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Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

Was Sie schon immer über Wein wissen wollten, aber nie zu fragen wagten
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Shindo

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragFr 16. Aug 2019, 18:41

Sooo der MS Black Print ist im Glas. Ich versuche mich mal ab meiner 1. Geschmacksbeschreibung :-)

Farbe: mhhh also vom Namen und von Beschreibungen hätte ich mir mehr Tinte vorgestellt. So ein Mix aus himbeer und kirschrot würde ich sagen.

Nase: wie beschreibt ich das am besten? Der Geruch ist so wie er mich bei vielen deutschen Weißweinen immer stört: er riecht so säuerlich wie Riesling würde ich jetzt mal sagen. Würde ich mit verbundenen Augen riechen würde ich nicht auf einen Rotwein tippen irgendwie.

Geschmack: sehr leicht finde ich. Gefällig, süffig irgendwo. Wenig Tannin, ein bisschen Faßeinfluss (Holz). Nach welcher Frucht er schmecken soll kann ich nach dem 1. Glas nicht unbedingt sagen.

Abgang: relativ kurz bissl, Trockenheit bleibt aber kein nachhall.


Ok das ist jetzt mal zum 1. Glas und 1. Eindruck. Bauchgefühl: haut mich nicht vom Hocker. Für 5€ Gallo Cabernet eigentlich ebenbürdig für 50% des Preises als 1. Eindruck. Aber mal sehen wie der sich den Abend über macht. Bin bissl enttäuscht aber will mich auch nicht von den Vorrednern hier die skeptisch waren beeinflussen lassen. Bin Da schon neutral :-)


(Habe übrigens von dem 1. Antwortpost hier im Artikel alle rhone weine bestellt und noch einen Spanier der mir von der Beschreibung gefiel, ich Berichte)

So mal gespannt was ihr zu den laihenhaften Worten sagt hehe.

Grüße
Michael
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amateur des vins

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragFr 16. Aug 2019, 18:55

Shindo hat geschrieben:So mal gespannt was ihr zu den laihenhaften Worten sagt hehe.
"Falscher Thread" sage ich erstmal dazu. :P
Guck mal, hier hat er sogar seinen eigenen Thread. 8-)

Mit der Beschreibung kann ich schon ein bisserl was anfangen. Da ich aber weder Wein noch Winzer kenne, kann ich sie für mich nirgendwo einordnen. Sorry.
Besten Gruß, Karsten
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Bernd Schulz

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragFr 16. Aug 2019, 19:35

Shindo hat geschrieben:So mal gespannt was ihr zu den laihenhaften Worten sagt hehe.


Für mich klingt die Beschreibung wie erwartet! :mrgreen: :twisted:

Dann bin ich mal gespannt, ob dir die bestellten Rhone-Weine besser gefallen.....

Herzliche Grüße

Bernd
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Der Wein-Schwede

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragFr 16. Aug 2019, 19:38

maha hat geschrieben:
Georg R. hat geschrieben:Der Val Sotillo Finca Buenavista wäre hier meine Empfehlung.

Hallo Marko,

das mit Weinempfehlung an anderen finde ich öfters ganz schwierig wenn man einander nicht gut kennt.
Generell finde ich spanische Weine unmodern und öfters ohne Finesse. Zu viel Extraktion und Tannin.

Von Val Sotillo habe ich eine aktuelle Erfahrung - aber es war der Val Sotillo Gran Reserva 2009.
Habe den Wein vor einigen Monaten als Geschenk bekommen. Der kostet ca. 70 Euro und dann steigen natürlich die Erwartungen beim Öffnen.
10 Jahre alt aber trotzdem Tintenschwarz in der Farbe. Die Aromen bestehen aus Blöcken mit Schwarzfrucht, Holz, Vanille und dazu Übermengen mit Tannin, Überextraktion ohne Ende, kein Terroir oder Mineralität, gar nicht etwas zum Geniessen.
Das schlimmste finde ich doch diesen "unmodernen" oxidativen Weinausbau. Als Gast bei Freunden bin ich auch manschmal solche "Spaniern" in der Preisklasse 40-60 Euro zum Essen angeboten, und wieder dieser "oxidativer" Ausbau mit überreifen Pflaumen und Rosinen.

