Was die Preise in der Schweiz betrifft, muss man berücksichtigen, dass zum Zeitpunkt der 23er Kampagne ein Euro 98 Rappen gekostet hat, jetzt im Moment sind es 92 Rappen. Das macht schon fast die Hälfte des Rückgangs aus. Für jemanden, der in der Euro-Zone lebt, sieht es nicht ganz so positiv aus. Und je weiter man zurückgeht, um so "haariger" wird der Vergleich schweizer Preise mit denen der Gegenwart. Bei der 19er Kampagne im Frühjahr 2020 lag der Eurokurs noch bei 1,06 Franken, im Frühjahr 2010 noch bei 1,35 Franken.pessac-léognan hat geschrieben: ↑Do 30. Apr 2026, 11:58 Ich verstehe nicht recht, weshalb hier die aufgerufenen Preise für 2025 immer mit denjenigen von 2024, einem eigentlichen Flop-Jahrgang, den wohl niemand subskribiert hat, verglichen werden. Plausibler ist ein Vergleich mit 2023, einem doch zumindest mittleren Jahrgang. Und dabei deutet sich, in der Schweiz, ein Preisrückgang von ca. 15% an - und dies für einen angeblichen Jahrhundertjahrgang mit erst noch knappen Mengen!
Was die knappen Mengen betrifft: das Argument wäre nur dann relevant, wenn die Nachfrage die Produktionsmenge erreichen oder gar überschreiten würde. Das mag für einige wenige Weine diesmal der Fall sein, für die Breite des Angebots sehe ich das nicht mal ansatzweise. Die meisten Erzeuger werden trotz sinkender Preise nur einen Teil der Ernte en primeur verkauft bekommen.
Und ansonsten macht eine Schwalbe noch keinen Frühling. Ob sich die Top-Erzeuger an das halten, was Pontet-Canet jetzt vorgegeben hat, bleibt abzuwarten.
Gruß
Ulli