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Burgund für Anfänger

Chablis, Auxerre und Umgebung, Côte de Nuits, Côte de Beaune, Châlonnais, Maconnais, Beaujolais und Lyonnais
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OsCor

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragSo 1. Apr 2018, 14:30

Hallo Stefan,

danke für die erhellenden Links. Der Prem-Ox-Faden hier verweist auf einen Blogbericht; aus dem habe ich geschlossen, dass Premox bei jüngeren Weinen eher selten auftritt/auftreten sollte. Einige Formulierungen aus dem Faden in unserem Forum haben mir schon einen kalten Schauer den Rücken runter laufen lassen; ich habe vor ein paar Minuten noch mal geschaut, welche Preise bei weißen Burgundern aufgerufen werden und habe mir vorgestellt, ich hätte ein paar Kisten im Keller liegen…
Um mein Ziel zu erreichen, mir wenigstens einen kleinen Einblick in die Geschmackswelt dieser Weine zu verschaffen, habe ich beschlossen, in Freiburg mal bei Jacques Weindepot vorbeizuschauen. Da kostet der einfachste Burgunder knapp unter 10 und es gibt ein paar weitere unter 20 €. Wichtig ist, dass ich nach dem Motto „Kaufen und sofort trinken” verfahren kann; für Weine, die man noch liegen lassen sollte, bin ich zu alt.

Btw: Nimmt denn ein Händler offensichtlich oxidierte Ware zurück?

Gruß
Oswald
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Créot

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragSo 1. Apr 2018, 16:17

Oswald, wenn du die Weine bald trinken willst: Empfehlen kann ich die Weissen von Goissot (in der Mitte zwischen Chablis und der Cote d'Or gelegen, gibts bei Kreis oder - günstiger - vor Ort) oder auch den Basisbourgogne von Bachelet-Monnot (bei Nobbi Müller). Beides so um 15,- Euro und m Zweifelsfalle besser als Jacques...
Ich muss aber auch bekennen: Erst als ich mal einen 10 Jahre alten weissen Bourgogne-Village im Glas hatte, habe ich verstanden, warum das Zeug so geil ist...

Grüße
Stefan
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OsCor

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragSo 1. Apr 2018, 20:05

In Freiburg gibt es eine kleine Weinhandlung (Agora), die auch bei Jura-Weinen besser bestückt ist als die anderen und die etliche Chardonnays aus dem Burgund anbieten - und zwar schon ab ca. 10 €. Da könnte ich mal von unten anfangen.
Schade, dass mein Französisch so lausig ist; wäre ein lockerer Wochenendausflug.

Gruß
Oswald
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Créot

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragSo 15. Apr 2018, 22:43

OsCor hat geschrieben:Schade, dass mein Französisch so lausig ist; wäre ein lockerer Wochenendausflug.

Ach, wenn man Lust drauf hat, dann geht das oft auch. Bei Goisot sowieso, die haben einen kleinen Shop. Aber sicher, nur wegen 2 oder 3 Pullen lohnt sich's nicht.

Ich wollte aber noch einen sehr netten Weissen anpreisen, der nicht die Welt kostet:

Henri et Paul Jacqueson Rully 1er Cru Les Pucelles 2012

Hab mir keine Notizen gemacht, aber ein sehr sehr kräftiger Wein, Dichte Frucht, Blüten, Steinobst, Zitrone, leicht Zesten, ganz leicht Südfrüchte, sehr schön eingebundenes Holz. Wie gesagt sehr dicht und aromatisch, vielleicht nicht der subtilste Burgunder, aber keineswegs plump, schön Balanciert mit klarem Säurenerv. Machte mir Spaß und hat die mittrinkenden bekennenden Weinlaien (sicher auch wegen der offenherzigen Frucht) überzeugt.

