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Südafrika WEISS

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Oberpfälzer

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Südafrika WEISS

BeitragSo 19. Dez 2010, 12:23

Erstellt am: 22.06.2009 : 23:02:54 Uhr
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Chenin Blanc 2007, de Trafford hat mich nicht besonders beeindruckt, war aber dennoch recht gut mit vielschichtiger Nase und dito am Gaumen, sehr gute Länge. Alkohol war schon spürbar. Wohlwollende 88 OpfP

Der Chardonnay Methode Ancienne, Springfield Estate gefiel mir sehr gut. sehr kräftige und vielschichtige Nase nach gelben Früchten, blumig und Finesse. Dicht, ölig wirkend, sehr kräftig aber gut eingebunden. Herbe Fruchtnoten. Sehr lang. Mit meinen 91 OpfP wohl etwas ehrgeizig bewertet.

Chardonnay Reserve 1993, Louisvale Wines begann mit einer kräftigen, vielschichtigen Nase nach herber Frucht, etwas morbidem Holz, staubig. Mittlerer Extrakt, mild, schwer, etwas ölig, etwas fehlende Tiefe. Harmonisch, vielschichtig. Recht lang. 88 OpfP

Vin de Constance 2004, Klein Constantia. Dieser Süsswein ohne Botrytis macht schon mächtig Spass. Laut in der Nase, vielschichtig. Extraktreich, wuchtig und rassig, vielschichtig, sehr harmonisch und tolle Länge. Ebenfalls ehrgeizige 94 OpfP
Servus
Wolfgang
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Oh Dae-Su

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Re: Südafrika WEISS

BeitragDo 23. Feb 2012, 22:05

Hallo alle zusammen,

gestern und heute hatte ich das Glück einen wirklich beeindruckenden, bis zum Fantastischen hingehenden, Chardonnay aus Südafrika trinken zu dürfen. Und das für ziemlich wenig Geld. Nun gut primär weil ich ein Schnäppchen geschossen habe. Aber auch der Normalpreis ist in diesem Fall alle mal gerechtfertigt. Es handelt sich um den

Springfield Estate Chardonnay Méthode Ancienne 2006, Robertson

Einen solchen eigenständigen, komplexen und charaktervollen Chardonnay aus Südafrika, vielleicht sogar aus der Neuen Welt, inklusive so manch super teurem kalifornischen Weinchen, ist mir zuvor noch nie untergekommen. Leider bin ich heute Abend zu faul für eine wiederholte Beschreibung, deshalb füge ich heute mal die„Oh Dae-su-English“ post aus meinem Blog ein.

This time the actual wine ought to remain in the absolute centre of attention. Not so much winery talk or whatsoever. OK, let me anticipate a bit. A fantastic and simply unique wine! The Méthode Ancienne Chardonnay 2006 was produced by Robertson’s flagship winery Springfield Estate. I’ve got to admit: Not big adventure wine, nothing hyper curious, but profoundly impressive. Harvested from 25 year old vines (Clone CY3), fermented for more than 50 days with native yeasts, aged for 12 months in 300 l oak barrels (50% new, 50% used Allier) and the 3 Us: unfiltered, unfined and unstabilized. So much for the classic wine marketing babble nobody wants to hear. Now wine!

