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Ribera del Duero

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Jürgen

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Re: Ribera del Duero

BeitragDi 8. Okt 2013, 17:40

Jürgen hat geschrieben:Gestern gab es - wieder mal - einen Alion 2003. Mittlerweile - die letzte Flasche ist vielleicht schon etwas über ein Jahr her - zeigt er schon gaaanz leichte Reifenoten. Sein Potential ist groß, Tannine und Säure sind harmonisch und präsent. Am Gaumen ist er immer noch schmeichlerisch fruchtig. Er zeigt deutliche aber sauleckere Röstaromen.
Der '03er Alion gefällt mir persönlich noch besser als der '94er. Für mich ist das der bisher beste Jahrgang.

Am Samstag haben wir wieder mal einen Alion 2003 getrunken. Diese Flasche zeigte keinerlei Reifenoten, ganz im Gegenteil. Erst als er zur Neige ging drehte der Wein so richtig auf. Ein wirklich großer Wein :D
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austria_traveller

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Re: Ribera del Duero

BeitragFr 25. Okt 2013, 11:16

Hallo Forum,
Ganz vergessen habe ich von letztem Wochenende meine Erfahrung mit einem Wein hier einzustellen.
Aufgeschrieben habe ich nix und jetzt auch nur so aus der Erinnerung
Aster 2002 aus der Magnum
Ich war ja schon schwer der Meinung total überlagert, aber nix da. Auf den Punkt gereift.
Kokos in der Nase, sehr tief, Tannine super eingebunden, schön schmelzig, die Säure war nicht übermäßig, hat dem Wein aber ein super Gerüst gegeben; es hat alles gepaßt - ein wirklich guter Wein für kleines Geld.
Übrigens: Der Wein kommt aus dem Hause Rioja Alta; die Jungs dort wissen einfach wie man guten Wein macht!
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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austria_traveller

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Re: Ribera del Duero

BeitragSo 3. Nov 2013, 18:39

Guten Abend Forum,
Gerade im Glas: Astrales 2001
Was lange währt, muss nicht gut werden. Wirkt etwas unfertig auf mich.
Austrocknendes Tannin, kaum Säure, etwas wärmend, fruchtig - könnte Brombeere sein,
keinerlei Spannung. Man spürt immer noch das Holz.
Hab grad nochmal nachgesehen: es ist Tempranillo; kaum zu glauben.
Der mit Abstand mieseste Tempranillo, den ich in letzter Zeit getrunken habe.
Bobby gibt dem Wein übrigens 93 Punkte - der Typ wird mir immer suspekter ....
Bei einem Flaschenpreis von ca. 30 Euro ist das PLV natürlich unter aller Kritik. :evil:
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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Barrique-Haus

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Re: Ribera del Duero

BeitragDo 14. Nov 2013, 07:24

Moral Díez - Antonio Moral 2006

http://barriquehaus.de/2013/11/barrique ... ng-zum-73/

Dem Barrique-Haus gefällt besonders:
Der animierende, positiv „süffige“ Stil dieses doch eher modern interpretierten Spaniers, ohne die Klassik ganz beiseite zu lassen. Zugänglich und unkompliziert mit gewissem Anspruch. Ein Charmeur. Die Nase intensiv mit markanter röstiger Holzwürze. Schmeichelnd und feinfühlig integriert. Reichlich herbe Würze. Kokos, getrocknete Kräuter und Gewürze. Dazu Spuren von Lakritz, Tabak und Kaffee. Sehr reife dunkle Beeren (Heidel-, Brom- und Johannisbeere). Warm wirkend mit kühlen, mineralischen Elementen. Muskulös, fest und kompakt mit guter Frische. Typisch französischer animalischer Touch. Gewisse Vielschichtigkeit, sehr anregend. Am Gaumen kühl und deutliche Mineralität. Dadurch wunderbar schlank wirkend, trotzdem druckvoll und mit Power, leichter Schmelz. Erneut die beste reife, süßliche Frucht und die herbe Würze von Holz und Kräutern. Stimmig und durchaus elegant. Wenige feine Gerbstoffe, weich und ein Bisschen Samt. Schokolade und Kaffee. Der schmelzige, wärmende Abgang ist gut und lang. Nachhaltig auf Bitterschokolade und Kaffee. Abermals mineralisch, süßlich, geprägt von reifer Frucht und herber Würze. Hauchzart trocknende Gerbstoffe.
Dem Barrique-Haus gefällt weniger:
Fehlanzeige
Allein oder zum Essen?:
Beides (bei 16-17°C), verkostet im “Bordeaux Grand Cru” (Riedel Sommeliers)
Viele Grüße
Das Barrique-Haus