Ich bin als Pinot Noir Freak natürlich nicht objektiv, und das schlimmste was ich mir vorstellen kann sind Amarone Weine.

Den Val Sotillo konnten wir nicht trinken, aber ich habe eine sehr schöne Rotweinsosse davon gemacht. :)

Viele Grüsse
Rolf

PS. Die Weinempfehlungen ich von Dir bekommen habe (z.B Rings und Saalwächter) waren immer hervorragend! ;) :)

@Shindo:
Du könntest Pinot Noir Weine aus der neuen Welt probieren. Die sind nicht so straff und mineralisch wie klassische PN Weine, aber sehr saftig und aromenreich ohne tanninreich und schwer zu sein. Viel leichter als die "Wuchtbrummen" vom Mittelmeer, aber öfters mit viel mehr "Parfum" (also mehr Duftaromen) in der Nase. Die tintenschwarze Wuchtbrummen werden schnell langweilig....
Zuletzt geändert von Der Wein-Schwede am Sa 17. Aug 2019, 00:32, insgesamt 4-mal geändert.
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Sauternes

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragFr 16. Aug 2019, 19:45

Es ist wie es ist, Weinentäuschungen gehören dazu, so lernt man halt, nach deinen Schilderungen wird das mit diesem Wein auch nichts mehr.
Ich hatte ja schon einen Australischen Shiraz erwähnt, kostet derzeit bei von Kapff 9,95€, Peter Lehmann The Barossan 2016, da bekommt man einen schönen Wein geboten.
Habe ich jetzt selber probiert, Flasche nun am 2. Abend schon leer, zu zweit, wunderbar trinkig, sozusagen :lol: .
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Shindo

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragFr 16. Aug 2019, 20:11

Ja man lernt durch sowas schnell dazu. Also ist ja eh Geschmackssache alles und nur weil der Black Print nicht meins ist, können andere anders urteilen.

Einen Lehman hatte ich Letzt ausm Edeka für 12€. Wir hatten Besuch und alle fanden ihn gut. Ich auch. Bin mal gespannt was da noch so alles kommt.

Glaube mit so 10€ round about bin ich erstmal gut bedient ohne mich zu überfordern. Gefällt mir nur einer der rhone weine, wäre es schonmal ok. Dann kann ich mir den irgendwann nochmal holen und mit paar anderen vergleichen.

Dann werde ich mich hier mal mit pinos beraten lassen :-)

Michael
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amateur des vins

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragFr 16. Aug 2019, 20:21

Rolf, liest sich für mich so, als wäre der Spanier bei Michael stilistisch on spot! :mrgreen:

Aber generell bin ich bei Dir, daß konkrete Empfehlungen, gerade zu Anfang und wenn man sich nicht so gut kennt, problematisch sein können.
Besten Gruß, Karsten
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Shindo

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragSa 17. Aug 2019, 18:32

Also heute ist der MS Wein ein wenig besser, werde aber nicht warm damit.

Wo liegt eigentlich so der "Sweet Spot" zwischen Qualität und Preis?

Ab einem gewissen Preis ist es ja teilweise der Wein teurer aufgrund eines bestimmten Gebiets / evtl Winzername / Seltenheit / Verfügbare Menge die den Preis mitbestimmt.

Zb der Barolo damals war für mich ein wow Faktor. Aber 150/200€ ist keine Option für mich.
Kann man so einen Wein für 20€ evtl bekommen von der Qualität her oder sind es vlt 40€ und ich bekomm dafür ein ähnliches Traumstöffchen etc. ? Oder ist es einfach so, dass ich für sowas halt 100+€ auf den Tisch legen muss?

