Michael,
koenntest du wohl bitte die Zahlen vollstaendig dokumentieren, die du fuer deine Rechung benutzt hast? Sonst muss ich in die Artikel gehen (welche ueberhaupt?) und solange die Zahlen suchen, bis ich dein Ergebnis nachbasteln kann. Das ist etwas muehsam.
Kurzer Rechenweg: Da der LkW-Transport von Hamburg (Rotterdam) nach Trier genausoviel Sprit verbraucht wie der von Trier nach Hamburg (Rotterdam), geben sich Mosel und Colchagua auf dem Landweg zwischen HH und Trier nicht viel, solange nur die Linie Trier und noerdlich davon bedient wird. (Die Bayern sind also am Klimawandel schuld.)
Durch den Seeweg kommt natuerlich immer noch etwas
dazu. Selbst wenn eine Emma Maersk 150 Millionen Liter auf einmal rueberwuchtete - weniger CO2 wird es im Vergleich zum lokalen Wein nie, dazu muesste die Tante Emma schon segeln (und aus Holz gebaut sein).
Aber: Im Gegensatz zu dir koennen chilenische Erzeuger einen Wald aufforsten, um auf eine neutrale
Gesamtbilanz zu kommen, und das tun sie auch. Waere interessant zu wissen, ob Torres et al. ihre Distrubutionskosten in CO2 fuer ihre jeweiligen lokalen Maerkte mitrechnen. Jemand mit Pressehintergrund koennte ja mal bei der PR-Abteilung von Torres nachfragen.
Da es in Ueberseeanbaugebieten oft ein trockeneres Klima als hier hat, kann auch die Ausbringung z.B. von Fungiziden (Kupfer!) verzichtet werden, was den CO2-Verbrauch bei der Erzeugung senkt. Zumal es manche Krankheiten bzw. Schaedlinge in Uebersee gar nicht gibt, also auch nicht bekaempft werden muessen. Ergo haben sie einen Wettbewerbsvorteil in Sachen Bioanbau.
Den einzigen Vorteil, den du dann noch als lokaler Winzer mit lokalem Markt hast, ist der, dass deine suessen Moselweine weniger CO2 erzeugen, weil du die Gaerung abstoppst.
Cheers,
Ollie
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.
Parfois, quand c'est trop minéral, on s'emmerde.
"Souvent, l'élégance, c'est le refuge des faibles." (Florence Cathiard)