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Reichsrat von Buhl

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Der Wein-Schwede

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Re: Reichsrat von Buhl

BeitragSa 11. Jan 2020, 15:17

Michl hat geschrieben:
stollinger hat geschrieben:Wer weiß, wie das nach Kauffmann stilistisch weiter geht..


Hoffentlich nicht in die gefällige Richtung, aber das Gut hat halt such ne Menge abzusetzen...

Ich habe eine Person beim Weingut gefragt:
Hat der Kauffmann zu „professionelle“ Weine gemacht?
Antwort: „Hmmm... ja.....“
Wird sich der Weinstil jetzt ändern?
Antwort: „Hoffentlich nicht...“

Die Rieslingweine des Weinguts sind „top notch“, und GG‘s ziemlich teuer. Aber probiert mal den Forster Orts-Riesling 2017, kommt ausschließlich von jungen Reben in den Forster Große Lagen. Ist für 12,90 Euro ein Diepstal (wenn man den Stil mag....).
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Lars Dragl

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Re: Reichsrat von Buhl

BeitragDo 16. Jan 2020, 18:10

Hallo!

Ich kann auch den Paradiesgarten 2017 sehr empfehlen, wenn man auf sehr kompromisslos gemachte (besser gewordene) Rieslinge steht.

19 Monate im Doppelstück und den kühnschen Spitzenrieslingen (Rheingau) im Stil nicht ganz unähnlich, auch wenn es natürlich ein waschechter Pfälzer ist.

Der Wein braucht eigentlich 3-4 Tage im Anbruch, bevor er anzeigt, was noch kommen wird. Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Die Kirchenfenster im Glas zeigen bereits Konzentration an. In der Nase Schießpulver wie nach dem Silvesterfeuerwerk, teilweise überlagerte Zitrusfrüchte und auch Passionsfrucht, Haselnüsse, von noch nicht ganz reif bis geröstet, sogar Haselnusseis, kalter Kaffee sowie krautig-mineralische Noten. Im Mund anfangs zögerlich, doch mit einigen Tagen Luft immer voller und runder, ohne je Breit zu werden. Fordernd und großzügig gleichzeitig. Es ist keine Restsüße auszumachen. Die Säure ist perfekt eingebunden. Den Wein kann man kauen wie Rotwein und er gibt immer wieder neue Facetten preis. Der Abgang ist einfach nur klasse. Das ist nichts für Fruchttrinker und auch kein Freakwein, braucht jedoch noch etwas Zeit und gehört in ein etwas größeres Glas. Bei mir hat das RGG sehr gut gepasst.

Grüße

Lars
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TOM

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Re: Reichsrat von Buhl

BeitragFr 17. Jan 2020, 17:04

Den oben besprochenen Forster Orts-Riesling (allerdings 2018 statt 2017) gibts bei Belvini im Wintersale momentan für 11,50 € und den Buhl Spätburgunder 2016 (vgl. Seite vorher) sogar für 9,90 Eur.
Man muss immer etwas haben, worauf man sich freut. (Eduard Mörike)
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Der Wein-Schwede

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Re: Reichsrat von Buhl

BeitragFr 17. Jan 2020, 17:21

Habe den 17er und den 18er Forster Riesling parallel miteinander probiert.
Der 17er ist tiefer und komplexer.
Aber der 18er ist natürlich für den Preis auch ein guter Wein.
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TOM

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Re: Reichsrat von Buhl

BeitragFr 17. Jan 2020, 17:53

Danke für den Hinweis. Habe mir sowieso nur 1 Flasche aus Neugierde bestellt. Ich bin eh kein Fan von 2018, auch nicht an Saar und Mosel. Die 2017er sagen mir allgemein deutlich mehr zu. Aber dann weiß ich die Flasche bei der Probe einzuschätzen.
Den 2016er Spätburgunder kenne ich noch nicht. Ich kenne nur den 2014er. Der war nicht schlecht, hatte mich aber auch nicht vom Hocker gehauen. Denke aber dass 2016 eigentlich deutlich besser sein müsste. Und nach den Lobeshymnen der Seite vorher und für den Preis ...
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Der Wein-Schwede

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Re: Reichsrat von Buhl

BeitragFr 17. Jan 2020, 19:27

TOM hat geschrieben: Ich bin eh kein Fan von 2018, auch nicht an Saar und Mosel. Die 2017er sagen mir allgemein deutlich mehr zu.

Stimme ich gerne zu! :)
Der Forster 17er gibt's noch am Weingut.

Der 2017 Jesuitengarten ist grandios - aber zum Preis 49 Euro (4 mal den Forster Riesling) steige ich aus….
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Jochen R.

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Re: Reichsrat von Buhl

BeitragMi 25. Mär 2020, 13:43

Lars Dragl hat geschrieben:Hallo!

Ich kann auch den Paradiesgarten 2017 sehr empfehlen, wenn man auf sehr kompromisslos gemachte (besser gewordene) Rieslinge steht.

19 Monate im Doppelstück und den kühnschen Spitzenrieslingen (Rheingau) im Stil nicht ganz unähnlich, auch wenn es natürlich ein waschechter Pfälzer ist.

Der Wein braucht eigentlich 3-4 Tage im Anbruch, bevor er anzeigt, was noch kommen wird. Strohgelb mit grünlichen Reflexen. Die Kirchenfenster im Glas zeigen bereits Konzentration an. In der Nase Schießpulver wie nach dem Silvesterfeuerwerk, teilweise überlagerte Zitrusfrüchte und auch Passionsfrucht, Haselnüsse, von noch nicht ganz reif bis geröstet, sogar Haselnusseis, kalter Kaffee sowie krautig-mineralische Noten. Im Mund anfangs zögerlich, doch mit einigen Tagen Luft immer voller und runder, ohne je Breit zu werden. Fordernd und großzügig gleichzeitig. Es ist keine Restsüße auszumachen. Die Säure ist perfekt eingebunden. Den Wein kann man kauen wie Rotwein und er gibt immer wieder neue Facetten preis. Der Abgang ist einfach nur klasse. Das ist nichts für Fruchttrinker und auch kein Freakwein, braucht jedoch noch etwas Zeit und gehört in ein etwas größeres Glas. Bei mir hat das RGG sehr gut gepasst.

Grüße

Lars

Hallo Lars,
ich kann deine Notiz nur bestätigen. Mir ist der Wein schon beim Besuch
Ende Feb. vor Ort in Erinnerung geblieben. Zum ersten Pfälzer Spargel
konnte ich nicht widerstehen. Hervorragender Wein, 90-91+ P., eine Notiz
brauche ich nicht einstellen, weil weitgehend mit deiner deckungsgleich.
Einzig: 3-4 Tage würde eine Flasche bei mir nicht überstehen, nicht mal
4 Stunden :lol:

Viele Grüße,
Jochen
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