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2007 – das magische Jahr im Priorat

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thvins

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragDo 6. Dez 2012, 17:26

Na dann herzlich willkommen im Priorat, dem Burgund Spaniens... :lol:

Zumindest was die verfügbaren Mengen anbelangt, aber auch die inzwischen angedachte Klassifizierungshierarchie geht eher in die Richtung als ins Bordelais. Und es gibt da viel Spannendes zu entdecken. Auch für Dich denke ich mal...

Ich verabschiede mich jetzt wieder gedanklich nach El Lloar - Prioratführer für dieses Dorf überarbeiten.

Torroja ist leider als letztes mit der Überarbeitung dran - ich gehe alphabetisch vor. Aber für Zwischenfragen bin ich offen, ebenso für jeden, der Prioratdurst hat... :mrgreen: Nur übers Priorat schreiben ist genau so trocken, wie nur übers Priorat zu lesen...
Beste Grüße

Torsten

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vinos

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragDo 6. Dez 2012, 23:40

Ja, Trio Infernal 2007 steht auf meinem Wunschzettel auch noch ganz oben. Schon der Riu macht enorm viel Spaß und zumindest der liegt schon im Keller.....

Zurück zu den bereits verkosteten Weinen im November und dem 2.Flight, und da war schon reichlich Magie vorhanden :D :

Triumvirat 2007, Terra de Verema

An der Nase eine sehr fleischige Note, ansonsten am 1.Abend recht verschlossen, mit einiger Zeit kommt eine sehr schöne Mineralik zum Vorschein, Oliven und Mandeln. Am Gaumen sehr reife Frucht, Oliven, schlank und sehr fein, extraktreich 92 + VP
Am 2.Abend deutlich offenere Nase. Am Gaumen fein, vielschichtig, feiner Extrakt, tolle Mineralik. 93 VP
Am 3. Abend die beste Nase. Schwarze Tapenade, betörende Mineralik, schwarzer Pfeffer. Am Gaumen das volle Priorat-Programm zupackend und vielschichtig. Genial! 93+ VP


Corelium 2007, Terra de Verema

Dichte Frucht, zunächst verschlossen wirkend, legt dann von Minute zu Minute zu, dunkle Schokolade mit betörender Mineralik. Am Gaumen ein mächtiger Schieferblock, welch betörende Mineralik, tolle Länge und es bleibt das Gefühl von Schieferstaub auf der Zunge. Entwickelt sich über den ganzen Abend wunderbar und zeigt ständig neue Nuancen. Vielschichtig, ganz großes Prioratkino! 97+ VP
Setzt am 2.Abend da an, wo er am 1.Abend aufgehört hat. Faszinierende Spannung, betörend elegante Nase.
Ein Charakterkopf und jetzt schon ein Klassiker. 97+ VP
Am 3.Abend kommt mir die Nase noch eleganter vor, sehr dicht und körperreich, keinerlei Ermüdungserscheinungen, nur die Flasche ist zu klein. Noch Potential und definitiv in der Spitzengruppe des Jahrgangs. 97+ VP


La Fuina 2007, Celler dels Pins Vers

Tiefe, dichte Frucht, begeistert schon beim 1.Riechen. Am Gaumen eine majestätische Leichtigkeit, schon sehr trinkig, aber noch mit Reserven. Sehr feines, edles Tannin. Schlank und sehr elegant. 95+ VP
Am 2. Abend ein Nasentier - sehr offene Nase, wunderbare Mineralik. Am Gaumen dichte Frucht, sehr elegant und harmonisch, vielschichtig. Ein hedonistischer Trinkgenuß, einfach nur schön 96+ VP
Unfassbar, aber am 3.Abend legt die Nase nochmals zu, absolute Gänsehaut. Am Gaumen ganz feines Tannin, das den ganzen Mundraum ausfüllt. Harmonisch und vielschichtig. Knaller! 97 VP

3 solche Weine in einem Flight, da schlägt mein Prioratherz noch höher, wirklich magisch :mrgreen:
Beste Grüße
Klaus-Peter
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vinos

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragDi 11. Dez 2012, 00:59

Weiter, mit dem 3.Flight, den es im November bereits gab: Zunächst schlug erst mal wieder der Korkteufel zu, so dass es über den La Plantadeta 2007, Celler Sabaté; La Vilella Baixa leider keine vernünftige Notiz gibt, nasenmäßig noch einigermaßen erträglich, war der Gaumen wirklich bäh.....

