OsCor hat geschrieben:Da fällt mir ein: Kann es sein, dass solche Angaben auch deshalb nicht in eine Preisliste aufgenommen werden, weil sie zu Fehlinterpretationen führen können?
Ob ein Winzer soweit denkt, daß er deswegen die Analysen nicht veröffentlicht, weiß ich nicht, aber ich denke, man sollte sich davor hüten, den Daten zu viel Aussagekraft zuzuschreiben; zumindest sollte man nicht davon ausgehen, daß diese exakt einen Geschmackstypus abbilden können. Gerade was das Süße-Säure-Spiel angeht, laufen z.B. das isolierte Angeben von RZ und Säure nach meiner Erfahrung total ins Leere, denn z.B. der Extrakt spielt da auch eine ganz entscheidende Rolle mit. Und damit wären wir dann schon bei der Frage, wo man dann sinnvollerweise aufhört mit der Datenflut.
Wenn ich zwei Weine geschmacklich gegeneinander verglichen habe, DANN ist es manchmal ganz interessant, wieviel von was in den Weinen drin ist bzw. war. Aber eine pro und contra Kaufentscheidung würde ich rein aus den abgedruckten Analysewerten wohl kaum treffen wollen.
weingeist hat geschrieben:D. h. aber auch, dass der Winzer wirklich jedes Jahr (und auch unter dem Jahr, wenn ein Wein später auf den Markt kommt) in die Homepage eingreifen musst.
Wenn die das alle gemeinsam erst mal geübt haben, dann könnten sie ja auch in letzter Konsequenz -wie unsere deutschen Tankstellenbetreiber auch- irgendwann mal aktuelle Tages- oder gar Stundenpreise im Netz generieren. Damit dann die Konsumentenseite durch aufwendige Beobachtungen herausfinden kann, daß die Weine Donnerstags abends meist am günstigsten sind. Gilt natürlich nur für Rheinhessen und Franken, an der Ahr dagegen kauft man am besten am Dienstag nachmittags...

Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
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