http://barriquehaus.de/
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m_arcon

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Re: Ribera del Duero

BeitragMo 25. Nov 2013, 13:10

Buenas,

habe vor ein paar Tagen einen wirklich guten Ribera im Glas gehabt, hier sind meine Gedanken dazu:

Bodegas Hermanos Sastre - Vina Sastre Pago de Santa Cruz 2009

Der Pago de Santa Cruz stammt aus einer Einzellage, die etwa 800-850 Meter über dem Meeresspiegel liegt und extremen Temperaturschwankungen ausgesetzt ist. Die Reben sind mit einem durchschnittlichen Alter von 72 Jahren ausgestattet und werden möglichst naturnah von den Winzern betreut. Der Rebensaft weilt 17 Monate in amerikanischer Eiche, bevor er abgefüllt wird. 15% Alk. auf dem Etikett. Intensive, dunkle und dichte Farbe im Glas. Alle Bedingungen für einen Klischeewein wären erfüllt.

In der Nase dann aber sehr elegant. Klar ist die Frucht, Brombeere, schwarze und rote Johannisbeere und etwas Kirsche, allgegenwärtig. Doch sie überdeckt nicht. Das Holz ist extrem gut eingebunden, nichts überholzt oder maskiert. Zur Frucht gesellen sich dann noch etwas Espresso, Lakritz, sowie Anis, ein wenig Vanille und der würzige Geruch einer Zigarrenbox.

Im Mund ein durchaus geschliffener Wein, der mit einer schönen Würze und ordentlich Druck am Gaumen daher kommt. Eine gut definierte Säure hält den Wein im relativ langen Abgang stimmig zusammen und rundet das Bild dieses Spaniers ab. Kühle und Eleganz lassen diesen Vertreter aus dem Ribera del Duero gegen jedes Klischee erhaben wirken. Ein komplexer und tiefer Wein, der jeder Krise trotzt.


http://lagazzettadelvino.blogspot.de/20 ... -vina.html


Viele Grüße
Marc
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austria_traveller

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Re: Ribera del Duero

BeitragDo 5. Dez 2013, 19:18

Guten Abend Forum,
Gestern und heute im Glas gehabt: Miros de Ribera Crianza 2008 von der Bodegas Peñafiel .
Sehr auffallend bei dem Wein ist, dass er erstaunlich weich ist, sehr mild, wenig Tannine, zwar fruchtig, aber eher undefinierbar - nichts sticht hervor, keine oder sehr wenig Säure und damit auch das Fehlen von jedweder Spannung. Hintenrum reißt er ziemlich schnell ab und der Abgang ist doch recht kurz.
Im Laufe des Abends - so nach 3, 4 Stunden - kommt dann etwas mehr Säure und ganz leichte Stallnoten zum Vorschein.
Heute am zweiten Tag hat der Wein leicht abgebaut, ist für meine Begriffe ein wenig schal geworden. Immer noch sehr mild und eigentlich unverändert zum Vortag, wenngleich nicht mehr so "intensiv". Mir schmeckt er nicht !
Beste Grüße
Gerhard aus Wien
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aufgemerkt

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Re: Ribera del Duero

BeitragFr 13. Dez 2013, 16:34

Nachdem man vor Weihnachten kaum den Discounter-Aktionen entkommt, hat es der folgende Wein in meinen Einkaufskorb geschafft:

