Egon Müller - Scharzhof

Bernd Schulz
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Bernd Schulz »

dylan hat geschrieben: Fr 7. Jun 2024, 10:29 Bei den wenigen Weinen, die ich von diesem Erzeuger ins Glas bekam, habe ich immer gedacht : Ganz gut, aber das können andere Winzer an Saar und Mosel zu einem Bruchteil des Preises genauso gut.
Bei den zwei, drei Kabis, die ich früher mal von Egon Müller getrunken habe, ging es mir genauso. Aber die 14er Spätlese war eine ganz andere Nummer, wobei mein Gastgeber, der eigentlich bekennender Jungweintrinker ist, mir glaubhaft versichert hat, dass die Weine vom Scharzhof viel Zeit benötigen.
dylan hat geschrieben: Fr 7. Jun 2024, 10:29 Übrigens gibt es deinen 100 Punkte-Wein in der aktuellen Auktion von Koppe zum Preis von derzeit (die Auktion läuft noch eine gute Woche)
260 € für drei (!) Flaschen.
Ich sehe bei Koppe einen aktuellen Preis von 250 Euro.Auch für gute 80 Euro pro Flasche würde ich den Wein nicht kaufen, hundert Punkte hin oder her - wobei eh zu vermuten steht, dass es nicht bei dem jetzigen Gebot bleiben wird....

Herzliche Grüße

Bernd
Ursula
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Ursula »

solche Weinpräsente gefallen mir :

2016 Scharzhofberger Riesling Kabinett, mit 8 Vol.% Alk, 45er Naturkork

leichtes Gelb mit grünlichen Reflexen

ein bißchen grüne Noten auch in der Nase, aber sehr einladend verpackt,klarer, finessiger Tanz auf der Zunge, kabinettig eben, wie man sich das nur wünschen kann.Die Süße ist sehr dezent, ist pikant umspielt von einer nahezu laserartigen Fruchtsäure.

Excellenter Tropfen, da kann man gar nicht anders,als Schluck um Schluck zu genießen.
Ein jugendlicher Kabinettwein mit allerbesten Chancen für die nächsten 10 oder 15 Jahre.

Gruß Ursus
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Gaston
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Gaston »

Hallo,

Ich hätte die Möglichkeit günstig an die eine oder andere Flasche Riesling Scharzhof QbA 2021/2022 zu kommen.
Was erwartet mich da vor allem hinsichtlich des Süssegrades? Bei 8,5 vol. sieht das ziemlich restsüss kabinettig aus.
Wie süss sind die Qba's von Müller?

Danke
Beste Grüße
Gaston
Bradetti
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Bradetti »

Gaston hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 14:45 Hallo,

Ich hätte die Möglichkeit günstig an die eine oder andere Flasche Riesling Scharzhof QbA 2021/2022 zu kommen.
Was erwartet mich da vor allem hinsichtlich des Süssegrades? Bei 8,5 vol. sieht das ziemlich restsüss kabinettig aus.
Wie süss sind die Qba's von Müller?

Danke
Hi Gaston, bin vielleicht nicht der Experte für Weine von E. Müller, aber den QbA hatte ich schon aus dem einen oder anderen Jahrgang im Glas (allerdings vor 2020). Kann nur sagen Restsüße ja (vielleicht so 30-40g/l...), aber immer wunderbar gepuffert durch ein schönes Säuregerüst! Also kein pappig süßer Eindruck. Hatte ich immer gerne im Glas und kann gar wunderbar reifen!!
Viele Grüße
Dirk
Bernd Schulz
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Bernd Schulz »

Hallo Gaston,

ich hatte 2013 mal einen 2007er QbA (heutzutage nennt sich das Qualitätswein) von Müller im Glas und vermute, dass sich der Stil nicht groß geändert hat; vielleicht hilft meine Notiz minimal bei der Orientierung:

Bild
Gaston hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 14:45 Ich hätte die Möglichkeit günstig an die eine oder andere Flasche Riesling Scharzhof QbA 2021/2022 zu kommen.
Was ungefähr ist denn unter "günstig" zu verstehen? Der 24er Qualitätswein von Egon Müller kostet bei Lobenberg 65 Euro, was ich für einen völlig durchgeknallten Kurs halte. Auch die Hälfte würde ich keineswegs bezahlen, denn für 18 Euro gibt es u.a. einen Weltklasse-Kabinett von Fritz Haag, und der ist sicher nicht schwächer als der Müllersche Qualitätswein.

