Bernd Schulz hat geschrieben: ↑Sa 24. Jan 2026, 21:50
Genau, mein Glas (ich verwende für alle Weine das gleiche Modell) muss sich seit gestern verändert haben!
Den Hype für jede Rebsorte ein anderes/eigenes Glas zu verwenden, den muss man ja nicht mitmachen. Finde ich auch übertrieben.
Aber der Typ des Glases und auch die Form macht einen riesigen Unterschied.
Kürzliche Erfahrung: ich habe "normale" Rotweingläser und Burgunder Gläser. Eine ganze Zeit lang nicht unbedingt darauf geachtet, sondern egal welche Rebsorte, die "normalen" Rotweingläser für alles verwendet. Letztens, ein Spätburgunder auf dem Tisch, in den normalen Gläsern. "Moment mal, wir haben doch auch Burgundergläser...."
Den selben Wein in ein Burgunderglas gegossen und parallel zu dem im normalen Glas probiert... der Unterschied war eklatant!!
Seitdem wird Pinot Noir nur noch aus den Burgundergläsern getrunken.
Und auch die Glasform macht einen Unterschied. Als es den Burggarten an der Ahr noch gab (vor der Flut) wurden in der Straußwirtschaft Spätburgunder vom Löss und Spätburgunder vom Schiefer ausgeschenkt. Nach Probe hab ich mich für den vom Schiefer entschieden. Als das Glas leer war habe ich nachbestellt. Nach dem ersten Schluck habe ich dann gefragt, ob der vom Schiefer alle war und sie mir den vom Löss eingeschenkt haben.
Die Bedienung war auf Draht und bemerkte, ich hätte ja beim ersten Glas ein anderes Glas gehabt (Form war unterschiedlich), das gebrauchte Glas stand noch auf dem Tisch und den Wein umgefüllt. Der Geschmack vom Schiefer war wieder da.
Hätte ich es nicht selbst erlebt, ich würde es nicht glauben.
Und seitdem auch im privaten Kreis, etwas "experimentiert" - die Glasform macht einen (Riesen)unterschied....