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Priorat und Montsant 2012, manches ist Gold, was glänzt...

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thvins

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Re: Priorat und Montsant 2012, manches ist Gold, was glänzt.

BeitragFr 2. Apr 2021, 08:32

Judo hat geschrieben:Gestern und heute im Glas: Celler l‘Encastell Marge 2012

Rot-violett, fast schwarz kommt er ins Glas. 15 Vol.%
Die Nase ist weich, Rumtopf, leicht likörig. Etwas Eukalyptus? Definitiv mehr Frucht als Würze
Am Gaumen dann wieder volle Frucht, „ein Maul voll Wein“. Tannine spürbar, setzen einen schönen Kontrapunkt. Die Säure sehr zurückgenommen. Alles in Allem aber doch keine Trinkmarmelade, denn der Wein hat noch eine würzige Komponente, die ihn davor bewahrt, zu kitschig zu werden. Finde leider keinen Vergleich zur besseren Beschreibung.
Am zweiten Tag erwartungsgemäß noch etwas weicher, der Rumtopf tritt deutlicher hervor. Gewinnt und verliert nichts.

Trinkfluss ist trotzdem da, nur der Alkohol bremst da naturgemäß nach spätestens dem zweiten Glas. Eine etwas kühlere Trinktemperatur tut ihm gut.

Meine zweite Flasche darf noch 2-3 Jahre warten.


Der Winzer selbst ist ja recht konservativ, was die Trinkreifeempfehlung bei seinen Weinen angeht, inzwischen wissen wir aber, dass ein Marge nach 10 -15 Jahren richtig gut sein kann - und wir reden hier vom Basiswein...

Auch ich habe leider viele Flaschen Marge im Leben wohl eher zu jung getrunken.

Ich hatte dieser Tage mal den größeren Bruder dazu im Glas, allerdings ohne Verkostungsnotizen zu machen - es gab bei Netto frische Wachteln und zu Wachteln in Schokosoße passt nach meinem Dafürhalten ein Roquers de Porrera mit am Besten. Und so war es auch. Schon am ersten Abend und noch besser am 2. Abend, wo es das selbe Spiel nochmals leicht abgewandelt gab, weil es eben 4 Wachteln waren und 2 dann doch ausreichend sind für eine Person. Das Essen gebratener Wachteln in Schokosoße ist ja doch eine ziemliche Sauerei (aber halt lecker) und am 2. Tag kam ich auf die Idee, die gebratenen Wachteln zunächst von den Knochen zu lösen und die Fleischstücke dann in die Soße zu legen und noch mal zu erhitzen. Sah vielleicht weniger schön aus, ließ dich aber bedeutend zivilisierter essen und wurde auch nicht so schnell kalt wie am ersten Abend.

2012 ist definitiv auch ein sehr guter Jahrgang beim Celler de l´ Encastell.
Beste Grüße

Torsten

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