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Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 17:50
von octopussy
weinfex hat geschrieben: Zum anderen darf man über vieles sprechen, aber manchmal besser nicht öffentlich schreiben... ;)
Hallo weinfex,

gleiches sollte dann finde ich auch für die Andeutungen gelten, die zu den Nachfragen führen. Wer bellt, muss auch beißen.

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 17:56
von Weinzelmännchen
octopussy hat geschrieben:Wer bellt, muss auch beißen.
Aber: Jedes Schrift'l ist ein Gift'l!
(österreichischer Notarenspruch)

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 18:13
von Bottlebinder
Green hat geschrieben:
Bottlebinder hat geschrieben: Wenn ich das als Laie richtig deute, war doch das Problem der Finanzkrise nur eines der Anleger aufgrund fehlender Gegenwerte der Anlagen. Das verzockte Geld wurde aber Heller für Heller irgendwo an anderer Stelle an Private verteilt...
Leider nein, das Geld ist weg. Zwar hat der Hausverkäufer in den USA u.U. einen schönen Schnitt gemacht, allerdings auf Kosten der Bank die die Hypothek an den Käufer gegeben hat, die dann nicht mehr bedient werden konnte, ohne dass der Bank zufallende Haus dann noch einen adäquaten Gegenwert darstellte. Im Brennglas sieht man das an den Isländischen (Ex-) banken. Dann haftet erst einmal die Bank, dann die Einleger und u.U. letztlich die Gemeinschaft (wenn die Einlagen gemeinschaftlich gesichert sind).
Das Geld kann nur weg sein, wenn man es verbrennt. Ich meine, dass solange die Banken fette Gewinne erzielt hatten über Prämien und Boni oder Dividenden das Geld an Privat verteilt und dadurch dem direkten Wirtschaftskreislauf entzogen wurde, für den es eigentlich gedacht war, ohne einen gleichwertigen Gegenwert zurückzulassen. Die Aktienkurse der vermeintlichen Superplayer feierten Höchstkurse. Außerdem verbrieften die Banken nochmal zunehmend wertlose Forderungsportfolios und machten weitere Gewinne (nicht alle, aber die cleversten) und verkauften das von Dir beschriebene Risiko und die Verluste, solange alle daran glaubten. Dadurch wuchs die Blase inflationär schnell. Letztlich wurde dabei das Geld der Aktionäre und Anleger umgelagert nach Privat (von vielen auf weniger Personen), blieb jedenfalls irgendwo hängen und löste sich nicht im Nirvana auf.

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 18:17
von Green
innauen hat geschrieben:@Tilo und Green. D'accord. Deswegen würde ich auch nicht spekulieren. Aber wer sagt, dass sich alle Marktteilnehmer rational verhalten. Was mE auch für eine Spekulation spricht ist, dass sich quasi nur die Subspreise erhöhen. Wenn die Nachfrage in Gänze ansteigen würde, müssten ja auch alle alten Weine teurer werden. Werden sie aber bis auf Lafite und Co nicht.
Natürlich verhalten sie sich nicht rational, sie verhalten sich wie Schaafe und Schaafe werden geschlachtet...
(Der ist natürlich nicht von mir...)

Du hast aber einen Punkt... Nun wie komme ich da raus? Ein Weinfond hat das Problem der Transaktionskosten, die er niedrig halten muß und sich Weine am Sekundärmarkt zusammenzustoppeln ist sehr teuer (bezogen auf die Transaktionskosten)bzw. fast nicht möglich wenn es um sehr große Mengen geht , also muss sich der Fond auf die Subse stürzen, weil hier die Transaktionskosten am niedrigsten sind (deswegen subse ich meine pillepalle Bdx für im Schnitt 13,-- (s.o.) auch). Puh, - ich denke ich bin nochmal rausgekommen und beim nochmaligen Durchlesen finde ich diese Blase stützende Argumentation richtig gut.

