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Rezepte für Lea

Rezepte, Erfahrungsberichte, "the perfect match"
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graves

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Re: Rezepte für Lea

BeitragSo 17. Aug 2014, 10:50

Birte hat geschrieben:Meine Cousine Lea wird im September nach Fribourg in der Schweiz ziehen


Fribourg bringt mich auf etwas. Das "womöglich einfachste Fondue der Welt" ist ein Vacherin Mont d'Or mit ein paar Drillingen (die Kartoffeln, nicht die Flinten) und einem trockenen Weißwein (sollte anständig Aroma, Alkohol und Säure aufweisen, um nicht "unterzugehen" bspw. ein etwas gereifter Riesling besserer Provenienz oder natürlich einer der einschlägigen Schweizer Weißweine).

Für den Käse einen Vacherin Mont d'Or verwenden (keinen Vacherin fribourgeois, der brachte mich nur auf die Idee). Man erkennt ihn an der klassischen Fichtenholzschachtel. Er wird im Winterhalbjahr hergestellt. Es gibt ihn als schweizerische und als französische Variante. Für des Rezept gehen beide. Das Rezept eignet sich für 2 Personen und benötigt ca. 5 Minuten Zubereitungszeit (Gesamtzeitaufwand ca. 25 Minuten).

1) Backofen auf 200 Grad vorheizen.

2) Die Drillinge bürsten und (als Pellkartoffeln) in gesalzenem Wasser zum Kochen aufsetzen.

3) Die Fichtenholzschachtel des Käses (ohne Deckel) von außen unten und seitlich mit Alufolie einschlagen. Der Käse bleibt drin! Die Rinde des Käses mit einer Gabel mehrfach auf der Oberseite perforieren. Zusätzlich mittig ein 2-EUR Stück großes Loch hereinschneiden. Den Rinden-"Deckel" zur Seite legen. 1-2 Teelöffel des Käses herauslöffeln, um zu gucken, ob er er auch schmeckt ;) Das entstandene Loch vollständig mit Weißwein auffüllen (ca. 0,1 L). Falls gewünscht, eine Knoblauchzehe hinzugeben. Den Rinden-"Deckel" wieder aufsetzen.

4) Die Fichtenholzschachtel für 20-25 Minuten in den vorgeheizten Backofen stellen.

5) Den Käse in der Schachtel und die Kartoffeln in einer Schale zentral auf den Tisch stellen. Den Weißwein nicht vergessen :)
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mixalhs

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Re: Rezepte für Lea

BeitragSo 17. Aug 2014, 18:03

Zimtparfait

Einen Becher Sahne (200-250 ml) mit etwas Zucker steif schlagen und kalt stellen. Ein Ei und ein Eigelb zusammen mit 40-60 g Zucker und einem Teelöffel Zimt im heißen Wasserbad (ca. 80-90 Grad, also nicht kochend) crèmig schlagen, im kalten Wasserbad weiterschlagen, bis das Ganze sich abgekühlt hat. Sahne drunterheben. Für vier bis fünf Stunden ins Gefrierfach und fertig ist das Parfait.

Es gibt viele Variationsmöglichkeiten: Lebkuchengewürz statt Zimt, kleingehackter kandierter Ingwer statt Zimt (dann weniger Zucker nehmen!), für eine Cassata gehackte kandierte Früchte und gehobelte Mandeln (ich mag aber geröstete Pinienkerne NOCH lieber), oder ganz anders: mit wenig Zucker und dafür mit etwas Salz und kleingehackten schwarzen Oliven als Beilage zu Kurzgebratenem.

Zu einem süßen Parfait sollte zum Kontrast etwas Fruchtiges auf den Tellerkommen , z.B. Bratapfel oder in Rotwein geschmorte Birnen oder Marillenkompott oder ....
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Andinaldo

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Re: Rezepte für Lea

BeitragMo 18. Aug 2014, 11:09

Hallo Birte,

dann füge ich noch zwei aktuelle Rezepte aus meinem aktuellen Studentenleben an der University of Aberdeen bei:


1. Tortellini mit Schnittlauch-Schmand-Sauce
Dazu Schmand, Yoghurt, Salz, Pfeffer und sehr klein geschnittenen Schnittlauch und gekochten Schinken untermischen; etwas durchziehen lassen. Dann Tortellinis zubereiten (in meinem Falle häufig fertig gekauft). Die Sauce dann über die Tortellinis mischen. Lecker! Ein günstiges Gericht wenn es mal schnell gehen muss!

