Hallo Ulli,
es gibt tatsächlich nur wenige AOC´s, wo ich noch nie was von im Glas hatte, klammern wir mal die ganzen Grand Cru´s aus Burgund und dem Elsaß aus, die ja alle als Extra AOC gelten - die hatte ich tatsächlich noch nicht alle im Glas...

Ansonsten fällt mir Château Grillet ein und diverse Kleinstappellationen aus Südwestfrankreich (die aber zum Teil noch AOVDQS sind).
Ich glaube Côteaux du Lyonnais, Bordeaux Côtes de Francs, Entre Deux Mers Haut Benauge, Côtes de Bordeaux Saint Macaire, Crépy, Bellet und Palette hatte ich auch noch nie wissentlich im Glas.
Einig sind wir uns aber darüber, dass da längst nicht alles die RIESEN-Reputation hat, vieles undurchsichtig ist und man ständig irgendeine Lektüre bemühen muss,um zu erfahren, was man da grade trinkt.
Und im Einzelfall ginge es aussagekräftiger - um bei deinem Beispiel zu bleiben: Orleans kennt jeder (auch wenn nicht jeder weiß, dass es dort Wein gibt) + die Rebsorte (die dort verwendeten kennt auch jeder Weinfreund und selbst wohl die meisten Weinnormalos).
Clery ist übrigens wohl die letzte Cabernet Franc AOC, wenn man die Loire aufwärts schippert, weiter oben (Gien, Sancerre) gibt es dann nur noch Pinot und Gamay, vielleicht hatte das die Behörden bewogen, den Clery als Extra AOC einzuführen.
Die zusätzliche Nennung der Rebsorten auf dem Etikett wäre schon durchaus wünschenswert und hilfreich, bei nur einer oder zwei auf dem Vorderetikett, bei einer Cuvée halt auf dem Rücketikett. Zum Einen wüßte man besser, was man trinkt, zum anderen lernt man es besser einordnen.
Im Gegensatz zu den Nazis bin ich allerdings nicht der Meinung, dass die Reinrassigen stets die Besten sind. Gelungene Cuvées finde ich auch immer ganz nett und würd mir hier auch in Deutschland mehr Mut wünschen.
