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Martin Müllen

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Bernd Schulz

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Re: Martin Müllen

BeitragSo 27. Jun 2021, 22:09

Meine Quintettflötistin, mit der ich schon ewig lange befreundet bin, hatte mir zum Geburtstag das 19er Auslesepaket von Müllen geschenkt. Gestern war sie nebst Mann bei mir, und wir haben die drei Auslesen probiert:

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Meine Notizen habe ich ganz nebenbei gemacht, weshalb sie vergleichsweise knapp gehalten sind. Es handelt sich aber in allen drei Fällen um sehr vielversprechende Auslesen mit exzellenten Anlagen.

Herzliche Grüße

Bernd
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puschel

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Re: Martin Müllen

BeitragSo 27. Jun 2021, 22:28

Hallo Bernd,
dann sag ich mal
„Herzlichen Glückwunsch“ nachträglich
Das deine Sinnesorgane Dir noch lange erhalten bleiben :lol:
Freu mich auf deine Beiträge
Alles Liebe und Gute Adi
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Bernd Schulz

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Re: Martin Müllen

BeitragSo 27. Jun 2021, 22:49

Danke, Adi! Mein Geburtstag liegt allerdings schon mehr als zwei Monate zurück ;); wir haben es nur erst gestern geschafft, uns zum gemeinsamen Probieren der Auslesen zu treffen.

Eigentlich war dieses gemeinsame Probieren zunächst als Online-Option angedacht, weshalb die edle Spenderin auch ein Paket für sich selber bestellt hatte. Ich habe mich massiv dagegen gewehrt ;), aber "ihre" Flaschen wurden gestern zu mir geschleppt - "meine" drei Auslesen stehen mir also immer noch zur Verfügung (es gibt zum Glück verdammt großzügige Menschen :)).

So eindrucksvoll sie sich jetzt schon präsentieren: Alle drei Weine können mit ein paar Jahren Lagerzeit nur weiter gewinnen. Ich werde also versuchen, in der nächsten Zeit die Finger von diesen Auslesen zu lassen....

Herzliche Grüße

Bernd
Zuletzt geändert von Bernd Schulz am So 27. Jun 2021, 23:12, insgesamt 1-mal geändert.
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puschel

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Re: Martin Müllen

BeitragSo 27. Jun 2021, 23:04

Corona lässt 《Grüßen 》
Live ist nicht zu toppen, war in diesem Jahr schon bei 7 Weingütern live...!
Tip, top - Ja, leg diese Auslesen bitte weit weg :lol:
Gruß Adi
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Bernd Schulz

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Re: Martin Müllen

BeitragSa 3. Jul 2021, 22:00

Im Glas befindet sich gerade ein weiterer 2020er von Martin Müllen:

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Diese finessenreiche Spätlese trocken entspricht ganz und gar meiner Kragenweite; sie gefällt mir auch als Baby schon so gut, dass ich heute die ganze Flasche leeren könnte. Ich werde mich aber beherrschen und einen gehörigen Rest für morgen (und vielleicht sogar übermorgen :?: ;)) übrig lassen.

2020 scheint wieder ein gutes Müllen-Jahr zu sein. Insgesamt sind die Rieslinge meines Lieblingswinzers wohl noch eine Spur geschliffener und runder geworden, seitdem Jonas Müllen voll in den Betrieb eingestiegen ist. Ralf äußerte sich gestern in diese Richtung, und ich kann ihm da nur zustimmen.

Herzliche Grüße

Bernd
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Bernd Schulz

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Re: Martin Müllen

BeitragSo 4. Jul 2021, 21:30

Erwartungsgemäß konnte die trockenen Letterlay-Spätlese mit Luft noch etwas zulegen:

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Der Wein kommt mir gerade mal 12% Alkohol aus und wirkt trotzdem ausgesprochen tiefgründig. Es bleibt für mich dabei, dass man die Mittelmoselwinzer, welche im trockenen Bereich schon länger vergleichbare Qualitäten auf die Flasche bringen, an zehn Fingern abzählen kann. Wahrscheinlich sogar an einer Hand...

Herzliche Grüße

Bernd
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Bernd Schulz

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Re: Martin Müllen

BeitragSo 4. Jul 2021, 21:57

Gerade konnte ich mich nicht beherrschen - zum direkten Vergleich habe ich noch den (natürlich ebenfalls trockenen) 2019er Rauenthaler Baiken von Corvers-Kauter, den ich in der ersten Euphorie mit satten 92 Punkten bedacht hatte, aufgeschraubt.

Das ist natürlich auch ein in seiner Preisklasse herausragend schöner Riesling, der zunächst noch anspringender als Müllens 2020er Letterlay Spätlese wirkt. Aber in puncto Finesse zieht der Baiken ganz klar den Kürzeren; am Ende trinke ich die Letterlay mit etwas mehr Begeisterung. Insofern müsste ich meine Bewertung in Punkten jetzt eigentlich umdrehen, aber ich bin zu faul dazu :oops: ...und ich mag auch nicht päpstlicher als der Papst vorgehen....