Herzliche Grüße

Bernd
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Gaston
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Gaston »

Erstmal danke für die Einschätzungen.
Bernd Schulz hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 18:37 Was ungefähr ist denn unter "günstig" zu verstehen?
Ungefähr die Hälfte des normalen Kurses. Ist zwar immer noch nicht wenig, aber da ich noch nie einen Wein von E. Müller getrunken habe, nehme ich hier die Gelegenheit wahr, meine Neugierde zu befriedigen. Und wahrscheinlich wird es bei diesem einen Mal bleiben, zumal dieser Weintypus noch nicht mal zu meinem Beuteschema zählt. ;) Aber irgendwie dachte ich, man sollte das einmal im Leben probiert haben, und wann wenn nicht jetzt...
Beste Grüße
Gaston
Bernd Schulz
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Bernd Schulz »

Wie gesagt: Die Hälfte des normalen Kurses ist aus meiner Perspektive nicht nur "nicht wenig", sondern es handelt sich immer noch um einen absoluten Mondpreis.

Aber ich will dir nicht ausreden, "die eine oder andere" Flasche von dem Wein zu kaufen, bevor du irgendwann in hoffentlich sehr ferner Zukunft das Zeitliche segnest, ohne jemals einen Riesling von Egon Müller getrunken zu haben.

Ich kenne das Phänomen zu gut von mir selber: Nach der Lektüre des Robert-Weil-Kapitels in meinem 98er GM wollte ich unbedingt mal einen Wein des hochgelobten Erzeugers trinken, aber über Jahre hinweg kam es nicht dazu. Als ich dann endlich irgendwann nach der Jahrtausendwende einen Gutsriesling von Weil im Glas hatte, war ich extrem verblüfft - und zwar über das miserable PGV!

Jeder muss da selber seine Erfahrungen machen...

Herzliche Grüße

Bernd
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Gaston
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Gaston »

Hallo Bernd,

ich verstehe deinen Punkt. Und ich bin auch ziemlich sicher, dass ich für 30 Euro etliche, für mich interessantere
Flaschen anschaffen könnte
Aber hier geht es mir tatsächlich darum "mal Egon Müller zu probieren" (so irrational das auch ist), deshalb ficht mich der Hinweis
auf gleich gute preiswertere Weine dieses Typs (Fritz Haag) in diesem Zusammenhang nicht an.

Ich nehme dabei auch eine mögliche Enttäuschung in Kauf. Glücklicherweise kann ich mir gelegentlich
einen solchen "Luxus" leisten. Wenn das nicht der Fall wäre, wäre das alles kein Thema.

Schönen Abend!
Beste Grüße
Gaston
amateur des vins
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von amateur des vins »

Beides ist problematisch: den Über-drüber-Wein zu erwarten, oder ihn schon vorab als schlecht oder überteuert anzusehen. Wenn Du Bock drauf hast und es Dir leisten kannst und magst, mach Dir Dein eigenes Bild.

jm2c
Besten Gruß, Karsten
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Gaston
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Re: Egon Müller - Scharzhof

Beitrag von Gaston »

amateur des vins hat geschrieben: Di 20. Jan 2026, 21:35 Beides ist problematisch: den Über-drüber-Wein zu erwarten, oder ihn schon vorab schlechtzureden (oder als
überteuert). Wenn Du Bock drauf hast und es Dir leisten kannst und magst, mach Dir Dein eigenes Bild.

jm2c
Ich sehe da gar keine Problematik. Es ist Neugier, ohne übertriebene Erwartungen.
Wir werden sehen. Ich werde berichten.
Beste Grüße
Gaston
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