Abendrot in Apricot

Hohe Brisanz, kurzes Verfallsdatum
Bernd Schulz
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von Bernd Schulz »

Das mit den 20 g/ l fand ich auch goldig.
;) der 2011er Karthäuserhofberger Kabinett z.b. hat 48 Gramm Restzucker. Und das ist alles andere als ein ungewöhnlicher Wert, obwohl wir uns hier noch nicht im Spät- oder Auslesebereich befinden.

Beste Grüße

Bernd
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Gerald
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von Gerald »

Freut mich doch, euch mit den 20 g/l ein bisschen aufgeheitert zu haben. ;)

Ich habe diesen Wert irgendwo im Hinterkopf gehabt - die Saharawetterlage, die wir derzeit in Wien haben, hat wohl ein paar Neuronen durcheinandergebracht. :oops: Dabei ist es ohnehin leicht zu berechnen, denn wenn 10 g/l RZ ca. 0,6 Vol.% Alkohol entsprechen, muss ein Kabinett mit 8 % (statt 12 % im trockenen Ausbau) schon so an die 60-70 g/l haben ...

Grüße,
Gerald
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UlliB
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von UlliB »

Birte hat geschrieben:Das mit den 20 g/ l fand ich auch goldig. Für eine Moselreise braucht Gerald Insulin.
Kurzer Zwischenruf eines Unbeteiligten: selbst wenn Gerald insulinpflichtiger Diabetiker wäre, falsch. Dort, wo anständig gearbeitet wird (nämlich mit Gärstopp und nicht mit Süßreserve), besteht der Restzucker vorwiegend bis fast ausschließlich aus Fructose und nicht aus Glucose. Und für die Verwertung von Fructose braucht man kein Insulin.

Übrigens schmeckt Fructose deutlich süßer als die gleiche Menge Glucose - nominelle Werte können hier also täuschen.

Gruß
Ulli
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Gerald
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von Gerald »

... wobei die Fructose ja gerade in letzter Zeit ihre "Unschuld" als insulinunabhängig verstoffwechseltes Süßungsmittel eingebüßt hat und man ihr bezogen auf die Gesundheit ziemlich üble Sachen vorwirft. Besonders da die Softdrinks ja viel davon enthalten.

Aber auch in einem stark restsüßen Moselkabinett wird das Hauptproblem weiterhin der Alkohol bleiben ...

Grüße,
Gerald
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Birte
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von Birte »

Oh, je gegen diesen Irrglauben Fructose stelle kein Problem für Diabetiker dar, habe ich schon mal hier diskuttiert und alles Mögliche zitiert. Ich schaue mal, ob ich es noch finde. Dennoch finde ich die Information, dass bei einer anständigen Arbeit mehr Fructose rauskommt sehr wertvoll. Das wusste ich nicht.
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Gerald
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von Gerald »

Dennoch finde ich die Information, dass bei einer anständigen Arbeit mehr Fructose rauskommt sehr wertvoll. Das wusste ich nicht.
ach so, dabei wurde das im Forum schon oft genug geschrieben. Nicht aufmerksam genug alle Beiträge gelesen? ;)

Ursache ist, dass Glucose für die Hefe (wie die meisten Mikroorganismen) quasi die "Energiewährung" ist, die direkt verwertet werden kann. Fructose muss erst in Glucose umgewandelt oder auf andere Weise in den Abbauweg "eingeschleust" werden. Das braucht zusätzlich Aufwand und Zeit, daher ist am Ende der Gärung normalerweise mehr Fructose als Glucose übrig geblieben.

Grüße,
Gerald
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Birte
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von Birte »

ach so, dabei wurde das im Forum schon oft genug geschrieben. Nicht aufmerksam genug alle Beiträge gelesen? ;)
:lol:

Hier der Link zur Fruktose und dem Diabetiker:
http://www.bfr.bund.de/cm/343/erhoehte_ ... nswert.pdf
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nougat
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von nougat »

Birte hat geschrieben:Die trockene Spätlese?
Ups, ganz vergessen. Ja, trocken, hatte ich ja geschrieben. Es ging um Schloß Lieser. Hatte diesen Wein gestern nochmal in einer größeren Riesling 2011 Probe mit 36 weiteren Kandidaten. Dass ich ihn als 'langweilig' titulierte beruht darauf, dass er einfach noch ziemlich verschlossen ist. Momentan zeigt er viel Mineralik und eine gut eingebunde Säure, die für meinen Geschmack aber rassiger ausfallen könnte.
Schien mir gestern der Tenor von 2011 zu sein, dass die Säure meist fein und gut eingebunden daher kommt, die Weine aber für meinen Geschmack dadurch allzu brav ausfallen.
Grüße
Martin

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Birte
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von Birte »

Dass ich ihn als 'langweilig' titulierte beruht darauf, dass er einfach noch ziemlich verschlossen ist. Momentan zeigt er viel Mineralik und eine gut eingebunde Säure, die für meinen Geschmack aber rassiger ausfallen könnte.
Das ändert sich sehr, wenn man sich über Stunden mit dem Wein beschäftigt, was ich getan habe, allerdings mit dem Gutsriesling von Lieser. Im Gegensatz zu anderen 2011ern, die ich probiert habe, hatte ich bei Lieser das "Säureproblem" nicht.
Schien mir gestern der Tenor von 2011 zu sein, dass die Säure meist fein und gut eingebunden daher kommt, die Weine aber für meinen Geschmack dadurch allzu brav ausfallen.
Ich habe erst fünf 2011er probiert. Bisher kann ich das "brav" gut nachvollziehen. Wenn man von Lieser absieht, kam bei mir hinzu, dass mir immer irgend etwas zu viel war.
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nougat
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Re: Abendrot in Apricot

Beitrag von nougat »

Birte hat geschrieben:
Dass ich ihn als 'langweilig' titulierte beruht darauf, dass er einfach noch ziemlich verschlossen ist. Momentan zeigt er viel Mineralik und eine gut eingebunde Säure, die für meinen Geschmack aber rassiger ausfallen könnte.
Das ändert sich sehr, wenn man sich über Stunden mit dem Wein beschäftigt, was ich getan habe, allerdings mit dem Gutsriesling von Lieser. Im Gegensatz zu anderen 2011ern, die ich probiert habe, hatte ich bei Lieser das "Säureproblem" nicht.
Na ja, ich habe mich 2 Tage mit der Spätlese von Lieser herumgeplagt und die nette Dame vom Ausschank darauf angesprochen. Sie hat mir bestätigt, dass Luft in diesem Fall nichts bringt und ich mich noch einige Monate gedulden soll.

Mist, ausgerechnet den Kleinen von Schloß Lieser habe ich ausgelassen :cry:
Ein Moselianer fällt mir ein, der doch etwas rassig daher kam, der Gutsriesling von Clemens Busch. Ziemlich auf der Powerseite für einen Moselwein.
Grüße
Martin

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