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Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 09:29
von Gerald
Hallo Michael,
wenn ich richtig informiert bin (bitte um Korrektur, wenn das nicht stimmt), ergeben 100 kg "normale" Trauben etwa 70-75 l Wein, oder?
Warum dann - weitgehend botrytisfreie - Trauben im Dezember dann nicht 50 l Wein pro 100 kg ergeben sollen (das wäre der Wert, wenn man von 1000 Flaschen à 0,75l und 1500 kg Trauben ausgeht), verstehe ich nicht ganz.
Wenn man die Website des Weingutes ansieht, scheint die "Dezemberlese" ja kein Hochprädikat zu sein, sondern eine normale Spätlese (Analysenwerte 2013: 13,5 Vol.%, knapp 9 g/l RZ). Es dürfte sich also nicht um eingetrocknete Trauben handeln, da sollten die Werte doch ganz anders aussehen, oder?
Grüße,
Gerald
Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 09:38
von Bernd Schulz
Wenn man die Website des Weingutes ansieht, scheint die "Dezemberlese" ja kein Hochprädikat zu sein, sondern eine normale Spätlese...
Bei dem angegebenen Schaden von 40000 Euro (bzw. Flaschenpreis von 48 Euro) wäre das dann aber eine ganz schön teure "normale Spätlese"....
Warum dann - weitgehend botrytisfreie - Trauben im Dezember dann nicht 50 l Wein pro 100 kg ergeben sollen
Und wo sollen die "weitgehend botrytisfreien" Trauben gerade in diesem Jahr Anfang Dezember herkommen?
So oder so: In dem verlinkten Artikel scheint mir einiges ungereimtes Zeug zu stehen.
Viele Grüße
Bernd
Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 10:11
von MichaelWagner
wieso Betrug? Er dachte die Trauben sind geklaut - ich denke jedoch sie sind weggefault - wollte nur helfen. Wer soll denn auch betrogen worden sein?
@ für ne normale Spätlese muss er hoffentlich nicht bis Dez warten...
Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 10:14
von Gerald
Hallo Bernd,
sorry für die schlampige Verwendung des Begriffs, mit "normale Spätlese" ist in meinem Sprachgebrauch alles in Richtung GG, Smaragd & Co gemeint.
Und wo sollen die "weitgehend botrytisfreien" Trauben gerade in diesem Jahr Anfang Dezember herkommen?
durch einen kräftigen Griff in die Kiste mit den Botrytiziden natürlich ...
Siehe auch diesen Thread zum Thema:
http://www.dasweinforum.de/viewtopic.php?f=42&t=2042
Grüße,
Gerald
Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 10:25
von MichaelWagner
Hallo Gerald,
für ein GG braucht man doch dank neu erschlossener Anreicherungsmöglichkeit nicht lange zu warten
Ich glaube ehrlich gesagt, dass es dieses Jahr mit keinem Mittel der Welt möglich war Trauben bis Ende Novemeber halbwegs durchzubringen....einfach zu warm und zu nass....zur Einschränkung muss ich sagen, dass ich nicht alle Mittel der Welt kenne...
Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 10:29
von weingeist
Hallo Michael!
Nur kurz retour zum Anfang des Threads - unabhängig von GG's, Botrytiziden und Mengeberechnungen - warum sollte ein Winzer so etwas (Traubendiebstahl) behaupten. Nur um "Schlagzeilen" zu machen? Das irritiert mich an der Sache.
Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 10:40
von MichaelWagner
keine Ahnung! Man bedenke dass die Presse manchmal Dinge schreibt, die kein Mensch gesagt hat

Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 10:59
von Michl
Michael, obwohl der Artikel der Südwestpresse sicherlich wenig Qualität hat, sind die Basisinfos (Diebstahl, Traubenmenge, etc.) nach meiner Einschätzung richtig. Ich habe gestern Morgen ein Interview mit Wöhrwag im Radio gehört, in dem er diese Inhalte so darstellte. Du unterstellst entweder der Presse die Verbreitung von Unwahrheiten oder Wöhrwag Falschaussagen, denn er wird wohl schon das Verfaulen von Trauben von Diebstahl unterscheiden können.
Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:03
von MichaelWagner
achja...mein Fehler...lassen wirs dann...
Re: Traubendiebstahl bei Wöhrwag
Verfasst: Mi 26. Nov 2014, 11:09
von harti
Spekulationen über den Zustand eines Weinbergs in Stuttgart auf der Basis von Wetterdaten an der Mosel oder in Österreich sind nicht gerade sehr zuverlässig. Oder habt Ihr, Michael und Gerald, belastbare Erkenntnisse, die Eure Hypothesen stützen könnten?
Ganz generell empfinde ich eine solche Diskussion, die im Ergebnis die Ehrbarkeit eines Menschen massiv in Zweifel zieht, als sehr problematisch. Wir sollten das vielleicht unterlassen.
Grüße
Hartmut