Rothe, Nordheim

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EThC
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von EThC »

EThC hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 21:47 Möglicherweise werde im Laufe der Woche noch das Qvevri-Flaggschiff antesten...
...geschrieben, getan:

2016er [Cuvée] - Kvevri - GS - [trocken] - Landwein Main

Bild
Viele Grüße
Erich

Nicht was lebendig, kraftvoll, sich verkündigt, ist das gefährlich Furchtbare. Das ganz Gemeine ist's
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was immer war und immer wiederkehrt und morgen gilt, weil's heute hat gegolten.

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Bernd Schulz
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von Bernd Schulz »

Nachdem das Paket von Rothe heute endlich angekommen ist, musste natürlich einer der in ihm enthaltenen Weine seinen Schrauber lassen, und zwar derjenige, mit dem Erich diesen Thread eröffnet hat:

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Für solch detaillierte Beschreibungen und speziellen Assoziationen wie denen von Erich fehlt mir leider die Phantasie :( , aber im Großen und Ganzen befinde ich mich schon auf einer Linie mit ihm. Dieser "Landwein" gehört angesichts seiner Vielschichtigkeit fraglos zu den besten mir bekannten Vertretern seiner Sorte (neben den Exemplaren von Krämer und Schäffer ;) ), und er riecht und schmeckt, obwohl er auf seinem Etikett als "Naturwein" bezeichnet wird, erfreulicherweise überhaupt nicht naturweinig im Sinne von angeschlagenen Äpfeln ;). Richtig guter Stoff ist das, und insofern wirkt das "GRANDE" in seinem Namen absolut nicht überzogen. Der reguläre Kurs von 12 Euronen ab Weingut macht erst recht keinen überzogenen Eindruck - insofern bin ich von meinem ersten Rothe-Wein ziemlich begeistert! So kann es gerne weitergehen....

Vielen Dank noch mal an Erich für seinen Hinweis auf das offenbar zu wenig bekannte Weingut!

Herzliche Grüße

Bernd
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EThC
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von EThC »

...das freut mich, daß der MT nach den Anlaufschwierigkeiten bei der Beschaffung letztlich überzeugen konnte!

Und wenn geschmackliche Assoziationen etwas auseinanderdriften, ist das in meinen Augen normal, wenn man sich dann im Fazit einig ist, ist es optimal...
Viele Grüße
Erich

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Bernd Schulz
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von Bernd Schulz »

EThC hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 09:58 Und wenn geschmackliche Assoziationen etwas auseinanderdriften, ist das in meinen Augen normal, wenn man sich dann im Fazit einig ist, ist es optimal...
Genau!

Ich verkoste den 19er Müller-Thurgau gerade nach (auf deinen Hinweis hin habe ich gestern mit Mühe ;) :oops: noch etwas in der Flasche gelassen) und stelle durchaus eine gewisse Veränderung fest, wobei ich nicht weiß, ob ich den Wein heute schöner als gestern finden soll. Der Süßeeindruck hat in der Tat nachgelassen und die floralen Noten kommen nicht mehr so stark zum Tragen, während immer mehr salzige Mineralität zu verspüren ist. Gleichzeitig schmeckt aber für mich plötzlich der Alkohol ganz leicht vor, und das stört mich im Vergleich zu gestern ein wenig.

Es bleibt aber dabei, dass es sich zu einem Preis von 12 Euro um einen erstaunlich vielschichtigen und gehaltvollen Weißwein handelt. Große Empfehlung und auf jeden Fall ein 3er auf der Nachkaufskala!

Herzliche Grüße

Bernd
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EThC
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von EThC »

Bernd Schulz hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 21:34 Gleichzeitig schmeckt aber für mich plötzlich der Alkohol ganz leicht vor, und das stört mich im Vergleich zu gestern ein wenig.
...das muß am Glas liegen... :lol: :lol: :lol: ;)
Viele Grüße
Erich

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Bernd Schulz
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von Bernd Schulz »

EThC hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 21:42 ...das muß am Glas liegen...
Genau, mein Glas (ich verwende für alle Weine das gleiche Modell) muss sich seit gestern verändert haben! :mrgreen:

Eben hatte ich schon den 18er Spätburgunder in der Hand, aber den werde ich demnächst zusammen mit Ralf trinken. Stattdessen habe ich die 22er Scheurebe aufgeschraubt - meine VKN folgt alsbald!