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 18:22
von Green
Bottlebinder hat geschrieben: Das Geld kann nur weg sein, wenn man es verbrennt. Ich meine, dass solange die Banken fette Gewinne erzielt hatten ....
Also das sehen die Isländer, die Iren, die Anteilseigner von Lehmann und viele Steuerzahler (mich eingeschlossen) anders...
Aber das ist vermutlich nicht das Forum dafür, also zurück zum Bdx...

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 18:40
von Frankie Wilberforce
Hallo zusammen,

als Anlage und/oder Spekulationsobjekt eignen sich große Weine aus BDX, Burgund und anderswo sehr gut. Der erste mir, durch einen Beitrag in N-tv, bekannt gewordene Weinfonds (der schwerpunktmäßig in edle Weine investiert) exisitert seit 2003. Später sind weitere Weinfonds, teilweise von ehemaligen britische Investmentbanker hinzugekommen.
Diese wittern saftige Renditen gerade mit solchen Ausnahmejahrgängen wie 2009 und 2010, mit dem Potenzial auf sehr große Wertsteigerungen.

Erstens verdienen die sich daran eine goldene Nase, und haben zweitens auch noch genügend Flaschen übrig um den Gewinn zu feiern. Das etzt aber voraus, dass die Nachfrage hoch bleibt, das Angebot knapp gehalten wird. Und dieses ist eben unter Kontrolle zu halten. Am besten dadurch, indem diese gleich zu Beginn der Markteinführung aufgekaut werden um die Weine der breiteren Öffentlichkeit (den übrigen Marktteilnehmern) vorzuenthalten.

Daneben gibt es zumeist private Sammler die ähnliches tun.

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 18:41
von susa
Green hat geschrieben:.....
Aber das ist vermutlich nicht das Forum dafür, also zurück zum Bdx...
ja bitte, es kann gerne jemand an anderem Ort das Thema "Wein als Investment " in diesem Forum *hier* aufmachen, sonst wird es hier in diesem Thread vollends unübersichtlich.

lieben Gruß
susa

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 18:44
von Frankie Wilberforce
Ich trinke lieber meine edlen Tropfen :roll: selbst, und habe zum Glück noch hunderte von Flaschen :roll: eingekellert. Die letztes Jahr gesubsten 2009er noch nicht hinzugerechnet. :!: :?
Meine Keller sind voll, da passt nix mehr rein. :!: :?
Ich muß mir eine neue Höhle in den Berg hauen, damit meine 2009er da drin lagern können.... :idea:
:arrow: Ach du dicke Neune, das ist ja verdammt schwere Arbeit :idea: :!: . Meine armen Knochen :o , und das in meinem Alter :shock: :cry: .
Was habe ich mir da bloß wieder dabei gedacht, als ich letztes Jahr die vielen 2009er gesubst habe? :shock:
Eben, ich habe mir nix dabei gedacht, und nun habe ich den Salat. Das passiert mir dieses Jahr nicht wieder :idea: :!: , :arrow: versprochen (mir selbst).

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Fr 10. Jun 2011, 18:55
von C9dP
Hallo zusammen,

