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Rhone 2012

nördliche Rhône (Côte Rôtie, Hermitage, Cornas und Co.) und südliche Rhône (Châteauneuf du Pape, Gigondas, Tavel und Co.), Ardeche, Vivarais, Vaucluse und Isere, Côstieres de Nîmes, Provence, Korsika
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amateur des vins

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Re: Ferraton

BeitragDo 25. Feb 2016, 18:52

octopussy hat geschrieben:Ich hab immer mal wieder (aber schon länger nicht mehr) die Weine von Ferraton probiert und war nie begeistert. Bitternoten, Alkohol, das ist das, was ich regelmäßig auch in Erinnerung behalten habe. Vielleicht ist das der Stil bei dem Négociant. Ich verstehe die Weine auch gar nicht.
Ich habe natürlich ein wenig recherchiert, u.a. hier. Dein Verriss des 2007er Oliviers ist mir dabei auch untergekommen. :shock:

octopussy hat geschrieben:Beim weißen Hermitage lohnt die Reifezeit regelmäßig schon. Bei allem darunter m.E. nicht wirklich. Ein St. Peray, St. Joseph Blanc oder Crozes-Hermitage Blanc schmeckt für mich letztlich nur jung wirklich gut. Danach kommt häufig der Alkohol durch, es zeigen sich sehr schnell wachsige und alkoholische Noten, die Frucht verschwindet erschreckend schnell.
Tendeziell schon, aber was ist "jung"? 4-6 Jahre würde ich als "mittel" bezeichnen, und das ist ein Alter, in dem ich z.B. meine Saint-Péray bisher am liebsten getrunken habe: rechtzeitig bevor sie deutlich tertiär werden.

Überhaupt bin ich inzwischen mindestens in der dritten Phase, was das Altern meiner Weine angeht: Zuerst hatte ich fast keinen Bestand, aber durchaus einige gehobene Exemplare, die dann (zu) früh getrunken wurden. Mit (rapide) wachsendem Bestand wuchs die Reifezeit an, und ich erlebte hin und wieder, dass Weine müde wuden, oxidierten oder einfach zu alt für meinen Geschmack. Und jetzt bin ich mit mir im Reinen, dass ich Tertiäraromen nur in zarter Dosis mag, und meine Weine lieber etwas zu früh als zu spät trinke. Außerdem kaufe ich - von Probeflaschen abgesehen - niemehr weniger als 3 Flaschen, eher 6 oder mehr, so dass ich eben die Entwicklung begleiten kann; das mag ich sehr.
Besten Gruß, Karsten
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amateur des vins

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Re: Rhone 2012

BeitragDo 25. Feb 2016, 18:55

Grenache hat geschrieben:Die Ferraton Weine mag ich allesamt nicht, merkwürdiger, hausgemachter Bitterton.
Ha, da sind wir mit Stephan jetzt schon 3! 8-)

Hast Du eine Idee, woher das kommt? Ist das wirklich nur schlecht integrierter Alk.?
Besten Gruß, Karsten
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Grenache

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Re: Rhone 2012

BeitragDo 25. Feb 2016, 20:31

Das kann viele Faktoren haben. Da Ferraton Négociant ist, hat er nur indirekt Einfluß auf seine gekauften Reben. Behandlung während des Ausbaus, Lagerung, Abfüllung etc. können auf diese Weine Einfluß nehmen. Aber vielleicht ist es ja auch nur Stil dieses Hauses. Bei Négociants bin ich immer sehr skeptisch, vielleicht voreingenommen, kaufen tue ich da außer in der Champagne nie.
There are 2 reasons for drinking: one is when you are thirsty to cure it, the other, when you are not thirsty to prevent it...prevention is better than cure.
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