Dann mehr Glück mit Ceps Nous 2007, Pasanau; La Morera: Betörend kräuterige und mineralische Nase, sehr animierend. Am Gaumen zunächst leicht wirkende, sehr elegant, dann viel Extrakt und feines Tannin. 91 VP
Am 2.Abend weiterhin sehr viel Spaß im Glas, wunderbar würzig und mineralisch, fest und dicht. 91 VP
Praktisch unverändert am 3.Abend, ein Wein der mir immer sehr viel Spaß bereitet. 91 VP

Les Crestes 2007, Mas Doix, Poboleda

Viel Spannung, Mineralik, feines Holz und sehr elegante Nase. Am Gaumen dicht, sehr feines Tannin, feiner langer Abgang. 92+ VP
Am 2.Abend die Nase mit noch mehr Druck, aber doch sehr elegant. Am Gaumen süße Frucht, gut gepuffert durch die präsente Säure, Kratvoll und wild. Geniale Mineralik. 93 VP
Am 3.Abend zwischen Kräuter und Mineralik auch florale Düfte, Schieferstaub. Am Gaumen sehr harmonisch, süße Frucht, feine Mineralik, sehr guter Wein. 92 VP


Artigas 2007, Mas Alta, La Vilella Alta

Wow, was für eine Nase. Schwarze Frucht, betörende Würze. Am Gaumen sehr dicht, enorme Frucht, viel Power und Druck, Super-Mineralik. 93 VP
Am 2.Abend wiederum geniale Nase, tiefe, schwarze Frucht, betörende Mineralik. Sehr dicht am Gaumen, viel Power, schönes Spiel. 93 VP
Leht am 3.Abend noch zu, die Nase genial, was für eine Schiefermineralik. Die ganze Power und Eleganz des Priorat in einem Glas. 94 VP

Der letzte Flight des Novembers folgt noch....
Beste Grüße
Klaus-Peter
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Trapattoni

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragMi 12. Dez 2012, 16:30

thvins hat geschrieben:Hallo Dieter,

der Einfachheit mal meine letzten Notizen für meinen Prioratführer zu beiden:

Combier, Fischer, Gerin; Trio Infernal 2/3; Priorat – Torroja; 2005 rot;
Aus der Magnum.

Sehr üppiger, sehr tiefer und konzentrierter Duft, immer noch wild. Ein Nasentier mit dick aufgetragenem Parfüm, sehr veränderlich und äußerst komplex. Man möchte diesen euphorisch machenden Wein am liebsten mit der Nase aus dem Glas saugen.
Aber auch am Gaumen ersetzt er alle vorstellbaren Drogen, man muss ihn ganz langsam schlürfen und das Schlucken hinauszögern, so lang es geht, man hätte ihn am liebsten ewig im Mund und ich schlucke nur Minischluck um Minischluck davon, um zu genießen und zu schauen, was passiert.
Kleidet den Gaumen komplett aus und beschlägt alles, was da ist mit Frucht und nach wie vor bestem Tannin, sowie schönster Mineralik. Alles sehr ausgewogen, sensationelles, ganz großes Kino, nahe der Perfektion. Und er ist noch längst nicht am Ende seines Weges. 98+/100 Th. (05/2011 – auf der Torroja-Probe)


Bislang ist der 2005er in meiner Hierarchie der gesamten 2/3 - Jahrgänge der unerreicht Größte. Es gäbe aber da auch noch so verheißungsvolle andere Fässer im Keller...


Hallo Torsten,
voll und ganz d'accord, einzig die Nase wirkt momentan etwas verschlossener. Blind hätte ich ihn allerdings an der südlichen Rhone angesiedelt. Aber schon ein Irrsinnsstoff, der sich vor keinem Pegau oder so etwas zu verstecken braucht. Ein gleichzeitig nebenher verkosteter Napa CS von Jarvis Vinejards wirkte dagegen wie mit 50% Wasser verdünnt. :mrgreen:
Denke, in diese Region verlege ich mal meinen Osterurlaub. :D
Grüße
Dieter
"Das Trinkgeschirr, sobald es leer, macht keine rechte Freude mehr."
Wilhelm Busch
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vinos

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragSo 16. Dez 2012, 14:01

Und nun noch zum letzten Flight des Novembers:

Cesca Vicent 2007; Gratallops

Betörend mineralische Nase, Lakritze, feine Kräuter, eine Nase die mich sofort begeistert. Am Gaumen ein Steinbeisser, was für eine Mineralik gepaart mit einer sehr präsenten Säure wirkt der Wein sehr frisch. Schöner Extrakt mit feinem langen Abgang. 92+VP
Auch am 2.Abend betört die geniale Nase, am Gaumen wieder diese unglaubliche Mineralik, frisch und sehr vielschichtig mit feinerm Tannin. 92+ VP
Am 3.Abend unverändert gut. Super-mineralische Nase, fein und elegant am Gaumen mit langem Abgang. Klasse! 92+ VP

Zum 1.Mal, dass mich dieser Wein von Cesca Vicent so richtig begeistert, scheinbar brauchen die Weine einfach viel Zeit. Mir scheint, ich sollte mich mehr mit diesen Weinen beschäftigen.