2. Griechisches Hähnchen
In eine Auflaufform Kartoffeln in Spalten geben, Zwiebeln in Ringe schneiden und ebenfalls dazugeben. Alles mit dem Saft aus einer Zitrone, Olivenöl, Salz, Pfeffer und Thymian mischen. Dann Hähnchenschenkel auf die Kartoffeln legen. Zwischen die Schenkel gebe ich meist noch Feta und Oliven. Dann den Saft einer zweiten Zitrone über die gesalzenen und gepfefferten Hähnchen geben. Ganz zum Schluss alles nochmal mit Olivenöl beträufeln und ein halbes Glas Wasser zugießen. Alles mit Alufolie bedecken und bei 180 Grad Umluft in den Ofen geben (ca. 60 Minuten). Die letzten 20 Minuten entferne ich dann die Alufolie, damit das Hähnchen knusprig wird.

Dazu gibt es hier oben leider meistens keinen Wein, sondern Bier. Entweder ein Indian Pale Ale oder lokale Spezialitäten. Zuhause könnte ich mir dazu ein Augustiner Hell als Bier vorstellen oder einen trockenen Riesling.


Guten Appetit!

Herzliche Grüße
Andreas
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Birte

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Re: Rezepte für Lea

BeitragMo 18. Aug 2014, 18:48

Danke für alle weiteren Rezepte. Super natürlich auch, dass es Rezepte aus der Zielgruppe der Studenten gibt.
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austria_traveller

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Re: Rezepte für Lea

BeitragMo 18. Aug 2014, 19:17

Gerade bin ich mit dem Essen fertig geworden, von einem unheimlich schmackhaftem Gericht, dass in Summe keine
5 Euro kostet. Es ist eine Pissaladiere, also ein südfranzösischer Zwiebelkuchen.
Zuerst muss mann aus 250g Mehl 125ml Wasser, 20g Germ & 20g Butter einen Germteig machen. 1-2h rasten.
Dann ~1,2 kg Zwiebeln schälen und in grobe Ringe schneiden. Mit Olivenöl vermengen und ganz langsam anbraten. Das dauert gut 1h. Wenn die Zwiebeln schön braun und süß geworden (bitte keinen Zucker zugeben !) sind, (mit Salz, Thymian & Bohnenkraut würzen. Die ausgekühlten Zwiebeln auf dem ausgewalktem Germteig ausbreiten, eine Handvoll schwarze Oliven o. Kern darübergeben und noch gut 10 bis 15 Sardellen. Bei 220 Grad ins Rohr, bis der Rand schön gebräunt ist. Selbigen eventuell noch mit Olivenöl einstreichen.
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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Birte

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Re: Rezepte für Lea

BeitragMo 18. Aug 2014, 19:46

Das klingt sehr gut, Gerhard. Auch Deine Fenchelpasta kommt auf jeden Fall in die Rezeptsammlung. Meine Cousine war bei unserer Familienfeier ganz begeistert davon.

Grüße
Birte
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Gerald

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Re: Rezepte für Lea

BeitragMo 18. Aug 2014, 19:47

Zur Übersetzung für unsere deutschen Leser: Germ = Hefe. ;)

Grüße,
Gerald
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mixalhs

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Re: Rezepte für Lea

BeitragMo 18. Aug 2014, 20:15

Brezenknödel

Meine Gäste lieben das, z.B. als Beilage zum Schweinsbraten oder - noch besser- Kalbsnierenbraten:

http://www.chefkoch.de/rezepte/71959117 ... oedel.html

Die Sache mit den zwei Folien ist wichtig: innen Frischhaltefolie, damit nichts anklebt, und außen Alufolie, damit die Frischhaltefolie im heißen Wasser nicht reißt. Die Sache mit dem Zwirn zum Teilen kann ich nicht nachvollziehen, ein normales Messer geht auch.

Falls die Knödelmasse zu flüssig wird, sollte man Paniermehl zu Hand haben, um korrigieren zu können. Falls sie zu trocken wird, muss noch ein bisschen Milch dazu.

Von weiteren Zutaten, die man in anderen Rezepten findet (Speckwürfel, Muskat usw.) rate ich ab.

Nach diesem Rezept kann man auch Semmelknödel zubereiten - und dann durchaus mit Speck, wenn man's mag.
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mixalhs

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Re: Rezepte für Lea

BeitragMo 18. Aug 2014, 20:23

.... und nicht zu vergessen und sehr günstig:

Im Frühling oder Frühsommer jungen Löwenzahn pflücken, gut waschen und mit den üblichen Zutaten zu einem Salat verarbeiten.
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austria_traveller

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Re: Rezepte für Lea

BeitragDi 19. Aug 2014, 16:27

wieder Mal ein paar Rezepte ....

