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Weisswein

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anonymouse

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Re: Weisswein

BeitragDo 13. Jul 2017, 22:12

manubi hat geschrieben:Positive Überraschung: 6 Flaschen mitbestellt, um auf die Bestellsumme für kostelosen Versand zu kommen
Den Schilfsandstein mochte ich bisher am liebsten von Beurers Ortsweinen. Sind die anderen fünf mitbestellten auch Beurer-Weine?

Ich war Montag bei einer Rieslingsverkostung, die sich dann als Verkostung von Rieslingen der Mosel und der Pfalz herausstellte. Die wiederum sagen mir nun so gar nicht zu (und da waren auch ein paar dabei, die ich geradezu widerlich fand), sodass ich zu Hause direkt einen Württemberger aufmachen musste und der hat auch nicht enttäuscht:
Bild

Den G mag ich allerdings lieber. Freue mich auf den R, der hat deutlich mehr Zug (wenn mich mein Erinnerung da nicht auch täuscht), da hab ich richtig Bock drauf.
Wir haben aber gar keine Pistolen, unterbrach ihn Momo bekümmert.
Dann machen wir es eben ohne Pistolen, antwortete Gigi großartig.
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Jochen R.

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Re: Weisswein

BeitragMi 19. Jul 2017, 19:48

Hallo Manfred,
danke für die Notiz zum Schilfsandstein 2015 von Beurer, die mich zu einem
Kauf verleitet hat. Ich kannte bisher nur den 2015er Gipskeuper, von dem ich
schon ein paar Flaschen vernichtet habe.

Deine VKN zum Schilfsandstein kann ich gut nachvollziehen (wobei ich meine, dass
der Wein nach dem Öffnen schnell voll da war), vor allem viel Eucalyptus (neben
floralen Noten) in der Nase und die tolle exotische Frucht - ich meine hier v. a.
Maracuja und Nectarinen herauszuschmecken. Auch punktemäßig bin ich bei dir,
90 P.

Der Gipskeuper ist m. M. auf gleichem Niveau, halt anders, so z. B. neben der tollen
Frucht heller Tabak und ein Hauch Zedern in der Nase.

Viele Grüße,
Jochen

manubi hat geschrieben:Positive Überraschung: 6 Flaschen mitbestellt, um auf die Bestellsumme für kostelosen Versand zu kommen.

Heute die erste probiert:

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Viele andere Rieslinge, die ich kenne, wirken gegenüber diesem wie Schulbuben gegenüber einem erwachsenen Mann - mit wenigen Ausnahmen, z.B. Müllen oder Maximin-Grünhäuser.

Beste Grüße

Manfred
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anonymouse

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Re: Weisswein

BeitragMo 24. Jul 2017, 09:55

Es hat sich herausgestellt, dass ich von Schnaitmann doch den Riesling Steinwiege, nicht den Riesling S probiert hatte. Macht allerdings nichts, denn er war gerade in einem ganz anderen Zustand, als ich ihn in (offensichtlich in dem Fall eh besonders unzuverlässiger) Erinnerung hatte.

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Wir haben aber gar keine Pistolen, unterbrach ihn Momo bekümmert.
Dann machen wir es eben ohne Pistolen, antwortete Gigi großartig.
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manubi

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Re: Weisswein

BeitragMo 24. Jul 2017, 11:58

anonymouse hat geschrieben:Sind die anderen fünf mitbestellten auch Beurer-Weine?


Hallo,

den Schilfsandstein habe ich nicht vom Weingut sondern von einem Online-Händler. Dieser versendet ab € 300,00 kostenfrei. Die Schilfsandsteine haben eine Bestellung über 12 Flaschen Bordeaux komplettiert.

Beste Grüße

Manfred
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anonymouse

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Re: Weisswein

BeitragSa 29. Jul 2017, 11:08

Das ist wirklich ne Tendenz, die sich bei mir zeigt, dass ich die Textur manchmal im eigentlich zu kalten Zustand interessanter finde als den ganzen Wein etwas wärmer. Und so ganz kann ich die Begeisterung von dem Händler, bei dem ich vor ner Woche zum ersten Mal war (und jetzt wieder vorbeigehe), zwar nicht teilen, aber ein guter Wein für nen guten Preis ist das allemal.

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Wir haben aber gar keine Pistolen, unterbrach ihn Momo bekümmert.
Dann machen wir es eben ohne Pistolen, antwortete Gigi großartig.
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Seehas

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Re: Weisswein

BeitragFr 18. Aug 2017, 21:49

glauer hat geschrieben:Die Weine von Dolde sind normalerweise wirklich alles andere als gefällige Zuckerschwanzblender.

Die obige Diskussion über die Weine von Dolde aus Linsenhofen/Württemberg hat mich an die eingelagerten Silvaner erinnert:
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Nicht als Zuckerschwanzblender, sondern herb und mineralisch habe ich den Wein auch in Erinnerung. Die Flaschenreife hat ihm gut getan, wenn er jetzt auch etwas gefälliger daher kommt und man nicht mehr das Gefühl hat, den Weinberg mitzutrinken. Vielleicht sind die neueren Jahrgänge aber auch mit mehr Restsüße. Ich bin leider schon einige Jahre nicht mehr zum Neueinkauf genommen und erinnere mich, dass schon 2013-2015 einige Weine (Müller-Thurgau, Kerner, aber auch mal ein Silvaner) süsslich-breit wirkten. Womöglich ist das auch jahrgangsabhängig, weil die Gärung natürlich gestoppt hat? "Besenweine" waren es nie. Neben den kernigen Silvanern hat mir auch der Spätburgunder (ohne Eichenfass) damals gut gefallen; in seiner Duftigkeit erinnert er an auf ähnlicher Höhe angebaute jugendlich-frische Bodenseeburgunder. Die Weine von Dolde sind authentisch und haben ein jedes Schwabenherz erfreuendes gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Muss mal wieder hin.
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Michl