Punkte sind weitgehend eh Schall und Rauch. Ich vergebe sie aber trotzdem :mrgreen: :twisted: :oops:

Herzliche Grüße

Bernd
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Bernd Schulz

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Re: Martin Müllen

BeitragMo 19. Jul 2021, 23:36

Nachdem ich mit dem halben Liter 2005er Posten-Auslese von Ratzenberger über zweieinhalb Abende gekommen bin, war gerade dann doch noch ein anderer Wein fällig:

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Gemäß meiner Wahrnehmung hat sich dieser feinherbe, für den Hühnerberg ungemein typische Kabi in ziemlich genau zwei Jahren nur wenig verändert. Ich würde ihm aber nach wie vor weiteres Potential zutrauen und denjenigen, die ihn noch im Keller haben, eher zum Abwarten raten.

Herzliche Grüße

Bernd
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Moselaner

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Re: Martin Müllen

BeitragDo 22. Jul 2021, 22:29

Hallo zusammen!

Am Dienstag war ich beim Weingut zur Probe angemeldet. Susanne und auch später Martin Müllen nahmen sich fast zwei Stunden und hätten wir im Anschluss nicht noch einen Tisch im Restaurant reserviert, wäre es wahrscheinlich noch weiter gegangen.
Zwischen dieser und der bei der Grünhaus gemachten Erfahrung liegen tatsächlich Welten und hier zeigen sich ganz klar die Vorteile von kleineren Weingütern, wo der Kundenkontakt noch mit den Inhabern statt findet.

Es wurden neben jedem einzeln trockenen Wein aus 2020 auch noch ältere Exemplare, teilweise als Vertikalen, sowie einige feinherbe und restsüsse Weine verkostet.
Grundsätzlich bleibt fest zu halten: Der 2020er Jahrgang ist hier sehr gut geworden. Selbst der Liter hat schon eine ansprechende Qualität.
Und durch die Breite des Sortimentes ist für jeden Geschmack etwas dabei, wobei Wert auf die Einhaltung und Abgrenzung der Prädikate gelegt wird.
Wer eher säureempfindlich ist wird mit dem Würzgarten und Kirchlay Kabinett trocken, sowie der Kirchlay als auch Letterlay Spätlese trocken viel Freude haben.

Wer es frischer mag greift zum Paradies und Hühnerberg Kabinett trocken, sowie zu den entsprechenden Spätlesen trocken, oder auch zum Steffensberg, der mir sehr gut gefallen hat.

Überhaupt der Hühnerberg: Sortimentsübergreifend stark! Habe nochmal Kabinett trocken nachgekauft. Und die Spätlese trocken* 2020 ist einfach groß und ist ebenfalls in meinem Keller gelandet. Auch die süsse Spätlese hat alle Vorzüge des Hühnerberges und wer solchen Weinen etwas abgewinnen kann, wird wie ich mit diesem Wein jetzt und auch noch in vielen Jahren viel Freude haben.

Die süßen Weine aus 2020 haben teilweise für die Mosel ungewöhnlich hohe Alkoholwerte (Hühneberg Spätlese 10%, Auslese sogar 11%, Letterlay Auslese 10,5%).
Martin Müllen stoppt grundsätzlich die Weine nicht. Die Werte waren im Durchschnitt die letzen Jahre schon etwas höher, diesmal ist es aber auffälliger als sonst.
Eine 2005er Spätlese zeigte sich noch völlig frisch und höchstens am Anfang des Trinkfensters. Auch eine 1996er Spätlese war noch komplett da und wurde von mir blind deutlich jünger verortet.

Beim direkten vertikalen Vergleich zwischen der Paradies Spätlese trocken** aus 18, 19 und 20 setzte sich der 19er durch. Ein sehr schöner trockener Wein zu einem sehr fairen Kurs.
Die 20er frisch gefüllt und noch in der Findungsphase. Die 18er ebenfalls gut, aber auch der breiteste Vertreter.

Trotz meiner Vorbehalte bezüglich des 2018er Jahrgangs musste ich einen Wein aus eben diesem Jahrgang erwerben: Die Hühnberg Spätlese* feinherb ist in ihrer opulenten Fruchtigkeit, ihrer Länge und Komplexität bei gleichzeitiger filigraner Anmutung einer der besten feinherben der letzen Jahren, großartig.

Den Probenabschluss bildete eine Hühnerberg Beerenauslese* 2019, die völlig zurecht mit 99 Parker Punkten bedacht wurde, sich aber außerhalb meines Budgets befindet.

Neben den tollen Weine kann ich auch bei meinem zweiten Besuch direkt vor Ort (Jahrgangspräsentation nicht mitgerechnet) fest halten, dass die Müllens äußert herzliche Menschen sind, bei denen man gerne zu Gast ist.

Viele Grüße
Patrick
Wo aber der Wein fehlt, stirbt der Reiz des Lebens.
Euripides
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Re: Martin Müllen

BeitragFr 23. Jul 2021, 08:51

...ich kenne die Müllens ja nur von den Online-Verkostungen her, kann mir schon vorstellen, daß das da vor Ort sehr freundlich-entspannt-informativ zugeht...
Viele Grüße
Erich


NOVINOPHOBIE ist die Angst davor, daß der Wein ausgeht...
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