Brunello di Montalcino

TroisLacs
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von TroisLacs »

Ollie hat geschrieben: Mo 9. Feb 2026, 15:40 Stellt sich die Frage, ob deine Partnerin ähnliche Empfindungen bei reinem Merlot oder bei Spätburgunder hat. Ersterer ist Grenache-ähnlicher, zweiterer eher "sangiovesque", so wie Tempranillo etwa - aber Spanier gehen?! (Oder sind das Garnachas..?)
Ich finde das auch spannend, allerdings glaube ich nicht, dass ich oder wir eine Antwort finden (müssen). Denn es wird nicht einfacher ... ;-)
Grenache geht immer (ausser die wirklich billigen und süssen Varianten), Pinot Noir geht eigentlich nie, Tempranillo wiederum geht immer (teils verschnitten auch mit Merlot und Cabernet Sauvignon)...
Folgt es einer Logik? Wohl nicht, aber muss es eigentlich auch nicht.
Gruss, Sascha

„Riesling geht immer“!
Ollie
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Ollie »

Nein, müssen muss nix, ich find's nur interessant, wie die Wahrnehmung so gehen können. Da ich selber solche Assoziationen bei keiner Rebsorte habe, versuche ich nur zu verstehen, woran es liegen könnte.

Cheers,
Ollie
Yeah, well, you know, that’s just like, uh, your opinion, man.

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Hasi
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Hasi »

CAMPOGIOVANNI Brunello di Montalcino 2009

WUMMS! Was für eine wunderschöne Flasche Sangiovese aus Montalcino. Da haben wir vermutlich den absoluten Höhepunkt dieses Weins erwischt - ganz grandios!
Und es zeigt auch, dass ein internationaler Konzern, hier eben die „Gruppo Allianz” im Weinbau nicht nur erfolgreich sein, sondern auch geerdet bleiben kann, wenn sie die richtigen Leute an den wichtigsten Hebeln selbständig arbeiten lässt, und nicht unbedingt etwas „Neues” erfinden will & muss! In Montalcino ist man nun schon seit 42 Jahren mit diesem Konzept erfolgreich, wie auch im Chianti Classico und zuletzt in Bolgheri („BellAja”).
Wir bekommen hier mit dem 2009-er alles abgeliefert was einen exzellenten Brunello ausmacht. Der Wein ist ein seidenweicher Schmeichler und ich hätte gerne mehr davon im Keller, das ist aber leider die vorletzte Flasche des sträflichst unterschätzten (bzw unterbewerteten) Jahrgangs!

Ciao

Hasi
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TroisLacs
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von TroisLacs »

bordeauxlover hat geschrieben: So 8. Feb 2026, 21:32 Die erste könnte ich mir vielleicht zum Geburtstag in knapp 3 Wochen gönnen.

Schöne Grüße
Armin
Hallo Armin
hast du den Wein schon probiert?

Fattoria La Magia BdM, 2018

Den hatte ich am Freitag noch im Glas.
Vielleicht habe ich unbewusst im Hinterkopf mit dem oben erwähnten Amore & Magia der Podere le Ripi verglichen, was sicher nicht ganz fair ist. Den La Magia fand ich ganz okay, angenehm in der Nase, etwas Reifenoten. Trinkt sich auch gut, aber eher leicht und kaum spannend. 16/20 Punkten.
Sicher, der Wein ist noch kaum 8 Jahre alt, da kann ich mir mit den verbleibenden Flaschen noch etwas Zeit lassen. Aber der Unterschied zum Amore & Magia ist schon riesig.
Gruss, Sascha

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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Nora »

Danke Sascha für die Notiz!

Auch der 16er La Magia BdM ist deutlich besser als der 18er. Ich hatte beide Jahrgänge im Glas.