Gebratene Zwiebeln
1kg Zwiebeln (vorzugsweise Rote) geschält & geviertelt, 125ml Olivenöl, 1EL Fenchelsamen (ggf mehr), etwas Salz.
Alles zusammenmischen und für 1h ins 200 Grad heiße Backrohr. Dann auskühlen lassen und mit frischem Weißbrot genießen.

Zucchinisalat
4 Eier hart gekocht & ~gewürfelt, 12 kleine Zucchini gewürfelt, 1 Bund Petersilie gehackt, ordentlichen Schuß Olivenöl, Salz
Zucchini in der Pfanne oder im Backofen braten bis sie gebräunt sind. Auskühlen lassen.
Alles zusammen vermengen und ggf. mit etwas Chayennepfeffer würzen.

Spaghetti der „Armen Teufel“
250g Gorgonzola, 50g Butter, 500g Spaghetti, Salz, Pfeffer
Gorgonzola mit Butter in einer Pfanne schmelzen, Spaghetti kochen und mit der Käsesauce vermengen.

Bohnencreme
20 Sardellenfilets in Öl, 2 frische Peperoncini, 1 Bund Petersilie, 4 Tl Zitronensaft, Olivenöl nach Bedarf, 1 große Dose weiße Bohnen (800g), 2,5 EL entsteinte Oliven, Salz
Abgeseite und gewaschene Bohnen mitsamt allen Zutaten im Mixer pürieren. Olivenöl nach Bedarf zugeben, bis eine cremige Masse entstanden ist.
Auf getoastetem Weißbrot servieren.

Grüne Bohnen mit Pistatzienpesto
600g grüne Bohnen gekocht, ½ TL Salz, 3 EL Pistatzienkerne, 3EL geriebener Parmesan, 1 Knoblauchzehe, 3 EL Olivenöl, etwas Kochwasser.
Alles außer die Bohnen im Mixer miteinander verrühren, bis eine homogene Paste entstanden ist. Gekoche grüne Bohnen damit verrühren.

Blutwurst sollte man einmal in der Kombination mit Zwiebel, Äpfeln & etwas Zimt probieren.

Rote Tapenade
1 kleine Fleischtomate (130g), 4 große Knoblauchzehen, 100g grüne Oliven o. Stein, 4 Sardellenfilets, 50g Kapern, 4 Stängel Petersilie, 2 EL Tomatenmark, 5 EL Olivenöl.
Die Tomate in der Mitte aufschneiden und mit der Schnittfläche nach oben in den heißen Ofen (200 Grad) legen. Knoblauch mit der Schale dazulegen.
Nach ca. 20 minuten den Knoblauch aus der Schale kratzen und die Tomaten von der Haut entfernen. Beides mitsamt den anderen Zutaten im Mixer zu einer homogenen Paste verarbeiten.
Mit getoastetem Weißbrot servieren.

Toskanische Brotsuppe
200g altes (auch hartes) Brot, 800g Tomaten aus der Dose, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, etwas Peperoncini, ½ l Gemüsesuppe (ggf. etwas mehr), 2 TL Tomatenmark, 1 Bund Petersilie, geriebenen Parmesan, ggf. einige Garnelen.
Zwiebel & Knobleuch in Olivenöl anbraten, Dose Tomaten zugeben und mit Gemüsesuppe aufgießen, Peperoncini & Tomatenmark zugeben und etwas köcheln lassen. Danach das Brot (ich weich es vorher nicht ein) hineingeben und 1h köcheln lassen. Abschmecken – die Suppe sollte eher schärflich sein.
Mit geriebenen Parmesan und viiiiieel klein gehackter Petersilie servieren.
Die Luxusversion ist dann die Suppe mit gebratenen Garnelen (in Olivenöl und Knoblauch(pulver))

Hähnchen mit Rotwein
1,5kg Hendl, 1 Zwiebel, 1 Karotte, 1 Stange Staudensellerie, 2 Lorbeerblätter, etwas Peperoncini, 1 Flasche Rotwein, 375ml Wasser, 80g Pinienkerne (das ist original, es gehen auch Sonnenblumenkerne), 60g Rosinen, eine Handvoll Salbeiblätter.
Zwiebel, Karotte & Staudensellerie klein hacken und in Olivenöl anbraten. In einen Schmortopf legen. Hähnchenstücke anbraten und darüberlegen.
Rohr auf 180 Grad unterste Schiene. Schmortopf ins Rohr geben und mit Wein aufgießen, Lorbeerblätter & Peperoncini zugeben. 40 Minuten lang schmoren lassen bis der Großteil des Weins verdampft ist. Dann Wasser, Pinienkerne, Rosinen& Salbeiblätter zugeben und noch 15min weiterschmoren lassen.
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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