Bei Rothe sollte man auf jeden Fall auch seine Schwarzrieslinge probieren, die meist sehr gelungen sind. Auch der Zweigelt ist nicht zu verachten.
LG
Bodo
Rothe, Nordheim
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Re: Rothe, Nordheim
...Schwarzriesling kann ich bestätigen, Zweigelt hab ich nicht probiert, ist aber auch nicht sooo in meinem Fokus...
Viele Grüße
Erich
Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
DAS EWIG GESTRIGE
was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.
https://ec1962.wordpress.com/
Erich
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Bernd Schulz
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- Registriert: Sa 11. Dez 2010, 23:55
Re: Rothe, Nordheim
Die Auslese von Kajo Christoffel habe ich eben trotz ihrer überragenden Qualität ziemlich bald wieder weggestellt (morgen ist auch noch ein Süßweintag), denn ich hatte plötzlich Lust auf deftig trockenes Zeug. Und da ja bis eben noch vier bislang nicht probierte Weine aus dem Rothe-Paket bei mir lagen, ging es dem Grauburgunder an den Kragen:

Grauburgunder war über viele jahre hinweg so gar nicht meine Rebsorte. Aber mittlerweile ändert sich das gerade ein wenig, wobei charakterstarke Exemplare wie dieses massiv dazu beitragen. Der 23er von Rothe befindet sich wirklich weit weg vom üblichen Pinoh-Gridschio-Einerlei ohne Ecken, Kanten und Säure, sondern er zeigt mittels einer ausdrucksstark kräutrigen und mineralischen Würze, wozu die Sorte fähig ist, wenn der Winzer entsprechend mit ihr umgeht. Sehr viel Wein zu einem noch einstelligen Kurs, Nachkauf = 3 von 3.
Alle drei von mir jetzt probierten Rothe-Weine überzeugen durch ihre enorme geschmackliche Intensität und durch einen eigenwilligen, aber trotzdem nicht zu abgedrehten Charakter. Mit einer Art Spagat zwischen Naturweinstilistik und (im positiven Sinne) konventionellem Geschmacksbild scheint Manfred Rothe einen eigenen Sonderweg gefunden zu haben, der mich persönlich nicht wenig beeindruckt: Die Weine wirken klar anders als das, was man von den renommierten Kollegen aus der näheren Umgebung gewohnt ist, aber sie weisen trotzdem rein gar nichts auch nur ansatzweise Verstörendes oder gar Abstoßendes auf. Meiner Vermutung/Meinung/Erfahrung nach kann man einen solchen Stil nur als absolutes Genie ziemlich schnell und ansonsten als normaler Sterblicher mit viel Willensanstrengung in jahrelangen Versuchen und Prozessen entwickeln - ziemlich am Ende solcher Prozesse scheint mir Manfred Rothe mittlerweile angekommen zu sein, denn alle drei probierten Weine zeigen mir sehr deutlich, dass er genau weiß, was er tut. Und daher ziehe ich erst mal gerne meinen imaginären Hut vor einem Winzer, dessen Haartracht mir weit weniger gefällt als seine Weine.
Herzliche Grüße
Bernd

Grauburgunder war über viele jahre hinweg so gar nicht meine Rebsorte. Aber mittlerweile ändert sich das gerade ein wenig, wobei charakterstarke Exemplare wie dieses massiv dazu beitragen. Der 23er von Rothe befindet sich wirklich weit weg vom üblichen Pinoh-Gridschio-Einerlei ohne Ecken, Kanten und Säure, sondern er zeigt mittels einer ausdrucksstark kräutrigen und mineralischen Würze, wozu die Sorte fähig ist, wenn der Winzer entsprechend mit ihr umgeht. Sehr viel Wein zu einem noch einstelligen Kurs, Nachkauf = 3 von 3.
Alle drei von mir jetzt probierten Rothe-Weine überzeugen durch ihre enorme geschmackliche Intensität und durch einen eigenwilligen, aber trotzdem nicht zu abgedrehten Charakter. Mit einer Art Spagat zwischen Naturweinstilistik und (im positiven Sinne) konventionellem Geschmacksbild scheint Manfred Rothe einen eigenen Sonderweg gefunden zu haben, der mich persönlich nicht wenig beeindruckt: Die Weine wirken klar anders als das, was man von den renommierten Kollegen aus der näheren Umgebung gewohnt ist, aber sie weisen trotzdem rein gar nichts auch nur ansatzweise Verstörendes oder gar Abstoßendes auf. Meiner Vermutung/Meinung/Erfahrung nach kann man einen solchen Stil nur als absolutes Genie ziemlich schnell und ansonsten als normaler Sterblicher mit viel Willensanstrengung in jahrelangen Versuchen und Prozessen entwickeln - ziemlich am Ende solcher Prozesse scheint mir Manfred Rothe mittlerweile angekommen zu sein, denn alle drei probierten Weine zeigen mir sehr deutlich, dass er genau weiß, was er tut. Und daher ziehe ich erst mal gerne meinen imaginären Hut vor einem Winzer, dessen Haartracht mir weit weniger gefällt als seine Weine.
Herzliche Grüße
Bernd