VG Nora
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von TroisLacs »

Dann schieben wir es auf den Jahrgang, Nora ;)
Gruss, Sascha

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Hasi
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Hasi »

Brunello di Montalcino VAL DI SUGA 2007
Rumms!
Der eigentlich damals als „Allerweltsbrunello” bekannte Annata aus dem Jubeljahr 2007 (ein Blend von allen Rebanlagen des Wienguts nördlich der Stadt) ist eine sehr große Überraschung! Keinerlei Alterstöne und mit voller Wucht und Frucht im Glas hat er sich enorm entwickelt und vom damals eben „einfachen Annata” zu einem wirklich respektablen Vertreter seiner Bruderschaft entwickelt! Solche Weinwunder machen natürlich riesengroße Freude! Ich habe diese Flaschen damals ab Hof um 23.-€ eingekauft und würde behaupten, dass man ihn heute ohne schlechtes Gewissen neben große Gewächse seiner Nachbarschaft, wie einer Altesino Riserva, oder auch einem Baricci vom Montosoli und den besten Brunellos der unmittlbaren Nachbarn wie Canalicchio Di Sopra, Capanna und Le Chiuse stellen kann, ohne dass der reife Sangiovese abstinken würde! Ich habe auch eine Kiste vom 2010-er aus der Einzellage „Vigna Spuntali” (im südlichsten Westen der Anbauzone), den kann ich sehr empfehlen, 3 Flaschen davon gingen bereits in unsere Kehlen!

Ciao
Hasi
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Hasi »

Brunello di Montalcino Pian delle Querci Riserva 2008

das ist jetzt nochmals ein wirklich gelungener 2008-er, diesmal vom unbekannten Oldschool-Weingut im nördlichsten Norden der Anbauzone und mittlerweile bin ich mir mehr als sicher, dass der Jahrgang völlig unterschätzt war/ist, oder sich eben spät in den Flaschen entwickeln konnte. Ausgebaut für 36 Monate in 50hl-Botti aus slawonischer Eiche. Wir waren vor 8 Jahren das letzte Mal auf diesem urigen Weingut. Das Traubenmaterial stammt zur Gänze aus 8,5ha Rebanlagen die unmittelbar rund um die Kellerei liegen.
Stabiler, und ausdrucksstarker Sangiovese. Noch keinerlei Alterstöne, sehr viel reifes Obst und Beeren, ein wenig Tabak und Zimt, Pfeffer und sehr dunkle Schokolade. Auch heute am 2. Tag (ohne gekühlt worden zu sein) fast unverändert.
Würde ich sofort nachkaufen wenn ich könnte, aktuell nur mehr 1 Flasche im Keller.

Ciao
Hasi
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Rotundweiss
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Rotundweiss »

Moin zusammen,

eigentlich hatte ich nicht vorgesehen, in den nächsten Jahren meine Brunello-Bestände weiter auszubauen.
Zu oft waren die jüngsten Begegnungen ein nur überschaubarer Mehrwert gegenüber den hauseigenen Rosso-Pendants.

Der gestern zum Coq au Vin getrunkene Ciacci Piccolomini d´Aragona 2016er Anata jedoch könnte mein weiteres Interesse
an Brunello wieder entfachen. Es hat alles gepasst: Zur Zeit auf dem Punkt (hält aber bestimmt noch 10 Jährchen), blasseres
Rubinrot, sehr ausgewogenes Süße-Säure-Spiel, vornehmlich Kirsche als Frucht wahrnehmbar, mittellang bis lang,
trotz der beachtlichen 15% Alk null alkoholisch wirkend. Bei der nächsten Flasche werde ich den Wein gegen einen
Tondonia oder Bosconia von Lopez de Heredia stellen. In der gestrigen Wahrnehmung geht es, was das Aromenspektrum
anbelangt, in eine ähnliche Richtung.

Übrigens: Ein vor 2 Jahren aus selbem Haus getrunkener Lagen-Brunello Pianrosso 2015 konnte nicht annähernd das zeigen,
was gestern aus der Anata-Flasche kam. Vermutlich braucht es hier noch ein paar Jährchen mehr Geduld !?

...schönen Sonntag,
Georg
Nora
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Re: Brunello di Montalcino

Beitrag von Nora »

Das finde ich jetzt hochinteressant, Georg. Auf einen Vergleich dieses Brunellos von Ciacci Piccolomini mit dem Tondonia wäre ich jetzt nie gekommen. Für mich sind das zwei grundverschiedene (Wein-)Welten.

Ich bin gespannt auf deinen Bericht.

VG Nora
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