pingus, wenn du es ueber den selben Zeitraum unbenutzt in deiner neuen Garage stehen laesst.
So von Assetmanager zu Assetmanager:
Ollie
Eben nicht... Was bist Du denn für ein Assetmanager. Ein neues Auto ist wohl die schlechteste Wertanlage

Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Di 19. Jan 2016, 07:29
von Schwabinger
Noch mal zur Sub-Frage - gibt es deutsche Winzer, bei denn man subskriptieren kann?
Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Di 19. Jan 2016, 09:06
von Moulis
janhenning hat geschrieben:Moulis hat geschrieben:
Ich habe zwar auch einige Weine, die potentiell mal im Wert steigen können.
Aber deswegen verkauft habe ich bisher nur vor einigen Jahren Lafite nach China.
Ich freu mich doch viel mehr, wenn ich einen Wein trinke, für den ich 25€ im Angebot mal bezahlt habe, und der jetzt 80€ kostet.
Wein, den ich "jung" einlagere, lagere ich gemeinhin ein
a) weil er in seiner Jugend noch in Originalgebinden und manchmal verschiedenen Größen verfügbar ist
b) weil ich später seine Provenienz kenne und insbesondere weiß, wie er gelagert wurde
c) weil er in bspw. 10 Jahren voraussichtlich teurer ist als heute
Punkt c), die potentielle Wertsteigerung, ist also sehr wohl für mich ein Thema. Nicht, weil ich ihn später wieder verkaufen möchte, sondern, weil ich lieber heute "günstig" als später "teuer" kaufe. Insofern finde ich die Grundüberlegung nicht abwegig. Hätte ich mehr Platz, würde auch ich mehr einlagern.
Naja.
Die meisten Weine haben keinen signifikanten Preisanstieg.
Man muss neben dem "brachliegendem" Kapital auch die Kosten der Einlagerung mitberechnen.
Ich habe selbst einen ausgesprochen gut gefüllten Weinkeller, mache mir aber nicht die Illusion, dass ich mal viele Flaschen gewinnbringend verkaufe, oder in 10 Jahren Unsummen bezahlen müsste um nachzukaufen.
Das trifft wie gesagt auf die wenigsten zu.
Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Di 19. Jan 2016, 09:29
von olifant
Schwabinger hat geschrieben:Sorry Leute, aber ich verstehe nicht, was daran schlimm ist, wenn ich mein neues Haus mit einem Weinkeller ausstatte und anfange gute Weine zu sammeln. ...
Gar nix schlimm ... nur triffst du hier im Forum auf diverse meinungsstarke Forumianer, die kein Problem damit haben dezidiert das zu sagen, was sie meinen, denken oder meinen zu denken

.
Dies ist zusammen mit der oft gegebenen Bereitschaft zur durchaus anregenden / fruchtbaren Diskussion in der jetzigen Zeit ziemlich oldschool und daher wohl zunächst auch gewöhnungsbedürftig

, zumal diese gerne auch in entweder ungeahnte Tiefen oder nie gekannte Metaebenen abtaucht.
Re: Neuer Weinkeller
Verfasst: Di 19. Jan 2016, 09:38
von olifant
janhenning hat geschrieben:... Gerade bei den von Dir erwähnten Autos ist das m.E. ausgesprochen wichtig und keinesfalls unüblich. Die Wahl von Marke, Karosserieform, Verbrauch, Extras und Farbe wird bei rationalen Käufern sehr wohl von Überlegungen des möglichen Wiederverkaufswerts beeinflusst...
Ich weis ja nun nicht, ob ich ein rationaler Autokäufer bin, aber aufgrund diverser Überlegungen kam ich irgendwann zu dem Schluss, dass für meine Zwecke Marke, Extras und Farbe eine extrem untergeordnete Rolle spielen, sondern Karosserieform, technischer Zustand und Zahl der gelaufenen Kilometer in Relation zum Verkaufspreis äusserst günstig sein sollten
Der Wiederverkaufswert spielt bei derartigen nachhaltig genutzten Karossen eine deutlich untergeordnete Rolle