The colour in my glass was rather dark, golden yellow without a lot of particles. Well, it needed the nose, just the nose, to conquer my heart. It proved be enormously complex and refined. I smelled a variety of lemon flavours, sweet’ish orange honey, tropical fruits like pine apple and hints of papaya, breakfast cereal, whipped cream and amazingly gentle scents of oak influence. A touch of classical Chardonnay spices aren’t lacking either. A nose full of character and impact! Bam!
At first the taste of the Méthode Ancienne Chardonnay impressed with plenty of tropical flavours, quite a lot of buttery aromas, hints of whipped egg whites, elegance, certain freshness and fantastic length. It was broad as well as sophisticatedly delicate. Some hours later the refined and very very very well balanced character of this Chardonnay got more and more impressive. The creamy and buttery attributes (in combination with a very gentle freshness) improved to almost unknown heights. The overall balance, including the slightly increased alcohol (14%, was never in the foreground anyway), took my breath away. Maybe by surprise, maybe by its overwhelming quality!?! I can’t and won’t tell. I just can say: It is a very damn good Chardonnay. Maybe like a very thoughtfully produced high class Meursault. Erase my last statement, please. I should not make such foolish comparisons. On the second day the quality and overwhelming impact hardly changed. Definitely unlike any South African Chardonnay I ever had. Fantastic! Nkosi Sikelel' iAfrika!!!
(++)-(+++)


http://wine-zeit.blogspot.com/2012/02/n ... field.html

Beste Grüsse

Chris
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olifant

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Re: Südafrika WEISS

BeitragDo 1. Nov 2012, 13:38

... gestern im Glas ...

Chenin 2005 Signature, Jean Daneel - Stellenbosch, 'made in the traditional method and matured for 10 month in small french oak barrels' - Platter 4,5 Sterne

dichtes strohgelb - helles Goldgelb; Aprikose, zitronige Noten und Zitronat-Noten; am Gaumen mittlere - bis gute Stoffigkeit, Aprokosen-, Zitronige-, Zitronat- und Kumquatnoten, mineralische basis, etwas sherry-hefige salzige Noten, gute Tiefe, gut balancierte präsente Säure, tief und mineralisch; langer Abgang mit zitronig-aprikosigen und mineralischen Noten, leicht salzig - 16,5-17/20 op

Interessanter Wein, sehr guter Essensbegleiter, empfehlenswert, jetzt trinken.
Grüsse

Ralf
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blumentopferde

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Re: Südafrika WEISS

BeitragDi 13. Aug 2013, 01:32

Konnte meinen Augen kaum trauen:

Danie de Wet: Good Hope Sauvignon Blanc 2013, De Wetshof Estate, Robertson, 12,5%vol, 6€:
Auge: Strohgelb
Nase: frisch, typisch, vegetale Noten
Zunge: frische Säure, schlanker Körper, trinkig
Gesamteindruck: Hatte einige Zeit gedauert, bis ich realisiete, dass die 2013 weder ein Druckfehler war, noch der Wein durch eine Zeitmaschine kam :D ! Keine Offenbarung aber ein netter, süffiger Wein, und für den Preis schwer in Ordnung!
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mixalhs

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Re: Südafrika WEISS

BeitragDi 13. Aug 2013, 05:54

Da scheinst Du Glück gehabt zu haben. Ähnlich wie im Norden (z.B. beim Beaujolais Nouveau oder auch beim Jungweinhype in Österreich) sind die Jungweine der Südhalbkugel, die wenige Wochen nach der Lese abgefüllt werden (1), nicht immer die feinsten Weine. Im guten Fall hat man einen frischen, netten und unkomplizierten Sommerwein (wie Du), im schlechten Fall eine dünne Plörre, die den Titel "Wein" kaum verdient. Zitat aus einer Verkostungsnotiz (nicht von mir):
Meiner Meinung nach muss ein Wein eine Geschichte erzählen. Nämlich seine Geschichte. Dieser Wein erzählt von den langweiligen Ferien bei seiner Großmutter. Das finde ich auch eher langweilig...
(2)

Der SB von Danie de Wet scheint ein seriöser Wein ohne Turbogärung und Jungweinambitionen zu sein. Gelesen wurde in der zweiten Februarhälfte. Wenn man den Trauben dann ein paar Monate gibt, zu Wein zu werden, dann ist Juli/August für Abfüllung und Vermarktung realistisch: eben genau dann, wenn man diese leichten frischen Weine bei uns auf dem Balkon oder im Garten genießen möchte.

