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Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:12
von Gerald
Hallo Harti,
Ganz generell empfinde ich eine solche Diskussion, die im Ergebnis die Ehrbarkeit eines Menschen massiv in Zweifel zieht, als sehr problematisch.
ich wüsste nicht, dass ich etwas geschrieben hätte, was die Ehrbarkeit des Winzers in Zweifel ziehen könnte - eigentlich ganz im Gegenteil. Was meinst du damit genau? :?

Grüße,
Gerald

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:25
von harti
Hallo Gerald,

lies Dir den Thread einfach mal durch ...

Grüße

Hartmut

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:27
von Einzelflaschenfreund
Danke, Hartmut.

Mal nur leicht überspitzt formuliert:
- Gerald sagt: Trauben dieser Art können nur dann an den Rebstöcken gewesen sein, wenn der Winzer einen Chemiecocktail sondergleichen im Weinberg ausgebracht hat.
- Michael sagt: In diesem Jahr können dort höchstens noch völlig vergammelte Trauben gewesen sein bzw. wahrscheinlich gar keine mehr, so dass es auch keinen Diebstahl gegeben haben dürfte.

Beides sind Mutmaßungen bzw. frei drehende Interpretationen, die den Winzer in einem reichlich schlechten Licht dastehen lassen.

Viele Grüße
Guido

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:28
von Gerald
Hallo Harti,

habe ich gemacht und verstehe nach wie vor nicht, was du meinst. Ich habe geschrieben, dass die Angaben meiner Ansicht nach plausibel sind und dass die Trauben vermutlich mit Botrytiziden behandelt wurden. Das ist legal und wird von vielen anderen Winzern auch gemacht - und ist für Weine dieses Stils und Lesetermin vermutlich gar nicht anders möglich. Also wo ist da etwas ehrenrührig? Bitte konkret ausführen, denn ich komme leider nicht selbst darauf ...

Grüße,
Gerald

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:35
von harti
Gerald hat geschrieben: durch einen kräftigen Griff in die Kiste mit den Botrytiziden natürlich ...
MichaelWagner hat geschrieben: Ich glaube ehrlich gesagt, dass es dieses Jahr mit keinem Mittel der Welt möglich war Trauben bis Ende Novemeber halbwegs durchzubringen....einfach zu warm und zu nass....zur Einschränkung muss ich sagen, dass ich nicht alle Mittel der Welt kenne...
MichaelWagner hat geschrieben: wieso Betrug? Er dachte die Trauben sind geklaut - ich denke jedoch sie sind weggefault - wollte nur helfen. Wer soll denn auch betrogen worden sein?

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:42
von Gerald
Hallo Harti,
harti hat geschrieben:
Gerald hat geschrieben: durch einen kräftigen Griff in die Kiste mit den Botrytiziden natürlich ...
wenn man diesen Satz beanstandet, dann gilt das eigentlich für jede Kritik am Einsatz von Pflanzenschutz im Weinbau hier im Forum. Wir wissen aber, dass ohne Pestizide in Mitteleuropa mehr oder weniger kein Weinbau möglich ist.

Dass hier nur Positives über Weingüter etc. geschrieben werden soll - so wie in den "heile-Winzerwelt"-Artikeln in manchen gedruckten Weinpublikationen - halte ich nicht zum Wesen eines Diskussionsforums passend. Konsequenterweise dürfte man dann auch nicht mehr schreiben, wenn ein Wein nicht geschmeckt hat etc. :?

Grüße,
Gerald

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:53
von Einzelflaschenfreund
Nee Gerald,
ein hinkender Vergleich hat mit Konsequenz nichts zu tun.
Würde jetzt jemand über diesen "Dezemberwein" schreiben und du oder sonstwer sich zu Wort melden und Bedenken geltend machen, wie man wohl solches Lesegut ohne Einsatz von Botrytiziden zustande brächte - ok, kann mann machen.
Hier ging es aber um einen Fall von großflächigem Traubendiebstahl mit beträchtlichem wirtschaftlichen Schaden für den Winzer; und das was du und Michael daraus machen, kommt wohl nicht nur bei mir in der Kombination an wie "Na ja, eigentlich können da gar keine lesefähigen Trauben mehr gewesen sein und falls doch, war das totgespritzt bis dort hinaus." Das finde ich dann schon grenzwertig.

Viele Grüße
Guido

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:54
von MichaelWagner
vielleicht kannst Du ja mal erläutern, was genau Du daran grenzwertig findest?

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:59
von Gerald
Hallo Guido,

es ging doch nur darum, ob die angegebenen Zahlen (1000 Flaschen aus 1000-1500 kg Trauben) plausibel sind. Meiner Ansicht nach ja, da es sich - wenn man die Angaben zum 2013er auf der Website des Weinguts ansieht - nicht um eine Beerenauslese oder ein anderes Hochprädikat handelt. Die Trauben müssen also ohne viel Botrytis gelesen worden sein.

Und auf Bernds Frage, wie man im Dezember botrytisfreie Trauben ernten kann, habe ich auf den Einsatz von Botrytiziden hingewiesen.

Was da grenzwertig sein soll (außer die vielleicht etwas saloppe Formulierung), ist mir nicht klar. Aber vielleicht lassen wir es einfach bei "let's agree to differ" ;)

Grüße,
Gerald

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag

Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 12:01
von Einzelflaschenfreund
Gerald hat geschrieben:Aber vielleicht lassen wir es einfach bei "let's agree to differ" ;)
Jupp. Gilt für mich dann auch in Richtung Michael.

Viele Grüße
Guido