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Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: Fr 29. Mär 2019, 23:13
von Ralf Gundlach
Die 1990 Lorenzhöfer Felslay Spätlese von der Karlsmühle ist immer noch eine tolle Spätlese. Allerdings zeigt sie jetzt erste Reifenoten in Form von dezenten Karamellnoten. Sowohl in der Nase als auch am Gaumen. Aber der Rest macht weiter viel Spaß. Tolle Spätlese. 89 Punkte

Gruß

Ralf

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: Di 24. Dez 2019, 23:24
von Bernd Schulz
Diese 1997er Auslese von der Karlsmühle stammt deutlich erkennbar aus der Zeit, in der Peter Geiben in Hochform war:

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Der Wein wirkt dicht und kraftvoll, ohne irgendeine Tendenz ins Fette aufzweisen. Und er zeigt immer noch eine wunderbare Frische - mit solchen Qualitäten musste sich das Weingut seinerzeit vor niemandem im Anbaugebiet verstecken!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: So 16. Feb 2020, 22:53
von Bernd Schulz
Der nächste Beitrag zum schwierigen Thema 2003:

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Blind hätte ich den Wein vermutlich in die 1970er Jahre gesteckt - und auch angesichts dieses Alters nicht als besonders schön empfunden. Ich bin ja ein großer Freund der Geiben-Rieslinge aus den späten 80ern und nahezu den gesamten 90ern, aber das hier stellt alles andere als eine Glanzleistung dar. Gut, dass ich diese Flasche für mich alleine geöffnet habe!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: So 16. Feb 2020, 23:53
von EThC
Bernd Schulz hat geschrieben:Der nächste Beitrag zum schwierigen Thema 2003

...eine einzige 03er Flasche (aus D) hab' ich noch, mal sehen, wann ich die zwecks Erkenntnisgewinn öffne...

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: Fr 17. Apr 2020, 20:40
von Bernd Schulz
Gerade befindet sich etwas Besonderes in meinem Glas, nämlich ein trockener Riesling, welcher von einem Mitglied unseres Forum, das an der Ruwer ein Garagenweingut betreibt, erzeugt wurde:

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Was soll ich sagen? Es handelt sich definitiv um einen der besten trockenen M-S-R-Rieslinge, die ich bislang getrunken habe! Der Stil erinnert mich etwas an den Weinhof Herrenberg; ich gehe von einem enorm niedrigen Ertrag aus - aber auch von einem außerordentlichen Können bei der Kellerarbeit.

Mit etwas mehr Luft kommen auch in der Nase verstärkt mineralische Noten durch - richtig großes Kino ist das! Und dies schreibe ich nicht, weil mir der Winzer in unserem PN-Wechsel sehr sympathisch gegenübergetreten ist, sondern weil der Wein einfach einen exzellenten Eindruck macht.

Ich bin sehr froh darüber, diesen Wein, von dem es nicht viele Flaschen geben dürfte, probieren zu können!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: Sa 18. Apr 2020, 20:16
von Bernd Schulz
Gerade erfreue ich mich an dem Rest vom "Landwein der Ruwer", der etliche Große Gewächse des Jahrgangs 2018 blass aussehen lassen dürfte.

Die Flasche ist übrigens mit einem speziellen Schrauber, den ich so vorher noch nicht gesehen habe, verschlossen. Es handelt sich um einen sogenannten Syncor-Verschluss mit Glaslinse im Deckel. Die Linse reduziert wohl den Kontakt des Weins mit Kunststoff auf ein Minimum - es scheint sich also um eine feine Sache zu handeln!

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: So 19. Apr 2020, 11:10
von EThC
Bernd Schulz hat geschrieben:Syncor-Verschluss mit Glaslinse im Deckel

...finde ich sehr interessant, ist mir auch noch nie untergekommen... :o

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: So 19. Apr 2020, 19:51
von Lars Dragl
Hallo!

Das Weingut Herrenberg (Fam. Loch in Schoden) hat auch solche Verschlüsse. Den Kronekorken fand ich damals aber auch nicht schlecht.

Grüße

Lars

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: So 19. Apr 2020, 20:02
von Bernd Schulz
Lars Dragl hat geschrieben: Den Kronekorken fand ich damals aber auch nicht schlecht.


Den Kronkorken (System Querbach) fand ich auch gut, aber weniger gut fand ich den ganzen darum gebauten Plastemüll, der wohl dem schamhaften Verbergen der Kronkorkens dienen sollte. Und das bei einem Biobetrieb.... :(

Der Schrauber ist einfach ein Schrauber ohne Verstecksspiel. Mir gefällt das.

Herzliche Grüße

Bernd

Re: Ruwer-diverse Winzer

BeitragVerfasst: So 19. Apr 2020, 23:22
von Muellimov
Um diesen Schraubverschluss handelt es sich bei dem Syncor-Produkt:

https://www.syncor.de/de/verschluesse/t ... uesse.html

Die Verschlüsse gibt es in verschiedenen Ausführungen mit verschiedenen Einsätzen. Von Manfred Loch bekam ich in meinem Anfangsjahr ein paar davon ab. Er hatte damals die Variante der glasbeschichteten PET-Linse. Für meine eigenen Weine verwende ich jedoch den Typ mit der Glaslinse. Gerade für Kleinmengen ist das ein Superverschluss, da er direkt auf jede Standard-Flasche mit BVS-Gewinde geschraubt werden kann, ohne dann angerollt werden muss. Darüberhinaus ist die Reproduzierbarkeit der Verschlussdichtigkeit beim Anziehen des Verschlusses gegeben durch ein Drehmomentprüfgerät im Zusammenspiel mit einer Verschraubkappe für Akkuschrauber. Darüberhinaus ist der Twister-Verschluss sehr hoch belastbar. Stöße und dergleichen machen ihm überhaupt nichts aus. Bei den Metallkapseln führen hingegen Stöße regelmäßig zu kleinen Dellen und damit oftmals einhergehend zu Verlust der ursprünglichen Sauerstoffdichtigkeit.

https://www.syncor.de/images/stories/we ... EB2020.pdf

Viele Grüße
Markus