Bordeaux 2023
Re: Bordeaux 2023
Hat hier schon jemand seine 23er Subskriptionen von Hawesko bekommen?
- Jochen R.
- Beiträge: 3015
- Registriert: Mo 6. Dez 2010, 19:53
- Bewertungssystem: Auf Benutzername klicken
Re: Bordeaux 2023
Tronquoy 2023:
Tief dunkel, Aufhellungen am Rand. Florale Noten, Kräuter, Cassis und Kirschen. Im Hintergrund Eucalyptus und eine Prise Tabak.
Schlank bis mittelgewichtig, wunderbare – leicht cremige – Frucht, v. a. Cassis, auch Brombeeren, eine dezent laktische Note, schöne Säure & Adstringenz, Trinkfluss, extrem lecker, mittellanger Abgang.
Ja, ja, "der kleine Montrose" - was für ein Schmarn. Dieser 2023 ist wirklich toll, saulecker und (für meinen Geschmack) der beste Tronqouy den ich bisher im Glas hatte (sehe ich übrigens auch kürzlich getrunkenen Clos Louie so, vielleicht 90 P.) . Aber das nur annähernd mit dem Original in Verbindung zu bringen ist schon realitätsfremd.
Viele Grüße,
Jochen
Tief dunkel, Aufhellungen am Rand. Florale Noten, Kräuter, Cassis und Kirschen. Im Hintergrund Eucalyptus und eine Prise Tabak.
Schlank bis mittelgewichtig, wunderbare – leicht cremige – Frucht, v. a. Cassis, auch Brombeeren, eine dezent laktische Note, schöne Säure & Adstringenz, Trinkfluss, extrem lecker, mittellanger Abgang.
Ja, ja, "der kleine Montrose" - was für ein Schmarn. Dieser 2023 ist wirklich toll, saulecker und (für meinen Geschmack) der beste Tronqouy den ich bisher im Glas hatte (sehe ich übrigens auch kürzlich getrunkenen Clos Louie so, vielleicht 90 P.) . Aber das nur annähernd mit dem Original in Verbindung zu bringen ist schon realitätsfremd.
Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)
-
pessac-léognan
- Beiträge: 1067
- Registriert: Fr 11. Jan 2019, 10:57
Re: Bordeaux 2023
Der eine Schweizer Händler (Vinum bzw. primeurs) hat mir heute die Subskriptionsweine ausgeliefert, darunter auch den "kleinen Montrose", wie Jochen den Tronquoy ironisch genannt hat, und den richtigen Montrose (mit dem erhöhten Cabernetanteil). Die Ironie verstehe ich übrigens gut, wenn auf CT zu lesen ist, man müsse Montrose doch gar nicht mehr kaufen (zu dem Preis, der aber wahrscheinlich vergleichsweise zu anderen Weinen seines Kalibers gar nicht übertrieben hoch ist), wenn Tr fast dieselbe Qualität quasi zum Schnäppchenpreis liefere - was sich wohl als Krämer- und Banausenurteil herausstellen dürfte.
Nun, die Weine liegen jetzt vorerst im Keller, um zur Ruhe zu kommen, dafür musste die dritte bei Gerstl bestellte Testflasche ran (Gerstl liefert offenbar die Sub-Weine später aus):
Château Batailley Pauillac GCC 2023 (13.5% ABV)
Die 79% CS (gemäß JL) machen den tiefdunklen Wein außerordentlich würzig und (jung-)trinkig. Ungemein schwarzbeerig (Cassis, Brombeere) mit ebenso schwarzer Kirsche, frisch geschnittenem Tabak, Zedernholz und einem Hauch Wacholder - und ein ganzer Blumenstrauß und gegen den langen Abgang hin wieder die beerige Frucht mit etwas Graphit. Aufrauhende, aber feine Tannine und momentan (noch) kaum merkbare (nach 3 Stunden in der offenen Flasche jedoch deutlich prominentere) Säure geben ein Versprechen für die Zukunft des Weines ab. Ein die verschiedenen Aromenanteile fein auffächernder Powerwein (scheinbares Paradox), und für mich spontan der klar beste der drei bisher genossenen 23er. Aus meiner Sicht sind JL's 94 und beinahe auch AvV's 95 annähernd gerechtfertigt - Genusspunkte für einen so jungen Wein. Auf jeden Fall sehr gute QPR.
Bin froh, eine Kiste subskribiert zu haben, und überlege mir einen Zukauf.
Nun, die Weine liegen jetzt vorerst im Keller, um zur Ruhe zu kommen, dafür musste die dritte bei Gerstl bestellte Testflasche ran (Gerstl liefert offenbar die Sub-Weine später aus):
Château Batailley Pauillac GCC 2023 (13.5% ABV)
Die 79% CS (gemäß JL) machen den tiefdunklen Wein außerordentlich würzig und (jung-)trinkig. Ungemein schwarzbeerig (Cassis, Brombeere) mit ebenso schwarzer Kirsche, frisch geschnittenem Tabak, Zedernholz und einem Hauch Wacholder - und ein ganzer Blumenstrauß und gegen den langen Abgang hin wieder die beerige Frucht mit etwas Graphit. Aufrauhende, aber feine Tannine und momentan (noch) kaum merkbare (nach 3 Stunden in der offenen Flasche jedoch deutlich prominentere) Säure geben ein Versprechen für die Zukunft des Weines ab. Ein die verschiedenen Aromenanteile fein auffächernder Powerwein (scheinbares Paradox), und für mich spontan der klar beste der drei bisher genossenen 23er. Aus meiner Sicht sind JL's 94 und beinahe auch AvV's 95 annähernd gerechtfertigt - Genusspunkte für einen so jungen Wein. Auf jeden Fall sehr gute QPR.
Bin froh, eine Kiste subskribiert zu haben, und überlege mir einen Zukauf.
Zuletzt geändert von pessac-léognan am Fr 24. Apr 2026, 18:05, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Bordeaux 2023
Lobenberg liefert nach Nachfrage auch schon aus 
- Jochen R.
- Beiträge: 3015
- Registriert: Mo 6. Dez 2010, 19:53
- Bewertungssystem: Auf Benutzername klicken
Re: Bordeaux 2023
Hallo Jean,
danke für´s Feedback und die Notiz zum Batailley - den finde ich auch super gelungen!
Nach wirklich einigen tollen 2023ern in den letzten Wochen, muss ich (für meinen Geschmack!) nach Labegorce zum Entrecote mal wieder auf die Euphoriebremse treten. Vielleicht auch gut so, denn der Keller ist eh voll.
Das ist zweifellos nicht nicht schlecht - bei einer Party würde ich mich freuen so einen "gehoben trinkig/leckeren Zechwein" vorgesetzt zu bekommen
, aber für den Preis ist das doch schon arg einfach gestrickt.
Viele Grüße,
Jochen
danke für´s Feedback und die Notiz zum Batailley - den finde ich auch super gelungen!
Nach wirklich einigen tollen 2023ern in den letzten Wochen, muss ich (für meinen Geschmack!) nach Labegorce zum Entrecote mal wieder auf die Euphoriebremse treten. Vielleicht auch gut so, denn der Keller ist eh voll.
Das ist zweifellos nicht nicht schlecht - bei einer Party würde ich mich freuen so einen "gehoben trinkig/leckeren Zechwein" vorgesetzt zu bekommen
Viele Grüße,
Jochen
"Viele haben eine Meinung, aber keine Ahnung." (Franz Müntefering)