Ciao tutti!
Kurzer Reisebericht mit ein paar Tips:
Wir waren jetzt einige Tage auf einem wunderbaren Platz mit nur drei Appartements in Alleinlage inmitten der Weinberge ein wenig außerhalb von Castigliole dÀsti und dann auch noch zwei Tage in Torino (heisse Empfehlung ist dort das Trüffelrestaurant IL TABUI, günstiger und besser wird man Tajarin mit frischen Trüffeln nirgends im Piemont finden!) und haben - wie immer in Italien - ausschliesslich „geile” Weine zu günstigen Preisen getrunken (was ich von den Tagen davor an der Cote dÀzur NICHT behaupten kann!)
Am großen Samstag-Markt in Alba kann man noch immer um sehr wenige € sehr feine Weine kaufen (siehe Foto unten) und auch vorzüglich speisen, wie im „APE” direkt am Domplatz, dem Schwesterschiff eines der besten Restaurants des Piemonts (darüber im 1.Stock), wo wir einen vorzüglichen
Barbaresco von
Pio Cesare genossen. Im namensgebenden kleinen Dörfchen Barbaresco ist der Besuch der Gebietsvinothek in der alten Kirche (Enoteca Regionale) ein MUSS (die Verkostung war ebenfalls wunderbar), nur einen Steinwurf entfernt liegt auch das (unbesuchbare!) Schloß der Gajas. Wir haben dann bei 39 Grad im Schatten auch noch einen verhängnisvollen Schritt in die herrliche Vinothek/Bar NONSOLOVINO getan, wo es täglich 2 Weine gratis zu verkosten gibt, und haben auf Anhieb einen „Draht” zu Besitzer und Sommeliers gehabt. Es folgte ein reger Austausch an Tips, da die Jungs enormes Interesse an guten österr. Chardonnays hatten (da mussten wir natürlich einen Kollwentz-Kontakt herstellen!). Dazwischen wurde immer wieder ein Kostschluck von allen was offen zur Verfügung war nachgeschenkt und der Chef liess es sich dann nicht nehmen uns einen
Gaja Barbaresco aus 2016, der mit 550.-€ ausgepreist war kosten zu lassen. Ein gewaltiger Wein! Dann gabs noch 2 caffe für uns und als ich bezahlen wollte meinten die ragazzi lachend „come on, you are our guests, what a nice meeting!” - Ti amo Italia! Einen hervorragenden Barbera vom Weingut Bersano, den
„Cremosina Nizza DOCG 2022” bekamen wir im empfehlenswerten „Ristorante Stazione” (im Dörfchen Santo Stefano Belbo) serviert, wo bitte findet man bei uns einen Barbera der Spitzenklasse um 23.-€ in einem Restaurant??? Das Stazione ist seit 100 Jahren im Familienbesitz, kocht auf Gault Millau-Niveau, hat 200 Positionen auf der Weinkarte und man verlässt das Haus dennoch nach Antipasti, Primi, Secondi und Dolce + Flasche Wein & Wasser um unter 100.--€ zu zweit!!
Eine Empfehlung ist auch die riesige Burg-Anlage der Marchesi Alfieri in San Martino Alfieri (seit 1696 in Familienbesitz), wo wir einen aussergewöhnlichen
Barbera dÀsti Superiore aus 2018 verkosten (und kaufen) durften!
Von hier ging es dann weiter nach Torino, wo wir im NH Hotel im LINGOTTO nächtigen konnten (absolute Empfehlung für alle, die das historische Fiat-Werk noch nicht kennen! Man nächtigt „wie Gott in Frankreich”, hat die U-Bahn vor der Türe und befindet sich in einer der wesentlichen Industrie-Stätten des 20 Jhdts, das 1980 von den Agnellis mit einem Stararchitekten in eben Hotels, Einkaufszentrum, Museum und Kreativ-Büros umgewandelt wurde. Am Dach befindet sich die legendäre FIAT-Teststrecke, auf der, mit 2 Steilkurven, die Ingenieure die Autos damals bei einer Dauerbelastung von 70 km/h kreisen liessen um die Standfestigkeit der Motoren abzustimmen. Heute kann man dort oben entspannt spazieren, Tischtennis spielen, einen Campari Soda schlürfen und in der Pinacoteca Agnelli toll gehängte Originale von Modigliani, Picasso, Manet, Renoir und Matisse bestaunen, und danach noch auf der ehem. Teststrecke Kino unter Sternen geniessen! (Vorsicht! Auch ein Eataly befindet sich „ums Eck”, wir haben dort soviel einkekauft, dass wir mit dem Einkaufswagen zurück ins Hotel mussten

)
so das wars mal
Alla prossima volta!
Hasi
PS: einen sehr feinen Nebbiolo aus dem Valtelina (
Bettini, Inferno 2022) haben wir dann nach unserer Abreise aus Turin noch in Tirano, hart an der Schweizer Grenze getrunken!