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Nordrhone

nördliche Rhône (Côte Rôtie, Hermitage, Cornas und Co.) und südliche Rhône (Châteauneuf du Pape, Gigondas, Tavel und Co.), Ardeche, Vivarais, Vaucluse und Isere, Côstieres de Nîmes, Provence, Korsika
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Nora

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Re: Nordrhone

BeitragFr 9. Apr 2021, 23:31

2016 J.L.Chave Crozes-Hermitage Silène

Farbe: tiefrot mit violettem Schimmer
Nase: zuerst kräftiger Geruch nach Brombeere und Kirsche, mit viel Schwenken des Glases treten dann schwache Aromen von Leder und rohem Fleisch zutage, etwas erdige und rauchige Noten
Mund: mittlerer Körper, in der Mitte etwas schwach, leichte Brombeere, dann ordentlich Säure, leichte Bitternote, schöne Gerbstoffe

Das ist alles in allem gut gemacht, aber nicht wirklich aufregend. Ich versuche es noch einmal in 2 Jahren.

VG, Nora
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Jochen R.

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Re: Nordrhone

BeitragSa 1. Mai 2021, 08:05

Paul Jaboulet Aine - Crozes Hermitage, Dom. de Thalabert 2009:
Einwandfreier Füllstand/Korken. Tief dunkel. Hoppla, das ist nach
dem Öffnen erst mal freaky: Erst Soja, Marzipan und gekochte Früchte –
braucht Luft um sich zu fangen. Dann auch Gewürze, frische Minze,
Tabak. Mittelkräftige bis intensive, komplexe, Nase.
Spürbar heißes Jahr, was dem Trinkfluss aber keinen Abbruch tut. Mittel-
gewichtig, schöne Frucht, würzig, sehr lang. 91 P.

Viele Grüße,
Jochen
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Nora

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Re: Nordrhone

BeitragSo 2. Mai 2021, 12:40

Hallo Jochen,

vielen Dank für deine Notiz. Interessanter Wein!
Der jetzt erhältliche 18er scheint ja auch gut gelungen zu sein. Ich überlege jetzt, ein paar Flaschen einzulagern.

VG, Nora
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Jochen R.

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Re: Nordrhone

BeitragSo 2. Mai 2021, 13:34

Hallo Nora,
gerne und ja - ich muss aber gestehen, dass mich der Wein jung
2013/14 in seiner dermaßen hedonistischen Fruchtphase mehr
begeistern konnte und ich letzten Freitag dachte, dass der nicht
mehr allzu lange liegen sollte. 2 Flaschen habe ich noch.

Falls du dich zum Kauf des 2018ers hinreißen kannst, bitte berichten!

Viele Grüße,
Jochen
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Lorne Malvo

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Re: Nordrhone

BeitragDi 4. Mai 2021, 18:19

Hallo Jochen,

ich habe vor ca. 1,5 Jahren den Thalabert von Jaboulet aus 2010 geköpft und haben ihn
Tusch! mit 90-91 P. bewertet. ;)

Allerdings hatte ich den Eindruck, dass er grad in ziemlich guter Verfassung bzw. noch deutlich länger haltbar als 2-3 Jahre sein sollte. Wirkte gar nicht müde.
War aber leider die letzte Flasche. Kann ich also nicht überprüfen.
Bin kein Nordrhone Junkie aber 10 war wohl auch etwas kühler als 09, vielleicht auch deshalb länger in Form.
„Weine nicht, weil es vorbei ist, sondern lächle, weil es schön war.“
Grüße, Lars
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Jochen R.

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Re: Nordrhone

BeitragMi 5. Mai 2021, 14:13

Hallo Lorne Malvo,
danke für die Info!

In schlechter Verfassung oder müde war der 2009er auch
nicht, 2-3 Jahre packt der noch locker (ohne mich an der
Nordrhone auszukennen und Trinkfenster abschätzen zu
können).