Camins del Priorat 2007, Alvaro Palacios; Gratallops

Sehr animierende harmonische und mineralische Nase. Am Gaumen reife, süße Kirschen, harmonisch, feine Würze, elegant,
aber auch auf sehr hohem Niveau etwas langweilig. 90 VP
Am 2.Abend praktisch unverändert. 90 VP
Am 3. Abend zeit der Wein verstärkt seine würzigen Noten, sowohl an Nase wie am Gaumen. 90 VP


Celler Cecilio 2007; Gratallops

Mineralisch, rustikale Nase. Am Gaumen süße Kirschen, Schiefer, etwas diffus und leicht gärig. Klar, der schwächste Wein des Abends. 87 VP
Auch am 2.Abend nicht überzeugend, vielleicht eine fehlerhafte Flasche? Diffuse Nase und der Gaumen schwierig. 85 VP?
Mit wenig Hoffnung am 3.Abend nochmals ins Glas und schon die Nase wie verwandelt, harmonisch, mineralisch.
Am Gaumen plötzlich Druck ohne Ende, frische Frucht, sehr mineralisch, betörend und zupackend. Unfassbar, wie sich der Wein verwandelt hat, so was ist mir auch noch nie passiert. Ich hatte den restlichen Wein eigentlich schon abgeschrieben und freue mich jetzt, dass noch reichlich in der Flasche übrig geblieben ist. Sensationell. 91 VP
Beste Grüße
Klaus-Peter
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Desmirail

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragSo 16. Dez 2012, 14:46

thvins hat geschrieben:Priorat 2007, das ist schwarze Magie, eine reife, üppige, zum Teil sehr natursüße Frucht, das ist sündiges Verlangen, Walpurgisnacht und Ketzervollversammlung.

Priorat 2007, das ist Stoff, ganz nah am Wahnsinn, man könnte auch von großer Kunst sprechen.

Priorat 2007, das ist verhext, eine verzauberte und verzaubende Droge, das ist sinnlich wie sündig, das ist das, was die katholische Kirche als Ablass zelebriert und wonach die Unläubigen Schamanentänze vollführen.

Schnüffelstoff, der die Nase beherrscht, aber zugleich so trinkig, dass ein Schluck den nächsten fordert. Gaumensex – das bedarf keiner weiteren Erklärungen, einfach nur sich fallen lassen und genießen…

Ein enorm hohes Niveau, bereits auf “den billigen Plätzen” wird hier die Show zelebriert, aber wer sich höher trinkt, fühlt sich irgendwann einem geheimen Zirkel der Auserwählten zugehörig. Faszinierend, in den Bann ziehend und alle Aufmerksamkeit fordernd.


...



Weißte was Torsten, zum ersten Mal versteh ich Deine Verkostungsnotizen wirklich! Trotz der Weine die ich von Dir schon hatte ... haben sich meine Augen erst jetzt, nach dem T41 aus 2007 geöffnet. Ich kann sehen! 8-) (<- Geheimagentensonnenbrille) Tina 41 2007 Tasting
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Deep And House
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thvins

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragMo 17. Dez 2012, 10:24

Hallo Manuel,

endlich versteht mich einer... :ugeek: :lol:

Dass dies ausgerechnet mit einer TINA passiert... :shock:

Ich wünschte, dass dieser Wein mir auch noch mal die Erleuchtung bringt. Klaus-Peter und ich hatten ja mehr Probleme damit. Dabei hatten wir unterschiedliche Kaufquellen, aber falls die Geschichte stimmt, stammt ja der Wein nur aus einem Tank... Insofen sollte es da weniger Flaschenvarianzen geben als beim Aldi.Priorat.

Vielleicht lag es auch wesentlich mit am Verkostetag - ich hatte an dem Tag auch "Erleuchtungsflaschen" ;) - allerdings 2005er...
Beste Grüße

Torsten

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aufgemerkt

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragMo 24. Dez 2012, 14:18

Zum "magischen Jahr" auch ein kleiner Beitrag von mir:
Im November probiert Coma d`en Romeu 2007, Cellar Ardevol.