(1) Bericht über die Abfüllung der ersten Flaschen SB 2013 in Neuseeland vom 20. Mai: http://www.stuff.co.nz/marlborough-expr ... dy-to-roll

(2) Verkostungsnotiz eines 2011er Chenin Blanc durch T's Weinblog im August 2011: http://www.verkostungsnotizen.net/vkn_d ... p?ID=34697
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blumentopferde

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Re: Südafrika WEISS

BeitragMo 26. Aug 2013, 16:26

@mixalhs
Schon seltsam dieses Wetteifern darum, den Wein möglichst früh auf den Markt zu bringen! Kann mir nicht vorstellen, dass man in den paar Wochen, denen man den anderen voraus ist, so einen Umsatz macht, dass es sich auszahlt, dafür eine schlechtere Weinqualität in Kauf zu nehmen - Der Wein wird ja doch das ganze Jahr über verkauft!

Aber es wird sich wohl rechnen, sonst würde es wohl keiner tun...
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m_arcon

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Re: Südafrika WEISS

BeitragDi 4. Feb 2014, 11:55

Hallo zusammen,

leider, leider ist Südafrika immer noch eine viel zu unbeleuchtete Region. Ich hatte vor kurzem einen der besten Weissweine meines bisherigen Trinkerlebens im Glas. Und zwar aus Südafrika und von Eben Sadie.

Kokerboom 2010, eine Cuvee aus Semillon Blanc und Semillon Gris. Semillon Gris ist am Kap nahezu ausgestorben. Das Lesegut stammt aus einem Weinberg der ca. 1930 bepflanzt wurde; bis heute haben die Reben weder Herbizide noch Pestizide berührt - bio pur. Teilweise auf der Schale vergoren verbleibt der Wein 18 Monate auf der eigenen Hefe und wird dann unfiltriert und ungeschönt auf die Flasche gezogen.

In der Nase weißer Pfirsich, Zitronengras, Noten von Sherry, Mandel, gelbe Blüten und etwas zerdrückte Banane. Eine unglaubliche Mischung, noch nie hatte ich so einen Wein in der Nase - faszinierende Individualität.

Am Gaumen geht es geradeso weiter. Sehr ölige Textur, die 15% Alk. (ja, ihr habt richtig gelesen!), kann der Bursche nicht ganz verdecken, Dennoch wirkt er gering alkoholisch und unglaublich frisch, denn die Säure puffert den Alkohol gut ab. Steinig, karg mit einer beißende Intensität am Gaumen. Wer hier einen fruchtigen Wein sucht, ist fehl am Platz. Unglaubliche Länge und Druck.

Cheers
Marc
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thvins

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Re: Südafrika WEISS

BeitragDi 4. Feb 2014, 23:01

Hallo Marc,

das klingt sehr interessant. Und Eben Sadie ist ein netter Typ, der weiß, was er macht. Ich kenne seine Südafrikaner leider nicht, aber habe ihn im Priorat kennengelernt und kenne etliche seiner Weine, die er dort gemacht hat.

Es lebe das Weinforum! :ugeek: :mrgreen:
Beste Grüße

Torsten

http://www.torsten-hammer-priorat-guide.com
jetzt mit richtiger Startseite...
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Panamera

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Re: Südafrika WEISS

BeitragDo 26. Jun 2014, 22:00

Aus Neugier habe ich heute Abend ein Geschenk aufgezogen resp. aufgedreht...

Bild

Immer wieder stecke ich die Nase in Glas und habe Spass. Allerdings bleibt der Trinkfluss etwas auf der Strecke und trotzdem muss ich sagen: spannende Sache dieser "Steen"!
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Gerald

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Re: Südafrika WEISS

BeitragSa 6. Feb 2016, 10:43

Nach längerer Zeit hat sich wieder ein Südafrikaner in mein Glas verirrt:

Bild

An sich ein spannender und individueller Wein, aber ohne richtige Harmonie und auch das Trinkvergnügen hält sich eher in Grenzen.

Grüße,
Gerald
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