olifant hat geschrieben: ↑Mi 1. Apr 2026, 17:54
... Ich würde mal sagen, im Jahresschnitt so ca. 4 - 6 echte TCA-Korker und dazu eben noch Flaschenvarianzen, die ohne Konterflasche wohl so gar nicht auffallen...
...daß das bei Schraubern auch mal passieren kann, wenn der Verschluß mangelhaft aufgebracht wird -also ein Fehler in der Maschinentechnik vorliegt-, ist unbestritten. Nur beim Korken ist dieser Fehler aufgrund der naturgemäß hohen Varianzen bei der OTR von vorherein serienmäßig eingebaut, da hilft auch ein sorgsames Verkorken nichts...
Tatsächlich kann ich mich an keinen Schrauber-Ausläufer erinnern, hab aber schon mal einzelne Verschlüsse bei Erhalt der Flaschen nachziehen können...
Und: so eine Schrauberundichtigkeit ist ja ein offensichtlicher Fehler, da sollte eine Reklamation problemlos über die Bühne gehen. Bei "Reifeschäden" durch Kork schaut man mit dem berühmten Ofenrohr irgendwo hin...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
2020 Cantina Tramin Gewürztraminer Nussbaumer
Kräftiges, leuchtendes Goldgelb mit deutlicher Viskosität. Das Bukett zeigt sich intensiv und hocharomatisch: reife, exotische Gelbfrucht, kandierte Akzente, etwas Honig und ein dezenter Rauchton. Nuancen von eingelegten Marillen, Litschi und süßer Mandarine werden durch Konfekt, Sultaninen und eine ausgeprägte Floralität ergänzt.
Am Gaumen trocken, nicht "staubtrocken", vollmundig, mit moderater Säure und spürbarem Alkohol. Die gelbfruchtige Honigcharakteristik ist erneut präsent, nun gepaart mit nussigen Nuancen und einer feinen Bitternote. Strukturell komplex, zeigt der Wein primäre, sekundäre sowie erste tertiäre Ansätze. Die Balance und Qualität werden jedoch durch den präsenten, den Nachhall dominierenden Alkohol beeinträchtigt. Dennoch ein sehr guter Wein mit Reifepotenzial für Liebhaber der opulenten Stilistik.
Meine Wein-Notizen
Ihr findet mich außerdem in den wineBANKs, zumeist im Rheingau.
Laföa Sauvignon 2017, KG Schreckbichl (Cantina Colterenzo) - Colterenzo, NK, 13,5°alc., 50% des Ausgangsweins für 8-Monate im Barrique, 50% im Edelstahl / in dieser Zeit auf den Hefen
recht goldenes Strohgelb mit leicht oliv-grünlichen Reflexen; etwas "exotische" gelbe Frucht, etwas mürber Apfel, Honig, dicht, gewisse Kräuternoten und Kurkuma; am Gaumen kräftig und stoffig, dichte "exotische" Noten, (wobei exotisch in die falsche Richtung führt, auch wenn mir Ananas und Melone in den Sinn kommt - trifft's aber auch nicht), mürbe gelbe Frucht (Reinetten und Butterbirn), Honig, Wiesenkräuter, Kurkuma, komplex, noch Biss, perfekt eingebundene Säure, schöne Struktur, sanft verpackte Kraft, extrem harmonisch und ausbalanziert, tief, lädt stets zum Nachschenken ein; sehr langer Abgang, auf sekundäre und tertiäre Reifenoten, angenehme Kräternote, schöner Säurehall - 18/20 op
So grasig und bissig sich der Wein in der Jugend gibt, ist er in perfekter Reife ein die Sinne umschmeichelnder freigieber Seigneur, sehr schön. Jetzt on topp, trinken!