Bei Whisky war es für mich immer so: 50-80€ da bekam man sehr sehr gutes Zeug, alles darüber war evtl bissl besser aber oft den mehrpreis nicht wert. Ich muss noch anmerken, dass ich für Whisky 80€ eher bereit bin zu zahlen, da die Flasche ca 2 Jahre dann hält und eine flasche Wein hält nur für 1 oder Max 2 Abende.

Michael
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Sauternes

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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragSo 18. Aug 2019, 10:31

Shindo hat geschrieben:Wo liegt eigentlich so der "Sweet Spot" zwischen Qualität und Preis?
Ab einem gewissen Preis ist es ja teilweise der Wein teurer aufgrund eines bestimmten Gebiets / evtl Winzername / Seltenheit / Verfügbare Menge die den Preis mitbestimmt.

Dazu passend habe ich gestern einen Artikel über Bordeaux und die Preisentwicklung gefunden, wenn du lesen magst:
https://vvwine.ch/2019/08/bitte-noch-ne-kiste-vom-besten/, sehr interessant sind auch die Kommentare unter dem Artikel :!: .
Ein Grundsatz war z.B. das selbst der teuerste Bordeaux in der Herstellung max. 25€ pro Flasche kostet, alles andere ist Marketing :o .
Diese Preisgestaltung bezieht sich aber nicht nur auf Bordeaux, auch andere Gebiete ziehen da kräftig mit.
Die große Kunst beim Weinkauf besteht nun darin die Weine zu finden die Preis-Genuss mäßig einen am besten zusagen, das geht natürlich nur über probieren.
Deshalb mein Rat, bloß nicht gleich einen Wein Kistenweise kaufen, selbst wenn dir ein bereits getrunkener Wein sehr gut gefällt, es kommen sicher weitere Weine dazu, die dir wieder besser gefallen und der Weingeschmack, bzw. die Vorlieben ändern sich auch mit der Zeit.
Wenn ich heute einen Wein aufmache der mir zu Anfangs meiner Weintrinkerkarriere gefallen hat, dann ist das teilweise schon Enttäuschend.
Der Grund dafür, umsomehr richtig gute Weine probiert wurden, umsomehr steigen die eigenen Ansprüche.
Natürlich kann man sich mal einen Wein für 50€ oder 80€ gönnen, die geschmacklichen Qualitäten steigen in diesem Preisrahmen aber in keinen Verhältnis zu einem Wein der 25€ kostet.
Viel Spaß beim ausfindig machen der persönlichen Preis- Genuss Favoriten :) .

Gruß Heiko
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Re: Vorstellung / Fragen / (Rot)-Weinempfehlungen

BeitragSo 18. Aug 2019, 11:34

Sauternes hat geschrieben:Ein Grundsatz war z.B. das selbst der teuerste Bordeaux in der Herstellung max. 25€ pro Flasche kostet, alles andere ist Marketing :o .

...interessant! Ich habe mal eine ähnlich lautende Winzeraussage gelesen, da lautete die Zahl 35 Euronen, da hätte man dann alles Erdenkliche bei den Gestehungskosten abgedeckt. Wenn man dann aber bei Kleinauflagen von z.B. 500 Flaschen schon die Hälfte für lau für Verkostungen weggeben muß, steigt halt der Preis für die "Endverbraucherflaschen" entsprechend. Aber in der Regel sind höhere Preise einfach an den Möglichkeiten des Marktes ausgerichtet. Dann ist man als Winzer in der komfortablen Situation, daß man ausprobieren kann, um welches Geld die Ware gerade noch weg geht.
Wo die persönliche Schmerzgrenze liegt, muß jeder für sich selbst 'rausfinden. Die liegt bei mir bei Blindkäufen relativ niedrig; wenn ich was belastbares über Gut bzw. Wein weiß oder gar vorher probieren konnte, laß ich auch mal mehr springen. Über 50 Euronen pro Flasche gehe ich aber sehr selten und bis jetzt ist der Top-Preis 85 EUR, ist aber schon einige Jahre her...
Viele Grüße
Erich


NOVINOPHOBIE ist die Angst davor, daß der Wein ausgeht...
https://ec1962.wordpress.com/
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