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Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Di 8. Dez 2020, 19:57
von pitts
pitts hat geschrieben:Welche Weine aus 2016 könnt ihr aktuell noch zum Nachkaufen empfehlen?
Habt ihr noch Tipps zu 2016er Weinen für mich?
Bisher habe ich:
3x Leoville Barton
6x Belgrave (blind auf einen sehr enthusiastischen Post von Markus Hofschuster gekauft)
12x falsch, 11x Moulin Haut Laroque
12x Capbern
Eine 12er Lanessan oder Senejac steht noch auf der Liste. Über Sociando habe ich nachgedacht, mir fehlt aber irgendwie die emotionale Bindung zum Weingut. Eigentlich würde ich gern noch Leo B nachkaufen aber der ist ja mit +/-120 EUR recht teuer geworden, wenn man ihn denn überhaupt noch bekommt. Macht es Sinn auf 2014 auszuweichen?
Was gibts sonst aus 2016, was man sich nicht entgehen lassen sollte?
Viele Grüße
Jonas
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Di 8. Dez 2020, 20:40
von pessac-léognan
pitts hat geschrieben:pitts hat geschrieben:Welche Weine aus 2016 könnt ihr aktuell noch zum Nachkaufen empfehlen?
Habt ihr noch Tipps zu 2016er Weinen für mich?
Bisher habe ich:
3x Leoville Barton
6x Belgrave (blind auf einen sehr enthusiastischen Post von Markus Hofschuster gekauft)
12x falsch, 11x Moulin Haut Laroque
12x Capbern
Eine 12er Lanessan oder Senejac steht noch auf der Liste. Über Sociando habe ich nachgedacht, mir fehlt aber irgendwie die emotionale Bindung zum Weingut. Eigentlich würde ich gern noch Leo B nachkaufen aber der ist ja mit +/-120 EUR recht teuer geworden, wenn man ihn denn überhaupt noch bekommt. Macht es Sinn auf 2014 auszuweichen?
Was gibts sonst aus 2016, was man sich nicht entgehen lassen sollte?
Viele Grüße
Jonas
Meyney 2016 ist wohl für die Qualität fast ein Schnäppchen, um die 35€
Léoville Poyferré bekommt man für deutlich unter 100€, anders, aber gewiss nicht schlechter als LB
Im Moment bekommt man bei Vinum in der Schweiz Figeac aus der Topliga für etwa 155€ (165 CHF)!
Gruß
Jean
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Di 8. Dez 2020, 21:55
von Michael24
pessac-léognan hat geschrieben:
Meyney 2016 ist wohl für die Qualität fast ein Schnäppchen, um die 35€
Léoville Poyferré bekommt man für deutlich unter 100€, anders, aber gewiss nicht schlechter als LB
Im Moment bekommt man bei Vinum in der Schweiz Figeac aus der Topliga für etwa 155€ (165 CHF)!
Gruß
Jean
Bei Meyney bin ich voll bei dir. Der 16er ist richtig gut. Btw, letzte Woche hatte ich den 09er offen, das war die beste 09er Flasche bisher, erste Trinkreife erreicht. Den 2014er verstehe ich noch nicht so ganz obwohl ich davon den meisten Meyney im Keller habe....
LP und LB sind 2 völlig verschiedene Weine. Kurz gesagt zur Frühphase der 16er ist der Poyferre modern, fruchtig und vanillig getoastet auf hohem Niveau und der Barton kühl, elegant und aristokratisch (klingt blöd aber wenn man solche Weine trinkt weiß man was gemeint ist)
Mittlerweile bin ich ein großer Fan von Branaire du Cru, gerade vom 16er halte ich sehr viel. Neben dem Meyney sehr zu empfehlen.
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Mi 9. Dez 2020, 20:03
von manubi
24er OHK (1/2) ist heute angekommen und wurde eingelagert. Eine musste aber dran glauben:
Ist (noch) mit Genuss trinkbar, aber ich glaube, er ist auf dem Weg in den Winterschlaf. Hat gute Anlagen und wird in (hoffentlich) nicht allzu ferner Zukunft noch viel Freude machen.
Gruß
Manfred
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Mi 9. Dez 2020, 21:27
von graves
pitts hat geschrieben:pitts hat geschrieben:Welche Weine aus 2016 könnt ihr aktuell noch zum Nachkaufen empfehlen?
Habt ihr noch Tipps zu 2016er Weinen für mich?
Bisher habe ich:
3x Leoville Barton
6x Belgrave (blind auf einen sehr enthusiastischen Post von Markus Hofschuster gekauft)
12x falsch, 11x Moulin Haut Laroque
12x Capbern
...
Was gibts sonst aus 2016, was man sich nicht entgehen lassen sollte?
Hallo Jonas,
ein paar Gedanken dazu:
Welche Weine in 2016?
- LB sehr spannend, leider auch teuer, hast Du zudem schon
- LP nicht wirklich günstiger aber andere Stilistik und reift anders, gute Ergänzung
