quote="Gerald"]Der Unterschied zwischen diesen beiden Tees ist aber derart auffällig, wie es auch zwischen Weißweinen nur selten vorkommt. Dabei ist meines Wissens auch die Herstellung der beiden relativ ähnlich.[/quote]
Die sind in der Herstellung und in der Qualität so unterschiedlich, wie die Hestellung von Yquem zu Rotkäppchen.
Lung Ching oder Longjing, der Drachenbrunnentee aus der Umgebung von Hangzhou, Zhejiang-Provinz, ist ein absolutes Spitzenprodukt. Er wird als grüner Tee nicht fermentiert, sondern in waschkesselgroßen, geheizten Behältern unter ständigem Rühren mit der Hand getrocknet.
Puochong bedeutet nur "eingewickelt". Meist wird er in Papier und/oder Baumwolle eingewickelt, dann getrocknet, teilweise durch Backen. Teilweise wird er leicht fermentiert, also Richtung Oolong. Auf jeden Fall gehört er nicht zu den grünen Tees. Die Blattqualität ist gegenüber Lung Ching eine ganz andere. Bekannter Tee auf Taiwan, der mal aus der Fujian-Provinz mitgenommen wurde.
"Mei Pouchong", nicht weiter erwähnenswert, dagegen kann man zu "Lung Ching" ein ganzes Buch schreiben.
Lung Ching, grüner Drachbrunnentee, eine Köstlichkeit, er kühlt und ist gut für heißes Wetter. Bei dem Lung Ching 1st grade fehlt leider noch ein Zusatz, nämlich die Lage. Ebenso ist es bei diesen hochwertigen Tees üblich, das Pflückdatum zu vermerken. Gerade jetzt, um die Zeit bis Qingming (5.April) werden die Spitzentees gepflückt.
Der Grand Cru ist dabei der Qigang Lung Ching, bestehend aus einem Spitzenblatt, dann kommt der 1st Queshe Lung Ching mit zwei Blättern aus der Spitze.
Zusammen mit dem Wasser aus der Quelle des Hupao Spring ergibt dies Tees der Vollendung.
Gerald hat geschrieben:Ich weiß allerdings gar nicht, ob es bei Teepflanzen auch klar definierte Variationen (vergleichbar Rebsorten) gibt oder ob das immer im Zusammenhang mit dem Anbaugebiet definiert wird.
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Selbstverständlich gibt es das hier genau so wie beim Wein. Man braucht sich nur mal die Varianz der Sorten und Klone bei den Kamelien vorzustellen, die zu den Teepflanzen gehören, da kommt man auf etliche Möglichkeiten um Bodenbeschaffenheit, Kleinklima, Niederschlag etc. bei der Bestockung zu berücksichtigen.