Käfi hat geschrieben:Ich weiß nicht ob das so ist, ich habe das aus den vergangenen Beiträgen herausgelesen. Vermutlich habe ich das aber missverstanden.
Gestern gab es wieder einen Petits Manseng aus dem Juracon, in die könnte ich mich wirklich reinlegen. Wie würde man den Unterschied dieser Süßweine zu süßen Rieslingen und süßen Sauternes-Weinen beschreiben?
Hallo Julian,
ich fand in diesen Weinen öfters eine deutlich bessere Süße-Säure - Balance als bei den Bordelaiser Süßweinen, die oft konzentrierter in der Süße waren. Die Jurancon - Weine sind dadurch vielleicht etwas besser zu trinken, wenn man nicht sehr schnell schon "satt" sein will. Das mag ein Zusammenspiel aus der Traubensorte und vielleicht auch dem Mikroklima sein...
Wenn dir dieser Stil gut gefällt, dann schau dich auch mal nach Süßweinen aus den Gebieten Pacherenc de Vic Bilh oder auch nach Gaillac um. Oder Nischenweine aus der Gegend Südwestfrankreichs, die oft nur als Vin de Pays verkauft werden wie der grandiose Vin de Lune aus dem Cahors-Gebiet von Clos Triguedina. Oder versuch dich mal an der Loire.
Letztlich aber alles in Deutschland Nischenweine, wo man froh sein kann, mal den einen oder anderen - und nicht immer die Besten - zu finden. Falls Strasbourg für dich eine Option ist, da ist Ende Februar wieder Weinmesse, wo es etliche Interessante Erzeuger - auch dafür - hätte... Ein bissel wie ein Ausflug ins Paradis quasi.