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Re: Weisswein

BeitragSa 9. Dez 2017, 20:40

Lieber Bernd, du sprichst oben von Knauß' -G- Riesling. Bist du dir sicher, dass auf dem Etikette ein "G" stand? Nach meinen Informationen hat Knauß 2016 die Bezeichnungen in Anlehnung an das VDP-System umgestellt (übrigens mit einem richtig gelungenen Etiketten-Update). Ich habe auf jeden Fall gerade den einfachen Riesling aus 2016 im Glas.

Bild

Gestern war's der Lemberger -G- aus 2015, der für den Preis auch wirklich gut war.

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Auch wenn es jetzt von mir noch keine Punkte im sehr guten Bereich gab, will ich mir noch etwas aus dem Mittelbau zulegen, bin auf jeden Fall interessiert, denn beide Weine hatten keine Neigung zum Aufgesetzten, wirkten vielmehr authentisch und "klassenbewusst", was sie mir sympathisch macht.
Viele Grüße

Michl
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Bernd Schulz

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Re: Weisswein

BeitragSa 9. Dez 2017, 20:56

Michl hat geschrieben:Lieber Bernd, du sprichst oben von Knauß' -G- Riesling. Bist du dir sicher, dass auf dem Etikette ein "G" stand?


Nein, sicher bin ich mir nicht. In solchen Fällen mache ich schnell mal einen Fehler, und ich kann das jetzt leider auch nicht mehr überprüfen, da die Flasche (die meine einzige war) schon lange im Glascontainer gelandet ist. Aber so oder so hat mir der Wein gefallen, und zwar genau aus diesem Grund:

Michl hat geschrieben:....denn beide Weine hatten keine Neigung zum Aufgesetzten, wirkten vielmehr authentisch und "klassenbewusst", was sie mir sympathisch macht.


Derartige Weine bewerte ich immer sehr großzügig!

Herzliche Grüße

Bernd
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Tackleberry

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Re: Weisswein

BeitragSo 28. Jan 2018, 01:52

Ein Gutsriesling vom erst 2016 gegründeten Weingut Lassak aus Hessigheim musste ich auf meinem Blog besprechen. Ein richtiges Aha-Erlebnis. Aber lest selbst:

Weingut Lassak Riesling 2016
Bild
Da ich meine Zelte mittlerweile in Ludwigsburg aufgeschlagen habe, verfolge ich das Geschehen rund um den württembergischen Wein vor meiner Haustür. So bin ich auf das Weingut Lassak gestoßen, das von Stefanie & Fabian Lassak betrieben wird. Die beiden führen ihr vor kurzem gegründetes Weingut in Hessigheim am Neckar. Dort schlummert nun der zweite Jahrgang in den Fässern. Die Reben wachsen in Steillagen über dem Fluss auf verwittertem Muschelkalk. Als Rebsorten bewirtschaften sie Riesling, Lemberger und Pinot Noir auf zwei Hektar. Letzterer wird erst mit dem Jahrgang 2017 in ihr Sortiment mit aufgenommen. Die Rebstöcke des Pinot stammen aus einer Selection Massale, jene des Lembergers aus dem Burgenland. Alle Weine werden zwischen 35 und 50 Hektoliter pro Hektar selektiert, spontan vergoren und der Ausbau erfolgt 12 Monate auf weinbergseigener Vollhefe, bevor die Weine ungeschönt bzw. leicht filtriert abgefüllt werden.
Doch jetzt genug technisches Geschwafel und ab zum trockenen Riesling, den ich zwei Tage lang im Glas hatte. Nach dem Aufziehen der Flasche war vom Sponti-Stinker kaum etwas zu merken, vielmehr ein dezentes Bouquet an Limette und Rauch. Dieser Gutsriesling lässt bereits in der Nase jegliche Opulenz und Überextraktion von herkömmichen Rieslingen vermissen. Im Mund kommen dann der schlanke, fast schon karge Körper und die kreidige, kalkige Note dazu. Zu Limette gesellen sich noch etwas grüner Apfel und dezente florale Aromen. Steinobstaromen kommen evtl. mit der Reife dazu. Noten von typischer Würze sind hier Fehlanzeige. Der Wein entwickelt einen Trinkfluss, hat Grip und Zug, der auf einer kräftigen, messerscharfen Säure basiert. Die gerade 12 Volt unterstreichen die Geradlinigkeit des Weines. Dieser besitzt Charakter im Sinne der Handschrift des Winzers und des Terroirs von dem er stammt. Der Abgang des Weines verweilt mittellang am Gaumen.
Man würde den Wein in der Pfalz verorten. Gerade wegen seiner Säure. Dass sich ein solch individueller, charakterstarker Wein am Neckar vor meiner Haustür wiederfindet, hätte euer Blogwart nicht gedacht. Chapeau Stefanie & Fabian für eure Einstiegsdroge! Weitere Aha-Erlebnisse gilt es bei euch noch anzutesten. To be continued…


Beste Grüße,

Alex
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OsCor

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Re: Weisswein

BeitragSo 28. Jan 2018, 10:06

Hallo Alex,

auch hier meine interessierte Standardfrage: Hast du zu diesem Wein etwas gegessen?

Gruß
Oswald
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