Ridge ist auf dem Weg, melde mich nächste Woche.
Gruß, Michael
MichaelWagner hat geschrieben:Mensch Marko, da haben wir aber das mittlere Preissegment gleich mal aussen vor gelassen![]()
Hallo Michael,MichaelWagner hat geschrieben:Marko,
da ich für die Analyse nur einen Schluck brauche und den Rest gerne geniessen würde, bitte nix Gallo, Mondavi-Supermarktgedöne![]()
welcher ist Dein Lieblingschardonnay/Cabernet? Und wo bekomme ich den?
gruß, Michael
Ja diese Weine werden eher nicht gekauft, diese Weine werden aber auch nach Proben eher nicht gekauft, vielleicht 1-5 Kunden von 100 sind nach einer Probe begeistert von einem restsüßen Wein, der Rest schlicht nicht. Vielleicht sollte sich mancher hier auch von der gern kolportierten Mär verabschieden, dass die Leute aus ideologischen Gründen unbedingt trocken trinken wollen, ich denke es liegt an etwas anderem.Ich lebe in einer Stadt mit 240000 Einwohnern und der entsprechenden Anzahl von Weinhandlungen (7-8 sind es bestimmt, eher noch mehr). Komm mal hierher und versuche, einen guten restsüßen Riesling Kabinett zu erstehen! Einen findest du vielleicht, vielleicht in einem weiteren Laden noch einen zweiten, aber dann wird es schon arg eng! Die Sachen werden nicht angeboten, weil sie nicht gekauft werden!
Stimmt vollkommen. Restsüßer Wein hat eher das Problem, dass er teurer ist als Sprite und daher weniger zum Essen getrunken wird.Dass also ausgerechnet diese Trinkgewohnheiten tradiert sind und von jedem neuen Weintrinker erlernt werden, ist ein historischer Zufall, aber nicht Ausdruck eine universellen Wahrheit, trockener Wein wuerde zum Essen passen als restsuesser.
Am Ende bleibt das alles sehr indiviudell. Ich mag keinen Zucker an der Salatsauce, trinke aber öfter mal in der Kombination mit Speisen etwas Restsüßes, wobei restsüß dann auch nicht gleich restsüß ist. Hier gibt es ja die verschiedensten Grade von Süße und vor allem auch Reife. Eine Rheingauer Spätlese aus den 70ern mutet oft kaum noch süß an, und auch ein 15 Jahre alter Kabi von J.J. Prüm oder Grünhaus zeigt unter Umständen keinen wirklich süßen Charakter.Anders gesagt: wer gerne seine Salatmarinade mit Zucker "verbessert", der wird vielleicht auch eher restsüße Weine zum Essen trinken als jemand, der eine klarere Trennung zwischen salzigen und süßen Speisen bevorzugt.
Genau. Ich denke, man sollte bei restsüß differenzieren. Meiner rein subjektiven Beobachtung nach kommen bei den "Normalo-Gaumen" halbtrockene und feinherbe Weine (ich rede vor allem von Riesling) besonders gut an, so im RZ-Bereich zwischen ca. 10-20g. "Richtig" trockene Exemplare sind vielen zu "sauer" oder zu anstrengend, und wenn trocken, dann aber mit 8 oder 9g RZ und richtig opuleneter, reifer Frucht. Die "echten" restsüßen Weine mit sagen wir >30g RZ empfinden viele wiederum als zu süß. Von daher tendiert man zur "goldenen Mitte".Bernd Schulz hat geschrieben:, wobei restsüß dann auch nicht gleich restsüß ist. Hier gibt es ja die verschiedensten Grade von Süße und vor allem auch Reife.
mit dieser Erklärung kann ich mich eigentlich nicht ganz anfreunden. Denn sonst würden ja die Leute in Italien, Frankreich, Spanien etc. an der Bar (also nicht zu einem Essen) einen halbtrockenen Wein bestellen. Ist aber meines Wissens völlig ungebräuchlich.Gute halbtrockene Weine wirken mit ihrer Süße-Säure-Balance auf viele Leute besonders harmonisch und geschmeidig.