Grüße
Stefan
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Käfi

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragDo 14. Jun 2018, 21:22

Wie ist Louis Jadot einzuordnen? Der steht ja bei ziemlich vielen, dennoch findet man weder hier, noch bei CellarTracker, noch bei Hauptsache Wein viel darüber. Weil zu Mainstream? Habe mir bei der aktuellen 20€+minus 20% Aktion von Hawesko mal zwei Flaschen Meursault bestellt - Fehler?
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vanvelsen

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragFr 15. Jun 2018, 06:53

Käfi hat geschrieben:Wie ist Louis Jadot einzuordnen? Der steht ja bei ziemlich vielen, dennoch findet man weder hier, noch bei CellarTracker, noch bei Hauptsache Wein viel darüber. Weil zu Mainstream? Habe mir bei der aktuellen 20€+minus 20% Aktion von Hawesko mal zwei Flaschen Meursault bestellt - Fehler?


Damit wirst du kaum Höhenflüge erleben... Grüsse, Adrian
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Käfi

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragDi 19. Jun 2018, 09:55

Schade, aber hab die Flaschen jetzt trotzdem mal behalten. Waren schon unterwegs und zurückschicken ist ja auch lächerlich. Im Johnson 2017 steigt das Haus von 2* auf 4* auf, naja mal sehen. Sonst einen Tipp für Meursaults zum "einsteigen"?
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amateur des vins

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragDi 19. Jun 2018, 10:21

Käfi hat geschrieben:Sonst einen Tipp für Meursaults zum "einsteigen"?
Wenn nicht "Meursault" draufstehen muß: Du könntest mal probieren, ob der Bourgogne blanc von Henri Boillot was für Dich ist. Manchen sind die allerdings zu schwefelig, aber beim Basiswein geht das eigentlich. Auch Bernard Moreau macht einen schönen Bourgogne blanc; ist i.a. zugänglicher, aber dennoch fokussiert.
Besten Gruß, Karsten
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Käfi

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragDi 19. Jun 2018, 11:05

Ich trinke in letzter Zeit viel Bourgonge Blancs, u.a. jeweils geschmeckt haben mir, Henri Boillot (ist was für mich!!), Mikulski, Bachelet-Monnot, Pierre Morey, Topes Bizot, Coche-Bizouard und dachte es sei vielleicht sinnvoll, mal ein Regal höher zu greifen. Nur um das nächste Level mal probiert zu haben, nicht für den regelmäßigen Konsum.

Domaine Bernard Moreau et Fils Chardonnay Bourgogne Blanc 2015 war "lecker", mir aber dennoch etwas zu exotisch-fruchtig und süß, um ihn wieder zu kaufen.
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amateur des vins

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Re: Burgund für Anfänger

BeitragDi 19. Jun 2018, 12:30

Das würde ich dann nicht mehr als "Einstieg" oder "Anfang" bezeichnen, aber gut, daß wir drüber geschrieben haben. 8-)
Käfi hat geschrieben:Henri Boillot (ist was für mich!!), Mikulski, Bachelet-Monnot, Pierre Morey, Topes Bizot, Coche-Bizouard
Ich fürchte, dann kann ich nicht helfen - zumindest, was die Côte d'Or angeht. Bachelet-Monnot hätte ich auch genannt.
Käfi hat geschrieben:Bernard Moreau et Fils Chardonnay Bourgogne Blanc 2015 war "lecker", mir aber dennoch etwas zu exotisch-fruchtig und süß
Echt jetzt? :o Erstaunlich! Ich hatte letztens den 2016er, und den fand ich weder exotisch-fruchtig noch süß, und auch nicht breit. Ok, nicht so extrem reduziert wie z.B. Boillot. Vielleicht der Jahrgang? Reizt mich ja, das herauszufinden...

So Sachen wie Jobard oder Ropiteau sind dann auch eher nix für Dich.

Liest sich für mich, als wolltest Du Dich mal im Chablisien umtun?! Die Spitzen dort sind mittlerweile sogar "weniger unerschwinglich" als die der Côte.
Besten Gruß, Karsten
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