Herzliche Grüße

Bernd
Bernd Schulz
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von Bernd Schulz »

Erich hatte bereits ausführlicher über die 21er Scheurebe "Grande" geschrieben, aber statt derselbigen war der Nachfolgejahrgang in meinem Probierpaket enthalten:

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Etwas lauteren Scheureben kann ich ja durchaus eine Menge abgewinnen, solange sie nicht zu banal-knallig ausfallen, aber dieses Exemplar zeigt eindrucksvoll, dass man mit der Sorte auch eine in der Hauptsache mineralisch-bodenbetonte Geschichte erzählen kann, wenn man es darauf anlegt.

Puh, der kann was, der Manfred Rothe! Und sehr sympathisch finde ich, dass die Preise hier im Gegensatz zu anderen Erzeugern, die fraglos auch viel können und stilistisch in eine ähnliche Richtung tendieren, nicht so extrem durch die Decke geschossen sind. Daumen hoch - und zwar richtig weit hoch!

Herzliche Grüße

Bernd
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Udo2009
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von Udo2009 »

Bernd Schulz hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 21:50 Genau, mein Glas (ich verwende für alle Weine das gleiche Modell) muss sich seit gestern verändert haben! :mrgreen:
Den Hype für jede Rebsorte ein anderes/eigenes Glas zu verwenden, den muss man ja nicht mitmachen. Finde ich auch übertrieben.

Aber der Typ des Glases und auch die Form macht einen riesigen Unterschied.

Kürzliche Erfahrung: ich habe "normale" Rotweingläser und Burgunder Gläser. Eine ganze Zeit lang nicht unbedingt darauf geachtet, sondern egal welche Rebsorte, die "normalen" Rotweingläser für alles verwendet. Letztens, ein Spätburgunder auf dem Tisch, in den normalen Gläsern. "Moment mal, wir haben doch auch Burgundergläser...."
Den selben Wein in ein Burgunderglas gegossen und parallel zu dem im normalen Glas probiert... der Unterschied war eklatant!!

Seitdem wird Pinot Noir nur noch aus den Burgundergläsern getrunken.

Und auch die Glasform macht einen Unterschied. Als es den Burggarten an der Ahr noch gab (vor der Flut) wurden in der Straußwirtschaft Spätburgunder vom Löss und Spätburgunder vom Schiefer ausgeschenkt. Nach Probe hab ich mich für den vom Schiefer entschieden. Als das Glas leer war habe ich nachbestellt. Nach dem ersten Schluck habe ich dann gefragt, ob der vom Schiefer alle war und sie mir den vom Löss eingeschenkt haben.
Die Bedienung war auf Draht und bemerkte, ich hätte ja beim ersten Glas ein anderes Glas gehabt (Form war unterschiedlich), das gebrauchte Glas stand noch auf dem Tisch und den Wein umgefüllt. Der Geschmack vom Schiefer war wieder da.

Hätte ich es nicht selbst erlebt, ich würde es nicht glauben.

Und seitdem auch im privaten Kreis, etwas "experimentiert" - die Glasform macht einen (Riesen)unterschied....
Bernd Schulz
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von Bernd Schulz »

Udo2009 hat geschrieben: Sa 24. Jan 2026, 22:42 ...die Glasform macht einen (Riesen)unterschied....
Genau deshalb trinke/"verkoste" ich ja alle Weine erst einmal aus dem gleichen (lange gewohnten) Glas! ;)

Herzliche Grüße

Bernd
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Udo2009
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Re: Rothe, Nordheim

Beitrag von Udo2009 »

Aha... so war das gemeint. Verkosten aus demselben Glas ist ja voll in Ordnung...
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