Ich hab das ganze Wochenende überlegt, ob ich zum Thema "Sekt aus der Pfalz" was schreiben soll oder nicht. Ich habe das Thema Sekte bei meinem Bericht über die VDP Kellernacht bewusst außen vor gelassen, aber als ich jetzt Bernds Notiz hier gelesen habe, muss es doch mal raus. Vorweg, der
von Buhl'sche 2015 Kieselberg Deidesheimer Riesling Sekt brut war um kurz nach 21 Uhr aus, wenn ich richtig gezählt habe, waren hinter dem Stand 18 leere Flaschen aufgereiht. Der scheint also zumindest starkes Interesse ausgelöst zu haben. Für uns gab es nur noch den allerletzten Tropfen, eine Bewertung leider nicht mehr möglich.
Wir hatten vorher diverse andere probiert, insbesondere solche, die sich "Prestige" nennen dürfen. Wenn ich das Konzept richtig verstehe, dann will man damit dem Champagner Konkurrenz machen. Nun ja, vielleicht lag es an der Tages-, bzw. Abendform, der Gaumen durch die anderen Weine dekalibriert, ich weiß es nicht. Jedenfalls konnte keiner, egal ob von Jülg, Mosbacher, Bergdolt und noch 1-2 andere mehr, auch nur ansatzweise überzeugen. Bei dem ersten, den wir probiert hatten, kam mir sofort die Assoziation Apfelessig, und die kam bei jedem neuen Sekt wieder. Alle eine zwar feine aber breite Perlage, den Mund geradezu ausschäumend, vordergründig ordentlich Säure und genau, ganz viel Apfel. Wie gesagt, das kann an uns gelegen haben, die Sekte waren teils auch nicht mehr kalt genug, aber das war in der Summe wirklich nichts. Und dafür werden dann ja auch Preise für um die 30€ aufgerufen. Mir jedenfalls wären "einfache" Winzersekte, die mit dem zufrieden sind, was sie sind und nicht "auf Schampus getrimmt" wurden deutlich lieber, vor allem wenn sie im Bereich von 15-20 € gepreist werden. Die gibt's ja zum Glück noch. Am Samstag beim VDP allerdings nicht.
Sorry, muste ich mal loswerden, auch wenn es wohl keinem bei seiner Kaufentscheidung hilft. Danke für's Lesen
