Was tut man nicht alles für die Wissenschaft!
Ich hab mal ausgegraben, was bei mir an brauchbaren Gläsern im Schrank verstaubt, und mit dem Gabriel verglichen, das ich für so ziemlich alles nehme, und mit dem gefüllt, das heute Abend gerade so offen ist:
[album]3391[/album]
Nicht von den schrecklichen Farben ablenken lassen.
Btw, der Burgunderpokal ist von Leonardo

, das schmale Glas von Schott Zwiesel (superrobust für den Campingeinsatz; außerdem passen 2 Stück perfekt in eine Posterrolle).
Wenn man nicht schwenkt, kann man sich tatsächlich minimale Unterschiede einbilden:
- Gabriel am intensivsten und mit der frischesten Phenolik
- Leonardo am blassesten
- Schott dazwischen und ein wenig bedeckt
Betonung auf "einbilden"!
Das ist aber auch nicht wirklich überraschend:
- Leonardo hat eine größere Öffnung bei ähnlicher Oberfläche
- Schott hat eine kleinere Oberfläche bei ähnlicher Öffnung
Wenn man nun hinreichend viel schwenkt (
das ist die Herausforderung, die das Gabriel aufgrund seiner Form tatsächlich signifikant besser löst!), und den Riechkolben hinreichend tief im Glas versenkt, sind die Unterschiede praktisch nichtexistent. Und wenn, dann nicht qualitativ, sondern nur quantitativ.
Und spätestens beim Trinken (im Ggs. zum reinen Schnüffeln) verschwinden sie komplett.
Das Gabriel hat für mich signifikante Vorteile in der Bedienung (Aromenkonzentration durch die Kaminform, Gewicht, Schwenken ohne überzuschwappen), aber ansonsten wär's mir grad wurscht.