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Re: auch Hilfe! alkoholfreier Wein

Verfasst: Do 14. Aug 2025, 07:00
von Gerald
Noch ein Stück besser, da von der Aromatik her irgendwie "seriöser", der Levin Chardonnay:

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Gefällt mir eigentlich wirklich gut, hat auch einiges an Komplexität. Schmeckt nur überhaupt nicht wie Wein, aber wenn man das nicht (auch vielleicht nur im Hinterkopf) voraussetzt, macht das Getränk einen sehr guten Eindruck.

Grüße
Gerald

Re: auch Hilfe! alkoholfreier Wein

Verfasst: Sa 10. Jan 2026, 17:46
von TOM
Habe erst jetzt gesehen, dass es hier auch eine Diskussion zu alkoholfreiem Wein gibt und habe die Einträge mal überflogen.
Vorweg muss ich sagen, dass ich alkoholfreies Bier gerne trinke. Ein alkoholfreies Erdinger im Sommer nach der Gartenarbeit oder Radtour schmecken mir persönlich besser als die alkoholische Variante. Ich finde es leichter und durstlöschender (andere würden sagen "dünner", Geschmacksache ;) ). Beim Pils ist Jever alkoholfrei mein Favorit. Da es (in meinen Augen) schöne bittere Hopfenaromen hat. Das kann man als Autofahrer auch zu Gegrilltem sehr gut trinken.
Beim Wein habe ich alkoholfreie Varianten immer mal wieder probiert, aber nie etwas gefunden, was mir schmeckt. Meistens war es mir zu süß und wenn nicht, dann hatte es kein Aroma oder schmeckte schauderlich. Auch "von Nahmen" und "Geiger" habe ich schon durch. Aber das sind (tolle!) Fruchtsäfte oder Mixturen, die ich lecker finde, aber mit wein hat das nichts zu tun.

Im Rahmen meiner gelegentlichen Proben bin ich aber jetzt auf den ersten alkoholfreien Riesling gestoßen, der mir tatsächlich schmeckt:

2024 Riesling alkoholfrei vom Weingut Diefenhard im Rheingau.

Er ist etwas gewöhnungsbedürftig und zeigt sich im Duft zunächst als Schieferstinker. Im Mund ist er aber sehr würzig und hat eine schön eingebundene Säure. Auch der Nachhall ist recht lang.

Ich hatte den nach der ersten Testflasche tatsächlich nochmals nachbestellt und habe noch immer den Effekt, dass der erste Schluck gewöhnungsbedürftig ist, der Wein dann aber Schluck für Schluck besser schmeckt und zum zweiten Glas animiert. Für mich der erste alkolfreie Riesling, den man auch wirklich als Wein bezeichnen kann und der mir persönlich wirklich Spaß macht.

Wenn man noch einen "richtigen Wein" zum Auffüllen der Bestellung braucht, kann ich den "Martinsthaler Wildsau Riesling trocken", den "Martinsthaler Wildsau Pinot Noir trocken" sowie den "Martinsthal Riesling trocken -Alte Reben- vom Phyllitschiefer" (tolles PLV) durchaus empfehlen. Diese drei Weine fand ich sehr gut. Aber das ist jetzt Off-Topic...

Re: auch Hilfe! alkoholfreier Wein

Verfasst: Mi 4. Mär 2026, 10:30
von Gerald
Es ist gerade Fastenzeit, da bietet sich ein alkoholfreier Wein ja an (ja, ich weiß natürlich, dass ich hier eine Minderheitsmeinung vertrete ;) ):

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Gefällt mir wirklich gut, die Rebsorte ist sehr gut zu erkennen und durch die relativ intensive Säure macht sich der Restzucker auch nur dezent bemerkbar, dazu noch sehr rund und ausgewogen. An sich kann man mich mit restsüßem Veltliner in die Flucht jagen, aber hier passt das für mich deutlich besser als in einem Smaragd/Reserveveltliner mit wenig Säure und knapp an der zulässigen Grenze für trockene Weine.

Wie schon beim Mayer Riesling festgestellt, funktionieren alkoholfreie Weine meiner Ansicht nach am besten, wenn sie genug Säure aufweisen, das gibt Struktur am Gaumen und bindet die Restsüße gut ein.

Grüße
Gerald

Re: auch Hilfe! alkoholfreier Wein

Verfasst: Mi 4. Mär 2026, 15:27
von maxilian7
Ich hatte jetzt zweimal den
Torres Natureo Muscat Blanco alkoholfrei
im Glas, der war wohl Testsieger bei Stiftung Warentest.
Hat mir sehr gut gefallen. Mit Muskateller kann man mich normalerweise jagen, aber hier passt das Aromatische gut.
Zudem nicht allzu süß.

Ist einen Versuch wert, gibt es bei diversen großen Händlern wie Hawesko, Silkes Weinkeller etc.

Viele Grüße,
Max

Re: auch Hilfe! alkoholfreier Wein

Verfasst: Mi 4. Mär 2026, 16:22
von Gerald
Ja, den hatte ich auch schon öfters im Glas, gefällt mir auch gut, aber hier ist die Süße doch recht auffällig, während sie beim beschriebenen Veltliner (und auch dem Riesling von Mayer/Pfarrplatz) aufgrund der hohen Säure eher im Hintergrund bleibt. Vielleicht so, wie ein Moselkabinett subjektiv viel weniger süß wirkt als ein säurearmer Traminer bei gleichem Restzuckergehalt.

Grüße
Gerald