Viele Grüße,
Jochen
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Nora

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Re: Nordrhone

BeitragFr 14. Mai 2021, 11:02

Jochen R. hat geschrieben:Falls du dich zum Kauf des 2018ers hinreißen kannst, bitte berichten!
Viele Grüße,
Jochen


Sehr gern:

Paul Jaboulet Aîné, Crozes-Hermitage Domaine de Thalabert 2018

über 2 Tage getrunken, als Solist

Farbe: dunkelrot mit violettem Rand
Nase: zuerst springt die Primärfrucht in die Nase, wer das nicht mag, braucht den Wein nur ein paar Stunden zu dekantieren, das verfliegt relativ schnell; dann gefällt der Wein mit einer sehr intensiven Nase aus dunklen Beeren mit würzigen Facetten, dann kräftiger schwarzer Pfeffer, Leder, schwarze Oliven
Mund: voller, mundfüllender Körper; wieder dunkle Beeren, Pfeffer und Kaffee, Zartbitterschokolade ohne störende Süße; Hauptmerkmal des Weins sind aber die sehr präsenten, dabei aber unglaublich feinkörnigen, ja fast butterweichen Tannine; eine für Syrah sehr milde Säure; für meinen Geschmack etwas zu viel Alkohol (14%), der aber nur dann störend wirkt, wenn der Wein im Glas etwas zu warm wird; langer Abgang mit dunklen Früchten

Das ist schon wow! Ein sinnlicher, ja fast schon wollüstiger Wein. Er ist anders, als ich Syrah von der nördlichen Rhône kenne bzw. mir vorstelle. Trotzdem macht es viel Spaß, ihn zu trinken. Den Wein kann man sicherlich noch einige Jahre lagern, das ist aber eigentlich bei dem Trinkspaß, den er jetzt schon bietet, nicht nötig. Für knappe 30 Euro ein guter Weinwert.

VG, Nora
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Jochen R.

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Re: Nordrhone

BeitragFr 14. Mai 2021, 13:01

Danke Nora, schöne Notiz! Erinnert mich an den 2009er
vor 7-8 Jahren.

Viele Grüße,
Jochen
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Herr S.

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Re: Nordrhone

BeitragDi 18. Mai 2021, 20:21

Moin,

zuletzt ohne echte Notizen im Glas: St Joseph 2013, Maison Perrin. Schöner Syrah, samtig-abgeschliffene Tannine, viel schwarzer Pfeffer, kühle Beerenfrucht mit einem Hauch Rumtopf hinten raus. Schöner Vertreter seiner Art wenn auch kein Komplexitätswunder.

Viele Grüße,
Björn
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"Not that we needed all that for the trip, but once you get locked into a serious drug-collection, the tendency is to push it as far as you can." (Hunter S. Thompson, Fear and Loathing in Las Vegas)
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Nora

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Re: Nordrhone

BeitragMo 14. Jun 2021, 21:45

Perret macht nicht nur hervorragenden Condrieu, sondern kann auch Rot:

André Perret, St. Joseph Les Grisières 2003

Farbe: dunkles Rot mit orangenem Rand
Nase: frische süße Frucht wie Cassis und Heidelbeeren; dann Minze und Oliven; etwas Tabak; nasses Herbstlaub mit feinen Holzaromen im Hintergrund
Mund: wieder deutliche Frucht (hauptsächlich reife Kirsche) die aber nicht opulent, sondern außerordentlich frisch wirkt; süßer Kern; eine schöne Säure, die dem Wein ausreichend Frische gibt; weiche, zurückhaltende Gerbstoffe mit Pfeffer und ganz kleinem Bitterton; langer Nachhall

Die lange Reife hat dem Wein sehr gut getan, er hat alles Überbordende abgelegt und präsentiert sich sehr fein.
Ich bin überrascht, wie gut hier der sehr heiße Jahrgang bewältigt wurde. Die Frucht wirkt weder überreif noch gekocht und es ist auch eine ausreichende Säure vorhanden. Das hatte ich schon anders erlebt.

Ein sehr schöner Wein. Der damalige Preis von unter 20 Euro ist sehr angemessen.

VG, Nora
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