- Batailley definitiv interessant und gnadenlos gut, für mich ein "Muss"
- Giscours ebenfalls sehr charmant, würde ich opportunistisch zugreifen
- Phelan Segur wächst über sich und Meyney hinaus, sehr beeindruckend
Der Jahrgang 2016
Für mich ist 2016 ein Jahrgang, in dem sich viele Weingüter sehr anders präsentiert haben, als ich ihre Weine aus älteren - teilw. auch neueren - Jahrgängen kenne. Daher finde ich es etwas schwieriger als sonst, ein bestimmtes Chateau zu empfehlen, versucht man doch immer unweigerlich, das Getrunkene in Kontext zu setzen und auch in diesem Kontext zu wiegen. Ob das am Jahrgang liegt, eine Mode ist oder eine Kombination aus beidem mögen andere beurteilen, die sich besser auskennen.
Warum nicht 2019 und etwas älteres?
Die oben genannten Weine sind meist eher besondere Weine zu sehr sportlichen Preisen. Mit anderen habe ich mich in 2016 weniger beschäftigt. Ich wüsste dennoch nicht, ob ich angesichts des PLV von 2019 in 2016 wirklich groß nachkaufen würde. Wenn man etwas Reifes möchte, bringen zusätzliche 3 Jahre nicht viel, zumal 2016 m.E. eher langsamer reifen wird. Warum dann nicht statt weiterer Flaschen aus 2016 lieber 2019 und zusätzlich etwas älteres bspw. aus 2010 oder 2005 einlagern?
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Do 10. Dez 2020, 18:03
von pitts
graves hat geschrieben:Die oben genannten Weine sind meist eher besondere Weine zu sehr sportlichen Preisen.
Was meinst Du damit? Ich dachte, ich hätte schon die "günstigen" Weine mit den guten Preis-Leistungs-Verhältnissen ausgesucht...
graves hat geschrieben:
Warum nicht 2019 und etwas älteres?
Gegen 2019 sprechen aus meiner Sicht zwei Dinge:
1) Die Unsicherheit über die Qualität. Zu 2016 gibt es mittlerweile die ziemlich einstimmige Einschätzung, dass es sich um einen sehr guten Jahrgang handelt und auch alles, was ich bisher probiert habe, war gut. Zu 2019 gibt es bisher nur eine Einschätzung durch das Marketing (Händler, Verkoster und Weingüter) und die halte ich für nicht zuverlässig genug, als dass ich mich allein darauf verlassen möchte. Wobei ich natürlich keine Totalausfälle erwarte.
2) Wenn ich schon viel Geld für Wein ausgebe, den ich dann nicht trinken kann, weil er zu jung ist, dann soll er wenigstens im Keller liegen. Sonst fehlt mir ja jedes Glücksgefühl beim Geldausgeben.
graves hat geschrieben:
Warum dann nicht statt weiterer Flaschen aus 2016 lieber 2019 und zusätzlich etwas älteres bspw. aus 2010 oder 2005 einlagern?
Wo gibts denn ältere Jahrgänge, besonders diese, zu akzeptablen Preisen nachzukaufen?
Viele Grüße
Jonas
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Do 10. Dez 2020, 20:07
von Jochen R.
Hallo Jonas,
du kannst aus 2016 deine persönlichen Favoriten kistenweise ohne
Bedenken kaufen! Es sei denn du bist 70 Jahre alt und kaufst z. B.
Las Cases oder Pichon Comtesse
Gute Tipps gab´s zuhauf, ich würde zu den teilweise genannten als
"Musts" noch Du Tertre und v. a. Gruaud Larose in den Ring werfen.
Wenn jetzt jemand z. B. "Clos Louie ... Hurraaa !!" schreit, wird das
wohl auch seine Berechtigung haben, mein Geschmack wär´s halt nicht.
Viele Grüße,
Jochen
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Do 10. Dez 2020, 20:34
von Sauternes
Ich schreie jetzt nicht Hurra

, weil den Clos Louie 2016 wirste wohl nicht mehr bekommen

.
Ansonsten muss man halt kucken was es noch gibt und zu welchen Preis, da muss man sich dann entscheiden, jedenfalls macht man mit diesem Jahrgang nichts falsch.
Ein Tip für günstig Geld, Chateau Pontac Monplaisir, im Bereich um 20€ ein schöner kleiner Wein.
Gruß Heiko
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Do 10. Dez 2020, 20:55
von Jochen R.
Heiko,
war nur ein Beispiel, das mit spontan in den Sinn kam. Hätte auch z. B.
Lafon La Tuilerie o. ä. nehmen können. Schätze im Kern sind wir uns
einig.
Viele Grüße,
Jochen
Re: Bordeaux 2016
Verfasst: Do 10. Dez 2020, 22:14
von Sauternes
Na klar Jochen

.
Bei der Comtesse muss ich aber mal nachfragen, muss die jetzt echt für mindestens 10 Jahre schlafen? also von jetzt gesehen.
Gruß Heiko