Rebsorten 50% Cababernet Sauvignon, 20% Merlot, 20% Syrah, 10% Garnacha
schmaler Wasserrand, dichtes tintiges Granat, Nase milchig, Waldbeeren, marmeldig, animierend, mittelstark, im Mund fett, fast cremig, mittig sanfte Tannine, hinten passende Säure, marmeladig, Heidekräuter, langer kräutriger Abgang, ungewöhnlicher Priorat-Vertreter
15,5/20 BP

Hat noch reichlich Fett, schon schön zu trinken, dürfte aber vermutlich in den nächsten Jahren noch zulegen und dann eleganter werden. Der typische "Priorat-Schiefer" fehlt hier aber irgendwie.

Schöne Feiertage Euch Allen
Bernhard
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nougat

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragFr 28. Dez 2012, 13:15

Getern gab es auch bei mir
Pardelasses 2007
Gleich nach dem Entkorken ins Glas. Dichte überbordende dunkle Frucht und Schiefer in der Nase. Frisch und klar. Den Gaumen beherrscht eine dichte schmelzige Fruchtsüße. Runde feine Tannine, Mineralik, feine Säure. Alles in Balance. Sehr geschmeidiger mittlerer Körper. Mittellanger sehr fruchtsüßer Abgang. Immer wieder erstaunlich, wie man trotz hohem Alkoholgehalt solch trinkige und überhaupt nicht schwer wirkende Weine im Priorat hinbekommt.
Zum Solotrinken ist er mir zu fruchtsüß und zu harmonisch. Ein Camembert und ein Stück Schichtnougat kamen mir in die Finger. Irgendwas muss doch Widerstand erzeugen. Aber der kann einfach alles ab :D
Heute werde ich mir dunkle halbflüssige Schokodesserts dazu backen. Mir scheint, der schreit danach :P

Torstens Schwelgen kann ich sehr gut nachvollziehen. Wer gerne in Frucht badet, wird hier bestens bedient. Dabei kein Kitsch, keine Marmelade, der Wein wirkt einfach ehrlich und natürlich gemacht. Ich pers. mag ihn doch lieber mit etwas Ecken und Kanten und nehme dafür die nicht so opulente Frucht in Kauf, wie aus dem Jahrgang 06. 17nP.

Bin schon auf die weiteren Weine aus Torstens Lieferung gespannt. Bei meiner Neugier frage ich mich in letzter Zeit immer öfter, warum ich mir den Keller mit 6er und 12er Gebinden vollstelle, wenn es doch viel spannender ist, einen unbekannten Wein zu entkorken als das bereits bekannte Zeugs aufzuziehen, egal wie gut es ist. Aber ich schweife ab... :roll:

Guten Rutsch schonmal...
Grüße
Martin

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nougat

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Re: 2007 – das magische Jahr im Priorat

BeitragMo 7. Jan 2013, 14:15

Möchte noch anmerken, dass mir Pardelasses am 2. Tag besser geschmeckt hat. die überbordende Frucht wurde mit der Belüftung mehr im Zaum gehalten.

Noch besser gefiel mir aber der u.a. Kandidat. Habe ebenfalls über 3 Tage verkostet und sehr ähnliche Eindrücke wie Torsten. Etwas weniger verführerisch als Pardelasses, dafür sehr noble Zurückhaltung.
Den leichten Abfall am 3. Tag konnte er bei mir locker wettmachen, da ich ihn im Gegensatz zu den 2 Tagen zuvor als Speisebegleiter einsetzte (Wir essen nur 1 x Fleisch pro Woche). Passte sehr gut zum mallorquinischem Kaninchen. Während das Fleisch schmorte, habe ich mir die Leber scharf angebraten und ein Glas dazu getrunken. Eine Harmonie zum Niederknien :shock:

thvins hat geschrieben:
Roca de los Dotze; Roca Bruixa; Priorat - La Morera de Montsant; 2007 rot;

Tag 1: Noch etwas verschlossene, süßlich-schwarze Nase, nobel und verführerisch. Am Gaumen voll. Süße, reife, dunkle Frucht, ein ganz klein wenig Waldfruchtlikör und dazu eine schöne Mineralik. Schöne Länge, insgesamt sehr ausgewogen. 94+/100 Th. Exzellenter Wein.

Tag 2: Der ganz leicht likörige Eindruck des ersten Tages weicht einem etwas seriöserem Eindruck. In der Nase offener und ein Wein mit einer sehr schönen inneren Spannung, der sich heute als großer Wein präsentiert. 95+/100 Th.

Tag 3. Heute allerdings etwas weniger Spannung und dafür etwas mehr auf der mineralischen und etwas säurelastigen Seite. Kommt an den 2. Tag nicht heran. Aber immer noch exzellent. 94/100 Th.
Grüße
Martin

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