Ninin 2009, Bodega Izquierdo, über drei Tage getrunken

Farbe festes Granat mit lila Reflexen, leichter Wasserrand,
in der Nase süßer Tempranillo, ein frischer Himbeerbiß und etwas verbrannter Gummi
im Mund dicht und warm, feste sandige Tannine, Eukalyptus, Tempranillo, dicht
Abgang mittel, Tannine, stimmig mit Potential

Macht am dritten Tag etwas zu und wirkt insgesamt nicht so präzise herausgearbeitet, ich finde für den aufgerufenen Preis aber ein gutes PLV, dürfte auch noch einige Jahre halten.
Parker vergibt laut Werbung 92 P, bei mir hat es 15,5 BP ergeben, könnte später vielleicht noch etwas mehr werden.
Aktuell gut an kalten Abenden und gibt auch eine schöne festliche Färbung der Zunge und der Zähne. :lol:

Grüße Bernhard
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Barrique-Haus

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Re: Ribera del Duero

BeitragMo 17. Mär 2014, 09:22

Felix Callejo - Selección de Vinedos de la Familia 2005

http://barriquehaus.de/2014/03/barrique ... g-zum-100/

Dem Barrique-Haus gefällt besonders:
Die Kraft, dunkle Furcht und Saftigkeit dieses reinsortigen Tempranillos. Die Nase intensiv mit hochreifer, teils eingemachter dunkler Frucht (Brom- und Heidelbeeren, Schwarzkirsche). Warm mit kühlen Elementen, Mineralik andeutend. Die röstig-rußige Holzwürze sehr markant. Ingesamt reichlich Würze: Nelke, Pfeffer, viel Tabak, ein paar Kräuter und ein leichter Stinker. Dazu ordentlich Kakao, Kokos und eine Spur Vanille. Konzentrierte, enorme Kraft mit gewisser Komplexität, das Holz dominiert die Aromatik. Am Gaumen kühl und mineralisch, sehr saftig, seidig mit präsentem, zartem Samt. Erneut enorme Kraft und Festigkeit. Das Holz spielt weiter die 1. Geige. Ausgeprägte dunkle Frucht (süßlich) und herbe Würzigkeit. Viel Kakao und Schokolade, die Vielschichtigkeit wieder eingeschränkt. Feine, kräftige Säure und sehr feine Gerbstoffen (präsent). Der Abgang sehr gut, sehr lang und süßlich-schmelzig. Nachhaltig auf Kakao in Hülle und Fülle sowie Bitterschokolade. Abermals viel dunkle Frucht und das Ton angebende röstig-rußige Holz.
Dem Barrique-Haus gefällt weniger:
Letztendlich macht die Holzbetonung den Wein schwer und nimmt viel Trinkfluss, die Komplexität wirkt eingeschränkt. Lebt nur von Kraft, viele Stellschrauben sind gekonnt, wieso diese Verholzung?
Allein oder zum Essen?:
Beides (bei 16-17°C), verkostet im “Bordeaux Grand Cru” (Riedel Sommeliers)
Viele Grüße
Das Barrique-Haus

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Jürgen

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Re: Ribera del Duero

BeitragFr 25. Jul 2014, 08:15

Die Tage hatten wir auch einen Felix Callejo offen und zwar den Gran Callejo 2006. Momentan ist der einfach noch zu jung. Am zweiten Tag hat er zwar deutlich aufgemacht aber doch etwas an Spritzigkeit verloren. Am ersten Tag ist das noch zu viel "Tanningekaue". In ca fünf Jahren macht der bestimmt richtig Spaß.

Aktuell mehr Spaß macht der Majuelos de Callejo 2009. Zwar braucht der auch noch etwas Lagerung, taugt aber für den jetzigen Genuss wesentlich besser.
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Barrique-Haus

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Re: Ribera del Duero

BeitragMi 13. Aug 2014, 13:46

Feine Terroirweine macht die Bodegas Hnos. Pérez Pascuas S.L.

Erfrischend "andere" Weine mit Tiefgang. Gerbstoffe sollte man mögen.

http://www.barriquehaus.de/2014/08/barr ... g-zum-122/
Viele Grüße
Das Barrique-Haus

http://barriquehaus.de/
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