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Re: Martin Müllen
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 20:29
von EThC
...jetzt hab ich mal nachgesehen, was ich zum einen vom "Paradies" im Keller habe und die Lage mal genauer virtuell inspiziert. Sie ist immerhin gut 180 ha groß und befindet sich zum größten Teil nordwestlich des Kröver Moselbogens; sie ist in diesem Bereich weitgehend flach und es dürften daraus im Wesentlichen einfacher gestrickte Rieslinge entstehen. Zu der Lage gehört aber seit 1971 auch ein kleiner Teil von etwa 3 ha (nur etwa 1,5 ha bestockt), der vermutlich die historische Lage „Hähl“ darstellt und sich auf der anderen, östlichen Moselseite befindet. Hier gibt’s in lockerer Folge einige kleine Parzellen, zwischen denen es immer wieder waldig ist. Und die sind richtig steil! Die Massenweinproduzenten hatten wohl keine Lust mehr, sich hier abzumühen, so fielen diese Rebflächen entweder brach oder in die Hände von solch Weinverrückten wie Martin Müllen, der hier einige Flurstücke bewirtschaftet, neben denen mit den Namen „Abbi“ und „Deare“ mindestens noch eine mit dem Namen „Fallay“, vermutlich noch weitere. Diese Parzellenselektionen gibt’s nicht in jedem Jahr, das wird wohl immer situativ entschieden. Und wenn man sich mal das Luftbild der Lage z.B. auf
weinlagen.org ansieht, braucht man nicht lange, um zu erkennen, daß es zwischen den beiden Moselseiten der Lagen quasi keine Gemeinsamkeiten geben kann, weshalb es aus meiner Sicht auch unverständlich ist, warum die beiden Bereiche ernsthaft unter einem Namen geführt werden...
2023er Riesling - Kröver Paradies
[„Hähl“] - Fallay - trocken - Spätlese* - Pw

Re: Martin Müllen
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 21:22
von Bernd Schulz
EThC hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 20:29
Zu der Lage gehört aber seit 1971 auch ein kleiner Teil von etwa 3 ha (nur etwa 1,5 ha bestockt), der vermutlich die historische Lage „Hähl“ darstellt und sich auf der anderen, östlichen Moselseite befindet. Hier gibt’s in lockerer Folge einige kleine Parzellen, zwischen denen es immer wieder waldig ist. Und die sind richtig steil!
Genauso verhält es sich. Martin Müllen sagt(e) selber, dass seine Paradies-Parzellen in einem Bereich liegen, der früher "die Hähl" genannt wurde. Und diese Parzellen sind wohl nicht nur richtig steil, sondern im Sommer auch richtig heiß, weshalb man dann zu bestimmten Tageszeiten gar nicht in ihnen arbeiten kann.
EThC hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 20:29
Und wenn man sich mal das Luftbild der Lage z.B. auf weinlagen.org ansieht, braucht man nicht lange, um zu erkennen, daß es zwischen den beiden Moselseiten der Lagen quasi keine Gemeinsamkeiten geben kann, weshalb es aus meiner Sicht auch unverständlich ist, warum die beiden Bereiche ernsthaft unter einem Namen geführt werden...
Ich war ja schon oft genug vor Ort und brauche daher gar kein Luftbild - mir war auch so klar, dass es zwischen dem "Paradies" auf der Kröver Seite und dem "Paradies" ("Hähl") am anderen Moselufer überhaupt keine Gemeinsamkeiten gibt. Und ich verstehe ebenso nicht, warum man solch komplett unterschiedliche Anbauflächen unter einem Lagennamen zusammenfasst. Weiß der Teufel, was man sich 1971 dabei gedacht hat - oder vielleicht weiß es auch Martin Müllen, den ich glatt mal danach fragen werde, wenn ich mich wieder mit ihm unterhalte.
Vielen Dank noch für die Notiz zur 23er "Fallay"-Spätlese trocken! Das ist wohl ein Wein, der sicher auch mir gefallen würde...
Herzliche Grüße
Bernd
Re: Martin Müllen
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 21:30
von EThC
Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 21:22
Das ist wohl ein Wein, der sicher auch mir gefallen würde...
...relativ wahrscheinlich


Re: Martin Müllen
Verfasst: Do 12. Feb 2026, 22:37
von TroisLacs
EThC hat geschrieben: ↑Do 12. Feb 2026, 20:29
2023er Riesling - Kröver Paradies
[„Hähl“] - Fallay - trocken - Spätlese* - Pw]
Der ist auf meiner to-buy-Liste wenn ich vor Ort bin. Danke für die Notiz, jetzt will ich den auf jeden Fall.