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Re: Fragen zu Säure und Barriqueausbau

Verfasst: So 5. Okt 2014, 22:04
von port_ellen
ich habe mich auch immer mal wieder am deutschen spätburgunder unter 10 euro versucht, und immerhin einen gefunden, von dem ich was im keller habe:
martin wassmer in krozingen, späbu markgräflerland (der 2011er knapp unter 9 euro, der 2010er bei riesling und co).
schmeckt allerdings "speziell" und badisch: speckig, rauchig, etwas süsslich (13.5%), ist sicher nicht jedermanns fall, aber er hat charakter.
ein weiterer tip wäre sven klundt in der südpfalz, späbu obsession 2011, der hat allerdings schmeckbar holz gesehen. den 2012er gibts bei vicampo. das weingut kann man im auge behalten, die 2012er lagenrieslinge haben letztes jahr hier für aufsehen gesorgt.

gruss, matthias

Re: Fragen zu Säure und Barriqueausbau

Verfasst: So 5. Okt 2014, 23:19
von thiloV
Hallo nochmal und danke für die Tipps.

Dass die Becker-Spätburgunder gut sein sollen, habe ich jetzt schon öfter gehört, gerade vorhin wurden sie im Restaurant am Nachbartisch empfohlen. Gabs aber leider nur aus der Flasche... Wenn Du, Jochen, jetzt sagst, die Version, die noch in meinem Budget liegt, ist weder Säure noch Holzlastig werde ich den wohl doch mal probieren. Den gibts sogar bei uns im Supermarkt :)

Für meinen letzten Post hab ich zu lang gebraucht, daher ist ein interessanter Post anscheinend untergegangen:
OsCor hat geschrieben: Aber zum Barriqueausbau: Als ich Anfang der 90-er Jahre zu einer Weinprobe (keine Verkostung!) in einem bekannten Weingut in Müllheim/Baden eingeladen war, musste ich feststellen, dass alle Weine (weiß) völlig von einem gewaltigen Holzton beherrscht waren, auch der Gutedel - alle für mich ununterscheidbar. Das war für mich, der den Gutedel quasi mit der Muttermilch eingesogen hat, ein Kulturschock, erst recht, nachdem der Kellermeister meine Frage, ob denn die Abnehmer (also die Weinhandlungen) den Wein auch in diesem Stadium verkosteten, mit einem trockenen „Hejo!!” beantwortete.

Ich dachte eigentlich, heute würde man so etwas kaum noch erleben. Aber thiloVs Erlebnis deutet in eine andere Richtung. Erlebt ihr das gelegentlich, dass andere bei einer Verkostung oder Probe ein völlig anderes „Holzerlebnis” verspüren?
Das würde mich auch sehr interessieren.

Viele Grüße...