Wein als Investment ist ein extrem volatiler Wert, genau wie Gold auch. Der Unterschied ist, dass Wein mittlerweile eine positive Korelation zum Aktienmarkt aufweist (siehe Liv-ex 2008 uns Subs-Preise 2008). Deswegen ist Wein als Krisenanlage sicher ein schlechter Wert. Letztendlich gilt wie für jede Anlage: Antizyklisch kaufen. (wie 2008)
Und deshalb sind die Topgewächse aus 2010 auch kein Thema für eine Subs, wenn man diese aus Renditeaspekten kauft. Dort sprechen nicht nur die Probleme in Europa gegen, sondern mittelfristig vor allem die Probleme in den USA und die sich in China bildende Immobilienblase mit einer ebenfalls mittelfristig Auswirkung auf das Wirtschaftswachstum dort. Ich habe 2008 auch Weine gekauft, die ich nicht unbedingt trinken will, weil mir die Preise im Verhältnis zum zu erwartenden Genuss zu absurd sind. Daher ist Lafite schon verkauft und ich denke La Fleur Petrus und Leo-B. Magnum werden folgen, um mir für deutlich günstigere Kurse erwiesenermaßen gute ältere Jahrgänge zu kaufen. Aber die Päpste sollen ruhig glauben, dass es immer weiter nach oben geht und nur der Neid sich solche Jahrgänge nicht leisten zu können (oder wollen :?: ) für nachdenkliche Worte zur Preisentwicklung (nicht zur Klasse des Jahrgangs) sorgt. Auf jeden Fall Geld, was auch für andere Regionen zur Verfügung steht. Die roten GG von Huber, Bercher und Kollegen sind ja derzeit ein echter Schnapper gegenüber GCC dritten oder vierten Grades. Weitere Kommentare verbieten sich ab jetzt für mich zu den Äußerungen vinophil klerischer Personen, da ich ja mittlerweile Sorgen habe, dass morgen die medocsche Inquisition vor meiner Tür steht. :shock: :lol:

Was mich zum Jahrgang 2010 noch interessieren würde ist eure Meinung zu Calon-Segur. Ich mag den Stil und überlege trotz des Preises zu subsen. Ist der in 2010 ähnlich klassisch St. Estèphe wie sonst oder eher nicht?

Re: BORDEAUX 2010 - Aktuelles zur Primeurkampagne

Verfasst: Sa 11. Jun 2011, 09:27
von Tony11
Grüezi an die CH-Fraktion
Rieslingmaster hat geschrieben:
slowcook hat geschrieben:
Tony11 hat geschrieben:Hallo Leute

Ja hier geht ja die Post ab...

Wer glaubt er müsse unbedingt 2010er subsen, der soll doch das tun. Doch Päpste die missionieren müssen, die sind dem "falschen Glauben" ergeben. ;) :lol:

Zurücklehnen und abwarten, möglicherweise zwei oder drei Jahre und die Preise kommen wieder zurück. Jungs, es ist nach wie vor "nur" 75cl vergorener Traubensaft und dafür mehr als + 100 € zu löhnen ist jedem frei in seiner Entscheidung. Ich werde es sicher nicht tun und mich an meinen Beständen laben, die immer noch über 2000 Flaschen betragen und ich werde deshalb in diesem Leben wohl kaum mehr an einer Subse teilnehmen. Amen !!!

Mit den besten Grüssen

Hallo Toni

Das mit den rund 2000 Flaschen geht mir ja ebenso, mein persönlicher Bedarf ist mehr als gedeckt.
Nun hat der eventuell weise Opa aber eine Enkelin, die sich bestimmt über eine 12er-Kiste Pontet-Canet freut in 20 Jahren. Das sieht Frau Vogel ebenso ;) ...

Gruss
Werner
Hallo Werner,

scheint viele CH-Forianer haben das gleiche Luxusproblem :lol:

Auf PC 2010 wird sich meine Tochter in ein paar Jahrzehnten sicher auch freuen :roll: und Frau Vogel macht flotten Umsatz.
Sociando wird wohl auch noch gesubst, danach erst nach der Arrivage zugekauft, ausserdem wird wohl Burgund 2010 auch recht gut (etwas zwischen dem klassischen 08er und den ollen-dollen 2009er), Mosel edelsüss kommt ja auch wirklich gut daher und kann man für die Ewigkeit auf die Seite legen.

Gruss

Dominik
Es ist doch so, haben müssen... Nein, die Zeiten sind vorbei ! Haben können... Ja, wenn der Preis stimmt ! Für mich stimmt der aber schon lange nicht mehr !!!

Mit den besten Grüssen